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Wohnmobil-Tour Mur / Österreich

Durchs Weinland der Steiermark

Mobil-Tour entlang der Mur Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer 16 Bilder

Auf ihrem Weg vom Hochgebirge ins steirische Weinland bringt die Mur die schönsten Ecken der Alpenrepublik unter einen Hut. Die urbanen Glanzlichter auf der „Tour de Mur“ setzt die Landeshauptstadt Graz.

10.08.2018

Die Donau kennt jeder Österreich-Besucher, aber was ist mit der Mur? Die präsentiert sich viel abwechslungsreicher als ihre große Schwester und nimmt uns von der Quelle bis zur Mündung in die Drau mit durch spannende Landschaften, vorbei an beschaulichen Dörfern und kulturellen Glanzpunkten.

Kilometer 0: Mur-Ursprung

Startschuss und Enzian: Unter einem haushohen Felsen sprudelt eine Quelle hervor, hält kurz inne und stürzt über blumenstrotzende Almwiesen talwärts – „Mur-Ursprung“ heißt dieses Naturschauspiel auf 1900 Meter Seehöhe. Das Reisemobil parkt derweil am Arsenhaus, zur Sticklerhütte verkehrt der Tälerbus, nur eine Stunde Gehzeit durch ein eiszeitliches Trogtal, dann liegt einem die Quelle zu Füßen. Arnika, Glockenblumen und Enzian rahmen sie ein. Von hoch oben ertönen Murmeltier-Pfiffe. 444,44 Kilometer wird die Mur zurücklegen, steht auf einer Tafel zu lesen.

Kilometer 46: Tamsweg

Mobil-Tour entlang der Mur Foto: Ferienregion Lungau
Samsontreffen am Hauptplatz von Tamsweg.

Wo der Samson marschiert: Die Wiege der Mur, der Salzburger Lungau, ist auch eine Hochburg des alpinen Brauchtums. Im Bezirkshauptort Tamsweg geben sich an diesem Tag die Samson-Riesen ein Stelldichein. Zum „Tschingderassabum“ der örtlichen Blasmusik stolzieren sie über den Marktplatz. Ein ohrenbetäubendes Krachen, dann verweht der Rauch der Schützensalven. Feierabend für die starken Burschen, die im Inneren der gut sechs Meter hohen Umzugsriesen das Gewicht gekonnt ausbalancieren. Nun dürfen auch sie sich mit Selchwürsteln und Bauernkrapfen stärken.

Kilometer 84: Murau

Holzarchitektur und Biermuseen: An der Grenze zur Steiermark verlässt Österreichs zweitlängster Fluss seine ungestüme Kinderstube. Die Hügelketten treten zurück, von den Uferwiesen bis zu den bewaldeten Kuppen leuchtet es in sattem Grün. Ein Bilderbuchstädtchen reiht sich ans nächste. In Judenburg schweift der Blick von Österreichs höchstem Stadtturm übers Land. Murau hat sich in Sachen innovative Holzarchitektur einen Namen gemacht. Die eleganten Holzstege, die den Fluss überspannen, vertragen sich mit der mittelalterlichen Stadtmauer vorzüglich. Von einem Felsen grüßt die Skulptur der keltischen Flussgöttin Murna – Blitze symbolisieren ihre wilde, Hopfen ihre fruchtbare Natur. Apropos: Süffige Biere werden entlang der gesamten Mur gebraut. Die Murauer Brauerei und das Gösseum in Leoben laden zu erlebnisreichen Verkostungen von Märzen, Preiselbeer-Radler, Pale Ale und Stout. Und im Hinterland lockt Stift Seckau zu einem „Best of“ sakraler Kunst von der Romanik bis zur Moderne.

Kilometer 149: Spielberg

Gib Gas, ich will Spaß! Festgeschnallt, Hände aufs Lenkrad und den Anweisungen gelauscht: „Die Kupplung gaaanz langsam kommen lassen“, ertönt es über Funk. Dann rollt der Bolide los am Red Bull Ring, wo auch schon Sebastian Vettel seine Runden drehte. Seit der Steirer Didi Mateschitz 2012 die bröckelnde Rennstrecke bei Spielberg mit Millionen-Spritzen seines Red-Bull-Imperiums wach küsste, hat die Formel 1 wieder ein gediegenes Zuhause in Österreich. Inmitten der 4,3 Kilometer langen Strecke grüßt ein 15 Meter hoher Stier aus Cortenstahldie Speed-Fans. Wem KTM X-Bow oder Formel-4-Bolide (5 Runden/430 Euro) zu heiß sind, bekommt auf der Ring-Tour Insider-Blicke in Race Control, VIP-Lounges und Medienzentrum.

Kilometer 251: Graz

Mobil-Tour entlang der Mur Foto: Stefan Spath
Schloss Eggenberg: Barockjuwel am Grazer Stadtrand.

Hip, urban und jung – die Mur-Metropole Graz: 30.000 Studenten, eine quirlige Kunstszene und steirisches Savoir-vivre bestimmen den Pulsschlag der 280.000 Einwohner zählenden Stadt. Ein Besuch auf Barockschloss Eggenberg und ein Bummel rund um den Hauptplatz mit seinen Arkadenhöfen, Stuckfassaden und verwinkelten Gassen beschwören die romantischen Seiten der steirischen Landeshauptstadt herauf. Praktisch unverändert ist das Landeszeughaus aus der Zeit der Türkenkriege in der Gegenwart angekommen, wo Harnische, Helme, Piken und Schwerter in tausendfacher Ausfertigung griffbereit liegen.

Picknick am Schlossberg: Vom Kaiser Josef-Markt kommen die Zutaten für ein Picknick am Schlossberg. Kürbiskern-Aufstrich, Schafskäse, dazu knusprige Weckerl und Erdbeeren. Schon geht es über die 260 Stufen hinauf zur Grazer Aussichtsloge mit dem berühmten Uhrturm. Die Nachmittagssonne lässt die Ziegeldächer erglühen. Mittendrin haftet das Auge an der blauen Blase des Kunsthauses. Der „Friendly Alien“ bürstet ebenso wie die stählerne Murinsel die altehrwürdige Skyline ordentlich gegen den Strich und beweist, dass Graz auch Design kann.

Kilometer 308: Auf die Weinstraße

Von Buschenschank zu Buschenschank: Durch Kürbis- und Maisfelder rollt das Mobil nach Süden, ein kurzer Schlenker nach Westen, und schon ist man mitten im Schlaraffenland. Von Spielfeld windet sich die „Südsteirische Weinstraße“ nach Leutschach. Die schroffen Berge haben sanften Kuppen Platz gemacht, statt Enzian leuchten Trauben. Rebstöcke flechten Zöpfe über das Hügelmeer. Alle paar Hundert Meter lädt ein Buschenschank zur Einkehr. Eine zünftige Brettljause oder ein Käferbohnensalat, dazu ein Glas vom Sauvignon blanc oder Welschriesling – längst liegt ein Hauch des Südens in der Luft!

Kilometer 348: Bad Radkersburg

Zum Finale Naturkino und Erholung: Mit bezauberndem Naturkino in den Auwäldern zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg verabschiedet sich die Mur aus Österreich. Von der Schiffsmühle in Mureck blickt man über den schon etwas träge fließenden Strom hinüber nach Slowenien. Für alle, denen selbst die Müdigkeit in den Knochen steckt: In den Pools der Parktherme Bad Radkersburg löst sich alle Anstrengung in nichts auf. Die Mur selbst hat dagegen noch gut 100 Kilometer vor sich, bevor sie im kroatisch-ungarischen Grenzgebiet in die Drau mündet.

Mit dem Wohnmobil zum DachsteinHimmel und Erde

Der besondere Tipp: Das Rahmkoch

Mobil-Tour entlang der Mur Foto: Ferienregion Lungau
Der „Lungauer Marzipan“ bleibt tagelang frisch.

Wer sich die Erinnerung an die Alm frisch halten möchte, sollte sich im Café Hochleitner mit einer Spezialität eindecken: dem Rahmkoch, einer üppigen Süßspeise aus Mehl, gezuckertem Rahm und Butter, verfeinert mit Rosinen und Gewürzen wie Anis. „Früher war das ein typisches Almheimkehrgericht. Wir machen das Rahmkoch das ganze Jahr über, nach dem Rezept einer erfahrenen Sennerin“, erzählt Seniorchef Josef Hochleitner.
Standort: Café Hochleitner, Kirchengasse 4–6, Tamsweg, Tel. 00 43/64 74 22 40, www.hochleitner.at

Steiermark: Alle wichtigen Infos

Die Anreise zur „Tour de Mur“ erfolgt am besten auf der A 10 (Tauernautobahn). Die Route folgt Bundesstraßen, Schnellstraßen (S36/S35/S6) und der A 9 (Pyhrn-Autobahn).

  • Ferienregion Salzburger Lungau, Rotkreuzgasse 100, A-5582 St. Michael im Lungau, Telefon 00 43/64 77 89 88, www.lungau.at
  • Urlaubsregion Murtal, Burggasse 69, A-8750 Judenburg, Telefon 0043/3 57 24 42 49, www.murtal.at
  • Red Bull Ring, A-8724 Spielberg, Telefon 00 43/3 57 72 02, www.projekt-spielberg.at; das Welcome-Center ist tgl. von 8–18 Uhr geöffnet.
  • Tourismus Region Graz, Herrengasse 16, A-8010 Graz, Telefon 00 43/31 68 07 50, www.graztourismus.at/de
  • Tourismusregionalverband Süd- & Weststeiermark, Hauptplatz 36, A-8530 Deutschlandsberg, Telefon 00 43/3 46 24 31 52, www.sued-west-steiermark.at

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Heft 8 / 2018 4. Juli 2018 162 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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