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VW California vs. Mercedes Marco Polo (2020)

Campervans mit neuer Basis im Vergleich

Mercedes Marco Polo vs. VW California Foto: Hersteller 15 Bilder

Mit der neuen Mercedes V-Klasse geht 2019 der neue Marco Polo an den Start – auch der VW California darf sich über eine neue Basis freuen. Doch welcher der beiden ist der bessere?

Zwei deutsche Automarken buhlen um die Gunst der Kompaktcamper-Fans: VW und Mercedes bringen 2019 beide neue Versionen ihrer Vans heraus, die auch im California respektive Marco Polo Anwendung finden werden. Zeit für einen Faktenvergleich.

Fahren

VW T 6.1 Multivan Foto: Hersteller
Der neue VW T 6.1 im senfgelben Bicolor-Look.

Neuer VW T6.1: Die TDI-Turbodiesel-Motoren haben nach wie vor 2,0 Liter Hubraum. Es gibt drei Leistungsstufen. Sie haben zwischen 90 PS und 199 PS. Der Lufteinlass beim VW T6.1 wird größer. Die Lenkung elektrisch mit aktivem Lenkeingriff beim Spurhalteassistenten. Ähnlich wie im VW Crafter, wo das System schon sehr praxisnah das autonome Fahren andeutet. Mehr Infos zum neuen Bulli gibt's hier.

Neue Mercedes V-Klasse: Die V-Klasse bekommt einen ganz neuen Dieselmotor aus dem Pkw-Programm von Daimler. Er hat jetzt ebenfalls zwei Liter Hubraum. Basis sind 163 PS. Die Spitzenleistung klettert auf stolze 239 PS. Beim Mercedes Van wird der Stern größer, hier befindet sich der Radar des erstmalig verfügbaren „Aktiven Brems-Assistenten“. Mehr Infos zur neuen V-Klasse gibt's hier.

Mercedes Benz Marco Polo (2019) Foto: Mercedes Benz
Mercedes-Benz Marco Polo.

Antrieb und Allrad: VW bleibt in der Basisversion beim Frontantrieb, Daimler treibt hinten an. Zumindest wenn die V-Klasse die Basis für den Marco Polo ist. Den Marco Polo Activity auf dem schlichteren günstigem Vito gibt es auch mit Frontantrieb und kleinerer Motorisierung. Der Allrad ist bei VW nicht permanent, sondern schaltet sich elegant zu bei Bedarf, und als Automatik bleibt ein Doppelkupplungsgetriebe die Wahl, bei der V-Klasse eine Neungang-Wandlerautomatik. Das DSG ist direkter, der Wandler geschmeidiger.

Fazit: Das Fahrverhalten der beiden polarisiert. Die Fachwelt streitet, welches Fahrwerk besser ist, es bleibt am Ende Geschmackssache, da die Bewertung anders, aber auf gleichem Niveau rangiert. Komfortabler federt der Mercedes. Das Bus-Gefühl, das von Bulli-Fahrern geliebt und gepriesen wird, bietet der Daimler nicht. Hier sitzt man integrierter. Beim Fahren sind beide gleich auf, wenngleich der Mercedes nun mehr Bums hat.

Wohnen

Aufstelldach: Die Campingdächer ähneln sich, beide haben fast dieselbe Größe und sind optional elektrisch aufstellbar. Das Aufstelldach von Mercedes hat zwei Gaze-Fenster an den Seiten. Von außen kann man sie nicht einsehen, allerdings lassen sie sich auch nicht öffnen. Der VW California punktet damit, dass sich der Stoffbalg öffnen lässt und es auch so im Hochsommer luftig bleibt. Das Marco-Polo-Dach lässt sich durch eingenähte rundum laufenden Fiberglas-Stäbe sauberer auffalten. Der Schlafkomfort beider Matratzen ist ähnlich gut.

Mercedes Marco Polo  Foto: Dieter S. Heinz
Das Schlafdach im Mercedes Marco Polo.

Sitzbank: Große Unterschiede bieten die Sitzbänke in den Kompaktcampern. Die recht schwere Bank des VW California wird schon seit Jahren genau so verbaut. Der Marco Polo hat hier zwei elektrisch verstellbare Rückenlehnen. Im California Beach, dem Äquivalent zum Marco Polo Horizon, gibt’s die Multivan-Bank. Die Mercedes-Bank ist nicht so bequem zum Schlafen, da sie sehr zerklüftet ist und durch das Polsterrelief kaum ebene Fläche bieten. Ein Topper für die untere Liegefläche ist nicht serienmäßig enthalten. Bei beiden Marken bieten sich Topper als Auflage an.

VW California Ocean Foto: Ingolf Pompe
Das Schlafdach mit Lattenrostunterfederung im VW California.

Aufbewahrung: Vorteil VW. Tisch und Stühle für draußen sind besser aufbewahrt, platzsparend in der Heckklappe und Seitentür. Beim Mercedes werden Tisch und Stühle unter der Sitzbank verstaut, sodass dem Heckbereich hier leider etwas Stauraum verloren geht. Der Zugang zum Küchenmöbel mit Schiebetüren ist im California bei gebautem Bett besser als beim Marco Polo. Wir die Rückbank zum Schlafen umgelegt, kann man die Kopfstützen der Rückbank im California einfach umklappen. Beim Mercedes müssen sie abgenommen und verstaut werden.

Kochen/Wasserversorgung: Beide Vans bieten einen Zweiflammkocher und ein Spülbecken. Der VW California hat eine etwas lautere Piezo-Zündung, der Marco Polo eine elektrische Zündung. Die Kompressor-Kühlbox im Marco Polo fasst 40 Liter, die im California 42 Liter.

Fazit: In der Disziplin Camping führt der California, hier sind die Detaillösungen etwas durchdachter.

Preis

Der Preis für den VW California mit der VW T 6.1-Version steht bis dato noch nicht fest. Die günstigste Version des California Ocean (umfangreichste Ausstattung) auf der bekannten Basis lag bei rund 61.000 Euro. Wir rechnen mit einem Preis von ungefähr 62.000 Euro.

Auch beim Mercedes-Benz Marco Polo steht noch kein Preis für den Camper auf V-Klasse-Basis fest. Der Grundpreis für die bestausgestattete Campingversion des Marco Polo mit der alten Basis liegt bei derzeit 61.990 Euro.

Fazit

Beide Vans haben etwas für sich, sind Benchmark im Segment der Kompaktcampingbusse. Auf jeden Fall rückt der Mercedes Marco Polo dem Platzhirsch VW California wieder ein Stückchen mehr auf die Pelle. So hat der Mercedes unter anderem den deutlich stärkeren Motor. Der VW California kontert mit dem durchdachteren Camping-System. Spannend wird's im Kampf der beiden Automobilhersteller-Campervans um die Beliebtheitskrone, sobald die neuen Preise feststehen.

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