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VW I.D. Buzz Cargo - Elektro-Bus in T6-Größe

VW bringt Studie bis 2022 auf den Markt

VW I.D. Buzz Cargo (2018) Foto: VWN 33 Bilder

So sieht die Zukunft der Elektro-Transporter aus: Volkswagen präsentiert auf der Los Angeles Auto Show in den USA erstmals eine Cargo-Version des I.D. Buzz, dem E-Bulli, der 2022 auf den Markt kommen soll.

Derzeit zeigt Volkswagen seine neueste Studie I.D.Buzz Cargo auf der Los Angeles Auto Show. Hier ergreift der deutsche Autobauer die Elektro-Intitiative und zeigt, wie autonomes Fahren und Elektromobilität zusammen kommen können. Wie Dr. Thomas Sedran, Vorsitzender des Markenvorstands, es ausdrückt: „Dieser Wagen hat das Potenzial, weltweit als Zero-Emission-Transporter erfolgreich zu sein. Die Elektromobilität erhält mit dieser Design-Ikone zudem ein unverwechselbares Gesicht.“

VW eCrafter (2018) VW eCrafter (2018) Erste Fahrbericht zum Elektro-Transporter

Einen ersten Null-Emissionen-Transporter hat VW dieses Jahr bereits mit dem E-Crafter zur Serienreife und auf den Markt gebracht. Die Studie I.D. Buzz Cargo soll wie die 2017 bereits vorgestellte Studie auf dem MEB basieren, dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (siehe unten). Für die Cargo-Version erreicht dieses System nach WLTP-Prüfstandart Reichweiten bis zu 550 Kilometer. Ein Solardach auf dem Transporter sorgt bei Sonnenschein außerdem für zusätzliche Reichweite. Vernetzt ist der Transporter ebenfalls: Der Cargo meldet seinen Bestand auf der Ladefläche automatisch ans Lager, um so Nachbestellungen abzugeben.

Dass Volkswagen das ganze Thema Elektromobilität und Lieferverkehr neu denkt beweist noch eine weitere Innovation: Ein Elektrisches Lastendreirad. Das Cargo E-Bike soll 2019 in Kalifornien auf den Markt kommen.

Volkswagen I.D. Buzz (2017)

VW I.D. BUZZ, Impression, Außenansicht Foto: Martin Meiners
Erster Blick in den VW I.D. Buzz

Der Vorgänger Volkswagen I.D. Buzz wurde bereits 2017 auf der Automobil-Messe in Detroit vorgestellt. Im August desselben Jahres verkündet der Konzern, dass der I.D. Buzz bis 2022 Jahren serienreif sein wird, bekanntgegeben wurde das beim Concours d'Elegance Oldtimer-Treffen in Pebble Beach, Kalifornien.

VWs Plan lautet folgendermaßen: Direkt nach dem Viertürer I.D. soll der Elektro-Bulli I.D. Buzz 2022 Serienreife erlangen. Aufgebaut werden beide auf dem neu entwickelten modularen Elektro-Baukasten MEB. Diese Plattform will Volkswagen für mehrere Fahrzeug-Modelle nutzen, beispielsweise den E-Golf oder den E-Up. Bis 2025 will VW einer größten Elektroautohersteller der Welt werden – dann sollen jedes Jahr bis zu eine Million Elektro-Volkswagen entstehen.

VW I.D. Buzz Elektro-Bus Foto: VW

Die Batterie des MEB-Systems soll für eine Reichweite für bis zu 600 Kilometern sorgen. VW plant dafür zwei Größen mit 83 und 111 kWh. Per Schnelllader benötigt sie laut Konzern nur 30 Minuten, um 80 Prozent der Ladung zu erreichen. Der Energiespeicher ist flach und kommt im Fahrzeugboden unter. Das führt zu einem niedrigen Fahrzeug-Schwerpunkt, einer guten Verteilung des Gewichts und so letztendlich zu mehr Agilität auf der Straße.

Einen designerischen Vorteil hat das Ganze ebenfall, wie die Elektro-Bulli-Studie I.D. Buzz zeigt: Durch den batteriebetriebenen Heckmotor muss kein Verbrennungsmotor im Vorderraum untergebracht werden. Anstelle des Motorraums tritt ein Fronstscheibe, die weit nach vorne reicht. Die flache Batterie zwischen den Achsen sorgt zudem für einen langen Radstand von 3,30 Metern und so für viel Platz für die Passagiere – hier wäre also auch viel Raum für eine Campingausstattung.

Designer Einar Castillo, der von VW mit der Gestaltung des VW-I.D.-Buzz-Studie beauftragt wurde, hat sich neben dem Transporter schon ausführlich mit anderen Campingmobilen und Pick-Ups beschäftigt. Und zeigt in einer ersten Sitzprobe in der gläsernen Manufaktur in Dresden wie smart der Raum im Bus genutzt werden kann (hier geht's zum ausführlichen Artikel von Auto-Motor-und-Sport.de)

Allradantrieb und Autopilot

VW I.D. Buzz Elektro-Bus Foto: VW

Dass der Elektrobulli VW I.D. Buzz ein Abenteurer ist, beweist sein Allradantrieb. Auf der Vorderachse sitzt ein zweiter Elektromotor. Beide E-Motoren haben jeweils eine Leistung von 150 kW und sind mit einer Kardanwelle gekoppelt. Insgesamt gibt VW die Leistung des I.D. Buzz mit stolzen 374 PS an. Laut VW kommt der Elektrobulli in fünf Sekunden von null auf hundert, seine Höchstgeschwindigkeit soll allerdings auf 160 km/h gedrosselt werden. 

Alle Beleuchtungselemente im VW I.D. Buzz setzen auf LED-Technik und kommunizieren mit der Umwelt. Dank der vollen Vernetzung des Fahrzeugs soll der Transporter in Zukunft autonom fahren können. Per Knopfdruck wird das Lenkrad elektrisch im Armaturenbrett versenkt und die Beleuchtung im Cockpit ändert sich von gelb auf weiß. Dann kann sich der Fahrer entspannt zurücklehnen.

VW I.D. Buzz Elektro-Bus Foto: VW

Der Bordcomputer übernimmt in diesem das Ruder bzw. die Lenkung und bringt die Passagiere an den gewünschten Zielort. Bis 2022 sind Asisstenzsysteme sicherlich soweit gediehen, dass Fahrfunktionen komplett autonom vom Bordcomputer übernommen werden. Das Geradeausfahren auf langen Strecken beispielsweise ermöglichen vier Laserscanner und mehrerer Radar- und Ultraschallsensoren.

Die Fahrzeuginsassen des VW I.D. Buzz können wie im Flugzeug den (Auto-)Piloten auf einem Head-Up-Display überwachen: Sämtliche Fahrdatenwerden auf die große Frontscheibe projiziert. Daneben kann man Funktionen wie Klimaanlage und Infotainment-System via Tablet steuern, das sich in einer Mittelkonsole befindet.

VW I.D. Buzz: Klassisches Design und viel Platz

Traumhaft bequem könnte man sich also mittels Autopilot in den Campingurlaub chauffieren lassen: Der Fahrersitz lässt sich drehen, die Sitze der zweiten Reihe lassen sich verschieben und zusammenklappen, die dritte Sitzreihe kann zur Liegefläche umgebaut werden.

VW I.D. Buzz Elektro-Bus Foto: VW

Das Design des VW I.D. Buzz orientiert sich am Klassiker T1, von dem nicht nur die ikonische Zweifarbenlackierung stammt. Hinten hat der Elektrobulli Schiebetüren, die wie alle Türen und Hauben elektrisch bedienbar sind. Dank des Elektromotors ist Platz für zwei Kofferräume. Der E-Bulli ist dank der platzsparenden Technik ein kleines Raumwunder: Vorne kann man 200 Liter Gepäck unterbringen, im Heck zwischen 660 und 4600 Liter Ladegut.

Eine Sitzprobe des I.D.Buzz (2017) und einen ausführlichen Bericht von Detroit Motor Show lesen Sie bei unseren Kollegen von Auto-Motor-und-Sport.de.

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