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Triaca-Studie von Roller Team

Ressourcenschonendes Reisemobil aus Italien

Wohnmobil Triaca Foto: Jürgen Bartosch, Werk 13 Bilder

Potzblitz, was ist denn das? Die Marke Roller Team überrascht mit einer Studie, die voll frischer Ideen steckt. Das Entwicklerteam legte viel Wert auf Nachhaltigkeit. Vorhang auf für den Triaca.

So wie der Protagonist im Kinderroman von Wolf Durian sprühen auch die Entwickler des Triaca – eben wie kleine Jungs – nur so vor verrückten Ideen. Und genauso überraschend, wie Kai in der Geschichte aus seiner Kiste steigt, staunt man auch im Triaca nicht schlecht über die pfiffigen Einfälle und Materialien, die darin stecken.

Das Projekt, das gemeinsam mit den Unversitäten Siena und Florenz durchgeführt wurde, verfolgt vor allem das Ziel, ein ressourcenschonendes Reisemobil zu entwickeln – und zwar auf allen Ebenen. Schon bei Materialwahl, Produktion und Transport spart der Triaca – verglichen mit einem herkömmlichen Reisemobil – rund 11 Prozent CO2-Äquivalent und 24 Prozent Energie, wie eine Untersuchung ergab. Auch während der Nutzung sollen Diesel, Wasser und Strom möglichst effektiv eingesetzt werden.

Dazu trägt natürlich Leichtbau bei. Beim Triaca hüllen sich die Sandwichplatten nicht in eine GfK-Haut, sondern in ein Geflecht aus dunkelbraunen Basalt-Fasern. Überlackiert ist davon nichts mehr zu sehen, nur dass bei gleicher Festigkeit 30 Prozent Gewicht eingespart wird.

Ähnlich verblüffend ist auch der graue Belag des Fußbodens, der Tischplatte und der Duschbodenwanne. Das Material nennt sich Eco Malta, ist ein spezieller Faserbeton, der einerseits sehr kratzfest, aber dennoch leicht ist. Die Hängeschrankklappen bestehen aus leichtem Alu-Wabenmaterial, wie es im Flugzeugbau Verwendung findet. Das Leergewicht des ersten Triaca-Prototyps liegt bei 2730 Kilo.

Roller Team Triaca Studie auf dem Caravan Salon 2015
Eura Mobil Triaca - Wohnmobil-Studie zu Nachhaltigkeit 3:55 Min.

Im Sinne der Nachhaltigkeit bestehen die Polsterstoffe und -füllmaterialien aus Pflanzenfasern und recycelten Plastikflaschen. Auf eine Gasanlage verzichtet der Triaca komplett, alles funktioniert elektrisch. Die Basis bilden moderne Dünnschicht-Solarzellen und Lithium-Batterien mit einer Leistung von 1385 Wh bei 24 V. Daraus speisen sich nicht nur der Kompressorkühlschrank und die separate Gefriereinheit mit Schubladen, sondern auch zwei mobile Induktionsplatten. Sie werden je nach Bedarf auf die Arbeitsplatte gestellt und eingesteckt oder können auch im Freien verwendet werden.

Damit der Strom-, aber auch der Wasservorrat nicht unverhofft zur Neige geht, wacht eine Zentralsteuerung auch via Smartphone-App über die Reserven. Bei der Kalkulation der verbleibenden Autarkiezeit wird sogar die eingegebene Anzahl der Besatzungsmitglieder berücksichtigt.

Aber auch Komfort und Flexibilität kommen nicht zu kurz. Rechts und links wandeln sich Sitze elektromotorisch in bequeme Liegesessel. Die linke Bank lässt sich zu einem Zusatzbett entfalten. Hauptliegefläche ist das Hubbett obendrüber, das durch eine pfiffige Hubdachkonstruktion auch in oberster Position nutzbar ist. Und in der Triaca-Wundertüte steckt noch mehr – zu entdecken auf dem Caravan-Salon.

Entwicklungs-Gemeinschaft

Am Triaca-Projekt wirkten viele Personen und Institutionen mit. Bei der Finanzierung flossen Gelder der Region Toskana, des Landes und der EU. Gefördert wird die Entwicklung von innovativen, nachhaltigen Produkten, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Studenten der Universitäten Florenz und Siena brachten viele Ideen zur Konzeption und Kommunikation mit ein. Gemeinsam mit Partnerunternehmen wurden neue Techniken und Materialien für den Einsatz im Reisemobilbau weiterentwickelt. Einige haben gute Chancen, in den Serienbau übernommen zu werden.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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