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Selbstausbau auf Mercedes Sprinter

Traum-Wohnmobil mit Ormocar-Wohnkabine

Lesermobil Foto: promobil 8 Bilder

Seit er das Reisen mit dem Wohnmobil für sich entdeckt hat, plante Klaus Koller sein eigenes Traummobil. Beinahe scheiterte jedoch die Verwirklichung, doch er fand einen Weg um sein Projekt zu retten.

27.11.2016 Jürgen Bartosch

Rund 17 Jahre lang waren Klaus Koller und seine Frau in einem Eura Mobil auf Tour. Manche Verbesserungen und Ergänzungen sowie einige Reparaturen führte er in dieser Zeit selbst am Fahrzeug durch. Dabei reifte der Plan, ein Mobil ganz nach eigenen Vorstellungen und möglichst selbst zu bauen. 

Als Basis wählten die Kollers den komfortablen Mercedes Sprinter mit Alko-Tiefrahmen, auf den ein teilintegrierter Aufbau von Leerkabinenspezialist Ormocar gesetzt wurde. Den kompletten Ausbau realisierte Klaus Koller dann eigenhändig. In der gut eingerichteten Hobbywerkstatt entstanden die Möbel mit Fronten aus massivem Ahorn. 

Der Grundriss fiel dabei relativ konventionell aus. Das Fahrerhaus lässt sich in die Sitzgruppe aus L- und Seitenbank integrierten. Danach folgen rechts die Küche und links das kompakte Bad. Im Heck warten schließlich Längseinzelbetten auf müde Reisende.

Beinahe wäre das Projekt aber noch während der Bauphase an der Gewichtsbilanz gescheitert. Die erste Wägung ergab, dass, trotz penibler Kalkulation, die 4,2 Tonnen Gesamtgewicht und vor allem die Hinterachslast für den anvisierten Rollertransport nicht reichten. Nach erstem Frust fand sich die Lösung: die nachrüstbare Zusatzachse des Anbieters Paul. So konnte das Gesamtgewicht auf 6,0 Tonnen erhöht werden. Allerdings waren dafür aufwendige Änderungen an Kabine und Ausbau nötig.

Viel Technik und Detailarbeit findet sich bei den Installationen, die im Doppelboden untergebracht sind. Komfort und Autarkie waren Koller wichtig, besonders leistungsfähig ist die Elektroabteilung ausgeführt. Die hochwertigen Lithium-Batterien (200 Ah) werden von einer 300-Watt-Solaranlage und einer Gas-Brennstoffzelle befüllt. So sind genügend Stromreserven vorhanden, um nicht nur den 130-Liter-Kompressorkühlschrank, sondern auch die 230-Volt-Klimaanlage über einen Wechselrichter während der Fahrt zu betreiben.

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