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Trigano-Konzern gehört jetzt 85 % von Adria

Adria-Caravan in französischen Konzern eingegliedert

Produktionswerk in Novo Mesto Foto: Caravaning
Update

Der französische Trigano-Konzern verkündete Anfang 2017, dass er Adria Caravans kaufen will. Mitterweile gehört ihm 85 Prozent des Unternehmens.

18.10.2017 Sophia Pfisterer

Trigano wollte ursprünglich 99,08 Prozent von Adria aufkaufen. Mittlerweile wurden 85 Prozent gekauft, nur noch 15 Prozent verblieben bei den Anteilseignern der Protej d.o.o. Gruppe, der Dachgesellschaft der Adria Gruppe ACH d.d. Die verbliebenen Prozente verbleiben in der Hand der Adria-Manager, könnten allerdings in den nächsten Jahren ebenfalls aufgekauft werden.

Trigano-Konzern übernimmt Großteil von Adria

Adria wurde 1965 gegründet und ist eine wichtige Marke auf dem europäischen Caravaning-Markt. Der Hersteller baut und verkauft Wohnmobile, Campingbusse und Caravans und exportiert diese in ganz Europa. Die slowenische Firma beschäftigt rund 1.700 Menschen und hatte 2016 einen Jahresumsatz von 355 Millionen Euro.

Im Frühjahr 2016 hatte die schwedische Kabe Gruppe eine Interesse an einer Beteiligung an Adria bekundet. Daraus ist allerdings nichts geworden.

Wird Trigano der größte Caravaning-Konzern Europas?

Der Kauf von Adria ist Teil von Triganos Entwicklungs- und Wachstumsstrategie. Bereits 2015 hat der Konzern die Marke Rimor gekauft. Die Übernahme von Adria soll laut Angaben von Trigano Synergien in den Bereichen Einkauf, Vertrieb und Fertigung schaffen.

Trigano gab im November ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2015/16 bekannt. Bei einem Gesamtumsatz von 1,3 Milliarden Euro hat Trigano 89,7 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Das sind rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der französische Trigano Konzern konkurriert mit der Erwin-Hymer-Gruppe um die Marktführerschaft in der Caravaning-Branche in Europa. Der Trigano-Konzern könnte mit dem Kauf gute Chancen haben, in diesem Rennen wichtige Meter zu machen. Laut lesechos.fr plant Trigano-Chef Francois Feulliet die Erwin Hymer Gruppe spätestens 2020 zu überholen.

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