Reise-Tipp Schweden

Insel Öland

Die Entdeckung der Langsamkeit: Mit dem Reisemobil auf die südschwedische Insel Öland mit ihren alten Windmühlen, herrlichen Stränden und netten Menschen. Doch Vorsicht vor fliegenden Golfbällen.

Nach der Ankunft der Fähre in Trelleborg steht eine Frage im Raum: Fahren wir entlang der West- oder der Ostküste? Da Hochdruckeinfluss im Osten angesagt ist, fahren wir über Ystadt, Karlskrona und Kalmar zur Insel Öland. Die Anfahrt über die Brücke ist beeindruckend: Hoch über dem Wasser sieht man die sich flach hinstreckende Insel. Im Süden der Insel fahren wir an aufgeschütteten Steinmauern vorbei, die die Felder vor dem permanenten Wind schützen. Im Norden der Insel gibt es zahlreiche Campingplätze, die vor allem von Dauercampern genutzt werden. Kein Wunder: Es heißt ja, dass jeder zweite Schwede ein Boot oder ein Ferienhaus hat – und das kann auch ein Wohnwagen mit Vorzelt sein.

Wir fahren bis zur Nordspitze und finden einen bilderbuchschönen Campingplatz, auf dem wir nach Belieben einen Platz aussuchen können. Direkt davor breitet sich die flache Dünenlandschaft mit einem wunderschönen Strand aus: kilometerlang nur weißer Strand. Angesichts des geringen Autoverkehrs macht es Spaß, die Umgebung mit den Rädern zu entdecken.

Welche Überraschung: Mitten im Wald wird vor fliegenden Golfbällen gewarnt. Leicht zu erklären, ist doch Golf Volkssport Nummer eins. Wenn man sich Zeit lässt und die schwedische Gemütlichkeit verinnerlicht, findet man viele interessante Ecken. Zahlreiche alte Windmühlen stehen an der Straße von Löttrop über Langlöt nach Möckleby. Und angesichts der freundlichen Art der Schweden steht fest: Wir kommen wieder.

Text und Fotos: Günter Harter, Endingen am Kaiserstuhl

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