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Volkswagen Nutzfahrzeuge

Ein VW Bus für Auschwitz

Volkswagen spendet einen T5 Caravelle an das Internationale Auschwitz Komitee: für die Jugendbegegnungsstätte Auschwitz. Foto: VW

VW spendet einen T5an das Internationale Auschwitz Komitee. Der VW-Bus wird in Polen für die Jugendbegegnungsstätte Auschwitz eingesetzt. Dort treffen Jugendliche aus Polen auch VW-Auszubildende.

Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK), hat in Hannover einen T5 des Typs Caravelle entgegengenommen. Der VW-Bus wird künftig zur mobilen Unterstützung der Gedenkstättenarbeit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJB) Auschwitz eingesetzt.

Seit fast einem viertel Jahrhundert, seit 1988, nehmen junge Menschen, die im Volkswagen Werk Hannover oder an anderen deutschen Volkswagen Standorten einen Beruf lernen, an einem ganz besonderen und einmaligen internationalen Austauschprogramm teil. Sie reisen an den dunkelsten Ort der Geschichte des 20. Jahrhunderts, zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau (heute Oświęcim). Dort treffen sie in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Schüler und Auszubildende. Gemeinsam arbeiten sie dort aktiv an der Erhaltung dieser für das Menschheitsgedächtnis so unglaublich wichtigen Gedenkstätte, konservieren Ausstellungstücke wie Kinderschuhe oder restaurieren die Gebäude.

Fünfmal jährlich nehmen so rund 100 Azubis aus den deutschen Volkswagen Standorten an dieser „Gedenkstättenarbeit" teil. Im September 2012 waren Auszubildende aus dem Volkswagen Werken Hannover, Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz und arbeiteten zwei Wochen dort mit polnischen Berufsschülern aus Bielsko Biala intensiv gemeinsam am Erhalt der Gedenkstätte Birkenau.

Nun besuchen die polnischen Jugendlichen Deutschland, um die Lebenswelt der deutschen Jugendlichen kennen zu lernen und die Kontakte zu vertiefen. Hier zeigen die Hannoveraner den polnischen Teilnehmern ihre Heimatstadt und ihren Ausbildungsplatz. Auf dem Programm steht auch ein Empfang durch Hannovers ersten Bürgermeister Bernd Strauch im hannoverschen Rathaus. Die aktive Arbeit der Jugendlichen schützt die Gedenkstätte und den Holocaust vor der Distanz durch erstarrte, museale Erinnerung und gleichzeitig den Ausbildungsbetrieb bei Volkswagen vor allzu großer Betriebsblindheit.

Ein „Was geht mich das heute noch an?" gebe es durch das Austauschprogramm bei Volkswagen nicht. Das unterstreicht Sebastian Krapoth, stellvertretender Personalleiter des Werks Hannover, und fügte hinzu: „Volkswagen ist damit wohl der einzige deutsche Großkonzern, der sich mit diesem Programm seiner geschichtlichen Vergangenheit, seiner eigenen Firmengeschichte, aber auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung im Sinne der tätigen Abwehr fremdenfeindlichen Gedankenguts stellt.“

Auch der Betriebsratsvorsitzende des Standorts Hannover, Thomas Zwiebler, wies darauf hin, wie wichtig die Verankerung des Austauschprogramms für die gesamte Kultur des Unternehmens sei. „Stellvertretend für den gesamten Betriebsrat von Volkswagen danke ich dem Auschwitz-Komitee und der Jugendbegegnungsstätte für diese unglaublich wichtigen Eckpfeiler zur Abwehr von Rassismus. Nur wer die Geschichte kennt, wird sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus einsetzen und sich für Demokratie und eine tolerante Gesellschaft einsetzen. Besonders dem langjährigen Koordinator und Mentor des Programms, Christoph Heubner, können wir gar nicht genug danken für diesen großen Beitrag zur politischen Urteilsfähigkeit, menschlichen Toleranz und kulturellen Offenheit unserer Auszubildenden." Ein kleiner Teil des Dankes sei der T5 Caravelle, der seitens Volkswagen an das Internationale Auschwitz Komitee gespendet werde. Heubner erklärte, der VW Bus werde direkt zur Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz/Birkenau weiterfahren, um dort die pädagogische Arbeit mit Überlebenden und jungen Leuten zu mobilisieren. An der Übergabe nahm auch eine Delegation der IJB unter der Leitung des IJB-Direktors Leszek Szuster teil.

Am 24. Oktober ist ein Teil der Jugendgruppe in Wolfsburg zu Gast und wird dort nach einem Werksbesuch unter anderem auch offiziell seitens der Stadt begrüßt. Eine kleine Delegation fährt auf Einladung des IAK nach Berlin zur Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma.

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