Campingbusse auf VW T5 im Vergleich SpaceCamper light

Schon die schwarz-weiße Orca-Lackierung macht deutlich: Spacecamper ist anders. Als Basis dient im Fall des Testwagens die Caravelle-Comfortline-Variante des T5. Die allein verschlingt schon mal happige 7.199 Euro extra.

Ein wesentlicher Unterschied zum einfachen Kombi besteht in einem hübscheren Kombiinstrument und den höherwertigen Innenverkleidungen, die den Wagen wohnlicher machen. Darunter isoliert der Hersteller die Außenhaut rundum mit flexiblen PE-Schaummatten.

Beim Spacecamper Light handelt es sich im Gegensatz zum Classic um die Variante mit abgespecktem Möbelbau. Dieser beschränkt sich auf einen kleinen Schrank hinter dem Fahrersitz. Aber der hat es in sich. Für mehr Tiefe schneidet Spacecamper die Seitenverkleidung aus und baut den Schrank fast bis an die Karosserieaußenhaut. Die vordere Klappe dient gleichzeitig als Tisch, der an einem fixierbaren Gasdruckdämpfer geführt nach oben gleitet. Oben drin steckt ein sehr kleines Waschbecken, aber immerhin: Händewaschen funktioniert.

Zum Serienumfang des Light zählt auch ein mit Gas oder Spiritus betriebenes Kochset von Trangia, das sich sowohl auf dem Möbel befestigen als auch draußen benutzen lässt. Direkt hinter dem Schränkchen bringt Spacecamper auch noch eine schmale Kühlbox unter.

Sitzen und Schlafen im Spacecamper Light

Auf ein Schienensystem zum Verschieben der Bank verzichtet Spacecamper - bewusst -, aus langer, sandiger Surfer-Erfahrung. Die drei Gurte werden an den Original-Karosseriepunkten aufgehängt und umgelenkt. Lehne und Sitzfläche lassen sich auch ohne Hilfe einzeln herausnehmen, was erheblich leichter fällt, als die extrem schweren Bänke aus City Van oder California herauszuwuchten.

Flugs entsteht aus der Bank ein Bett: Nur die Rückenlehne auf die Sitzfläche klappen, den kleinen Kunststoff-Keil - sofern für die Länge nötig - auf die Kopfstützen legen. Fertig. Die Liegefläche ist fast eben, am Komfort gibt es nichts auszusetzen. Und mit 2,06 mal 1,51 Meter stellt der Light das größte Bett in diesem Vergleich. Am Kopfende im Heck leuchten zwei Leselampen. Das passt.

Das Dachbett ist wie bei Reimo ziemlich kleinflächig. Nur frisch Verliebte dürften die Liegefläche als groß genug empfinden. Die Matratze besteht aus Luft- und Schaumpolstern. Zum Aufblasen liegt ein kleiner Kompressor bei. Er saugt die Luft auch ab, damit das Dach später wieder zugeht. Der Liegekomfort lässt sich so individuell anpassen, je nachdem, wie viel Luft man reinpustet. Der Unterlüftung dient ein Abstandsgewebe, das Feuchtigkeit abführt.Noch eine exklusive Spacecamper-Besonderheit: Der vordere Teil des Zeltbalgs lässt sich komplett aufzippen. Von diesem Hochsitz aus genießt man gelöst die Aussicht oder eine laue Sommernacht unter nahezu freiem Himmel.

Stauraum und Bordtechnik

Der Heckstauraum hinter der Bank ist recht tief, die beiden Polster der Bettverlängerung lassen sich einfach entnehmen und in der heimischen Garage platzsparend verstauen. Unter der Bank gibt es vier entnehmbare Klappboxen. Dazu eine große Stofftasche, die seitlich im Heck festgeclipt wird.

Auch bordtechnisch hat sich Spacecamper etwas einfallen lassen. Unter dem Wagenheck hängen gegen Aufpreis gleich zwei 40 Liter große Frischwassertanks. Der Inhalt des einen lässt sich via Wärmetauscher über den Kühlkreislauf des Motors aufheizen. Warmduschern steht dann sogar eine Außendusche zur Verfügung. Zwei praktische, in der Heckklappe untergebrachte Vorhänge schützen dabei vor neugierigen Blicken. Ein Abwassertank fehlt allerdings.

Übersicht: Kompakte Camper im Vergleich