Weder laut noch hektisch, weder überlaufen noch stickig, stattdessen rundum attraktiv – Sloweniens Hauptstadt Ljubljana ist eine der letzten Überraschungen Europas.
Weder laut noch hektisch, weder überlaufen noch stickig, stattdessen rundum attraktiv – Sloweniens Hauptstadt Ljubljana ist eine der letzten Überraschungen Europas.
Romantiker behaupten, der Name der slowenischen Hauptstadt sei abgeleitet von dem Wort "ljubljena": geliebt werden. Und liebenswert ist Ljubljana in der Tat. Südlich der Kärntner Alpen gelegen, bietet sich hier eine gute Gelegenheit für einen entspannenden Zwischenstopp auf einer Tour an die Adriaküste Kroatiens.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Slowenien eine der sechs Republiken Jugoslawiens. Seit 1991 ist Ljubljana die Hauptstadt des unabhängigen Staates Slowenien, der schließlich am 1. Mai 2004 in die EU aufgenommen wurde. Heute zahlt man auch hier bequem mit dem Euro.
Die 300.000-Einwohner-Stadt ist groß genug, um alles zu bieten, was es in einer Metropole geben muss, und klein genug, um die Individualität ihrer Bürger zu wahren – eine Stadt mit Seele.
Nach einem großen Erdbeben im Jahr 1895 prägte der Architekt Joze Plecnik maßgebend das heutige Bild von Ljubljana. Er gestaltete Brücken, Plätze und Uferpromenaden neu und verlieh der Stadt einen Hauch von Extravaganz. Parallelen zu Prag oder Wien sind erkennbar, nur fehlen hier erfreulicherweise (noch) die Touristenmassen, und es geht weitaus ruhiger und beschaulicher zu.
Der Mittelpunkt der Stadt ist der Presernov-Platz mit seinen zahlreichen Jugendstilhäusern und der nach italienischem Vorbild im 17. Jahrhundert erbauten Franziskanerkirche. Ein wenig an Venedig erinnert fühlt man sich beim Blick auf die Dreibrücken-Anlage. Neben einer alten Steinbrücke baute Plecnik zwei Fußgängerbrücken, die sich wie ein eleganter Fächer über den Fluss spannen und den Besucher förmlich in die Altstadt auf der anderen Seite der Ljubljanica saugen. Dort wird man sofort von der Atmosphäre des Stadtmarktes eingefangen. Rings um die lang gestreckten, von Kolonnaden geschmückten Hallen am Flussufer werden alle erdenklichen einheimischen Spezialitäten angeboten.
Nach Sonnenuntergang versprüht die Stadt einen ganz besonders jugendlichen Charme. Ein quirliges, buntes Volk von Straßenmusikern und jungen Leuten aus verschiedensten Nationen verwandelt die Altstadtstraßen in einen Freiluft-Treff. Kein Wunder, sind in der Universität und den drei Kunstakademien doch knapp 40.000 Studenten eingeschrieben. Unter den Laternen der Schusterbrücke schaut man dann vielleicht einem Maler zu, wie er die Silhouette seiner geliebten Stadt zu Papier bringt. Und spätestens jetzt ist klar, dass die Romantiker recht haben: Ljubljana weckt Liebe auf den ersten Blick.
Hoch über der Altstadt thront Ljubljanski Grad, die Burg von Ljubljana. Den Aufstieg sollte man keinesfalls scheuen, hat man doch vom Aussichtsturm einen fantastischen Blick über das Häusermeer bis hin zu den Julischen Alpen. Außerdem ist sie Schauplatz zahlreicher Kulturveranstaltungen, Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen.
Viele Infos bietet die sehr gute Seite des slowenischen Fremdenverkehrsamtes in Deutsch mit Infos über Slowenien, Karten und detaillierter Beschreibung aller Sehenswürdigkeiten, 3-D-Bildern und vielen Fotos. www.slovenia-tourism.si
Wer es ganz stadtnah mag und nach dem Besuch der Weinstube in der Altstadt bequem mit dem Bus zurück zum Mobil fahren mag, sei das Ljubljana Resort Camp empfohlen. Im grünen Teil der Hauptstadt am Fluss Sava gelegen, erreicht man mit dem Bus die 5 km entfernte Altstadt in 10 Minuten. Haltestelle direkt am Platz. Modernste Sanitäranlagen, ein neuer Schwimmbadkomplex und Sportanlagen garantieren einen komfortablen Aufenthalt.
Standort: Dunajska 270, 1000 Ljubljana-Jezica, GPS 46°05’57”N, 14°31’06”O, Telefon 0386/15683913; Ljubljana Resort Hotel & Camping