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Verkehrsrecht

Front-Blitzer in Österreich

Laut Rechtssprechung ist nachts der Lichtkegel des Streifenwagens für eine Abstandsbestimmung ausreichend. Foto: OP_pixelio.de

Nicht alle Fotos machen eine Freude, besonders bei zu schnellem Fahren. Seit geraumer Zeit wird in Österreich mit Frontradar geblitzt. Rund 45 Geräte befinden sich landesweit bereits im Einsatz.

"Dank dieser Front-Blitzer können die österreichischen Behörden Bußgelder gut in Deutschland vollstrecken", erläutert Dr. Hubert Tramposch von der Anwaltskanzlei Tramposch & Partner in Innsbruck. "Früher scheiterte das immer am fehlenden Foto des
Beschuldigten." Wenn in Österreich der Autofahrer nicht unmittelbar nach Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten und zur Rechenschaft gezogen werden kann, folgt nach österreichischem Recht zunächst die sogenannte Lenkerauskunft. In deren Rahmen ist der Fahrzeughalter unter Androhung einer Strafe von bis zu 5.000 Euro verpflichtet, den Lenker zum fraglichen Zeitpunkt zu nennen. Dies war bis dahin wenig effektiv, da es in Deutschland weder eine Halterhaftung für Geschwindigkeitsverstöße gibt, noch konnten Verstöße gegen die Lenkerauskunft geahndet werden, da es in Deutschland gar keine entsprechende Bestimmung gibt.

Mit der Einführung der Front-Fotos, ist es nun möglich Verkehrssüder dingfest zu machen. Neben der Geschwindigkeitsüberschreitung können auch Verstöße gegen die Gurtanlegepflicht oder gegen das Handyverbot am Steuer geahndet werden. Tramposch: "Hiergegen können sich Betroffene sehr erfolgreich zur Wehr setzen. Denn das Gesetz sieht eine Bestrafung für diese Verstöße nur dann vor, wenn sie beim Anhalten des Fahrzeugs festgestellt werden."

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