Bürstner und LMC im Vergleichstest: Fahren, Preis und Service

Bürstner Travel Van und LMC Breezer im Test Fahren, Preis und Service im Vergleich

Bürstner Travel Van und LMC Breezer sind gute Alternativen zu einem Campingbus. Doch wer von beiden macht das Rennen bei den Punkten Fahren, Preis und Service?

Preis & Service

Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Darum kann man sich, bei aller Sympathie für beide Modelle, schon fragen, ob der LMC Breezer V tatsächlich rund 4000 Euro mehr wert ist, die man für ihn zusätzlich berappen muss.

Dass ein längeres Modell auch etwas mehr kostet, ist gelernte Preislisten-Systematik. Doch wo steckt der restliche Teil der Preisdifferenz? Der LMC kann auch auf eine bessere Serienausstattung verweisen. ESP und 16-Zoll-Bereifung, Rückfahrkamera und höherwertige Aufbautür, stärkere Truma-Heizung und 141-Liter-Kühlschrank, Druckwasserpumpe und frostgeschützter Abwassertank kosten keinen Cent extra.

Das kann der Bürstner nur an wenigen Stellen kontern, etwa mit dem serienmäßigen Midi-Heki, der indirekten Beleuchtung und den ab Modelljahr 2016 verwendeten Alu-Rahmenfenstern.

Das Servicenetz, das für den LMC zur Verfügung steht, ist respektabel, wird von den zahlreichen Bürstner-Werkstätten deutschland- und europaweit aber noch getoppt. Anders herum gibt die gewährte Dichtigkeitsgarantie von fünf Jahren schon ein gutes Stück Sicherheit. Die zwölf Jahre, die LMC mit auf den Weg gibt, gehören aber mit zum längsten, was die Branche bietet.

Der Bürstner ist deutlich billiger, aber auch knapper ausgestattet. Der LMC punktet mit sehr langer Dichtigkeitsgarantie.

Fahren

Die größten Unterschiede beim Fahren resultieren aus den Differenzen bei Radstand und Aufbaulänge. Der Bürstner ist ein quirlig-wendiger Stadtfloh, wird auf der Autobahn etwa bei Spurrillen und Seitenwind aber schneller unruhig. Die Langstrecke meistert der LMC spürbar souveräner.

Dazu trägt auch die serienmäßige 16-Zoll-Bereifung und ein etwas niedrigeres Geräuschniveau bei. Mit den optionalen 148-PS-Motoren sind beide sportlich motorisiert.

Die merklich besseren Beschleunigungs- und Elastizitätswerte des Bürstner-Testwagens haben sicherlich im geringeren Gewicht und dem besseren Einfahrzustand ihre Ursache. Die günstige 115-PS-Einstiegsmotorisierung würde, vor allem mit dem leichteren Bürstner schon zurecht kommen. Allerdings dämpft das damit verbundene Fünf-Gang-Getriebe die Freude am Sparen merklich. Etwas mehr ausgeben sollte man beim LMC übrigens auch in Sachen Kraftstofftank.

Der aus Gewichtsgründen gewählte Serientank mit 60 Litern nervt – erfahrungsgemäß – durch die häufig nötige Tankstellensuche. Der übliche 90-Liter-Standardtank kostet 42, die 120-Liter-Version 80 Euro extra.

Mit dem serienmäßigen ESP punktet der LMC bei der Fahrsicherheit. Die 16-Zoll-Räder erhöhen zudem den Fahrkomfort. Der Bürstner ist dagegen besonders wendig und beschleunigt besser.

Übersicht: Bürstner Travel Van vs. LMC Breezer V