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Reise zur Costa Cálida in Süd-Spanien

Gemütliche Städte wie aus dem Bilderbuch

Costa Cálida Küste Águilas Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker 30 Bilder

Die spanische Provinz Murcia zählt zu den wärmsten Gegenden der Iberischen Halbinsel – daher ist ihre Küste speziell in der Nebensaison ein beliebtes Ziel mit dem Reisemobil. Aber auch das vielseitige Landesinnere ist einen Besuch wert.

Hoch über dem kleinen Stellplatz am Kap von La Manga blinkt ein schlanker, markanter Leuchtturm. Der rund 50 Meter hohe Faro de Cabo sendet alle zehn Sekunden zwei weiße Blitze über das Wasser, die 180 Seemeilen weit sichtbar sind und Schiffe vor den Untiefen und Inselchen der Costa Cálida (heiße Küste) warnen. Im Reisemobil fühlt man sich nachts sicher und geborgen zu Füßen des unermüdlichen Wächters, dazu rauschen leise die Wellen des Mittelmeers.

Costa Cálida Stellplatz Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker
Stellplatz Area El Faro am Fuße des Leuchtturms.

Der gebührenfreie Stellplatz Area El Faro ist lediglich ein Parkplatz ohne großartige Infrastruktur, dafür gibt es außerhalb der Hauptsaison meist ein freies Plätzchen, zudem einen kleinen Kiosk und eine absolut grandiose Lage. Hoch zum Leuchtturm und runter zu einem kleinen Strand sind es nur wenige Meter, und das knapp zwei Kilometer entfernte Zentrum des beschaulichen Hafenorts Cabo de Palos ist ebenfalls problemlos zu Fuß erreichbar – hier gibt es einen verschlafenen Fischerei- und Yachthafen sowie eine kleine Promenade mit Bars und Restaurants aller Preisklassen. Eine gemütliche spanische Urlaubsstadt wie aus dem Bilderbuch.

Künstliche Erholungswelt La Manga

Wenn man vom Stellplatz aus Richtung Norden schaut, erkennt man den wirklichen Höhepunkt der Gegend. Wie eine Fata Morgana glitzert dort die Skyline von La Manga, zu Deutsch „der Ärmel“. Das ist eine rund 20 Kilometer lange, oft handtuchschmale, sandige Landzunge, die sich zwischen offenem Meer und dem Mar Menor erstreckt, einem von Spaniens größten Binnengewässern. Darauf erhebt sich ein Häusergewirr à la Miami Beach, Hotel steht hier neben Apartmentblock neben Hotel, nachts kann das Ganze äußerst verführerisch leuchten.

Nun ist die Architektur der ellenlangen Retortenstadt mit ihren XL-Stränden sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Die Infrastruktur freilich ist tadellos, es gibt Restaurants, Bars, Shops, Banken und Supermärkte ohne Ende, auch wenn es in der Nebensaison ruhig, oft fast schon beängstigend still wird in den Häuserschluchten. Einen weiteren Vorteil aber hat der eigenwillige Ferienkomplex rund ums Jahr. Ist es am Beach auf der offenen Meerseite zu windig (was hier öfter passiert), geht man nur ein paar Schritte hinüber zum windgeschützten Strand am Mar Menor, dessen jodhaltiges, gesundes Wasser wegen der geringen Tiefe auch deutlich wärmer ist.

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Im großen Binnensee gibt es einige Inselchen, die meist in Privatbesitz sind, etwa die „Isla de Báron“, die angeblich einer Adeligen gehört und nicht betreten werden darf. Dafür kann man ab dem kleinen Hafen Tomás Maestre fünfmal täglich per Fähre hinüber zur anderen Seite fahren, wo einige unaufgeregte Ferienorte wie Los Alcácares liegen – wer hier länger verweilen will, findet auch einen Stellplatz mit guter Ausstattung nebst Sonnendächern.

Cartagenas Geschichte

Costa Cálida Amphitheater Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker
Historisch: Überall in der alten Hafenstadt Cartagena stößt man auf Spuren der Karthager und Römer, das alte Amphitheater gilt als eines der bedeutendsten seiner Epoche.

Ein völlig anderes Bild bietet sich, wenn man die Costa Cálida weiter in Richtung Süden fährt. Erster Stopp in Cartagena: Die Hafenstadt mit mehr als 200.000 Einwohnern strotzt nur so vor Relikten ihrer wechselvollen Geschichte. Das aussichtsreiche Castillo de la Concepción hoch über der Stadt, das Jugendstil-Rathaus, die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, das uralte Teatro Romano mit zugehörigem Museum, all das verdient eine ausgiebige Besichtigung. Später sitzt man dann schön an der langen Hafenpromenade und schaut auf Kreuzfahrtschiffe und die am Kai dümpelnden Yachten.

Weiter geht es südwärts auf der N 332, die Küste wird felsig und rau, Planen riesiger Obst- und Gemüseplantagen verschandeln stellenweise das Bild. Stopp in Puerto de Mazarrón mit seinem schönen Yachthafen und kleinen Strandbuchten ringsum, dann weiter nach Águilas, südlichster Ort der Costa Cálida an der Grenze zu Andalusien mit weiten Sandstränden und einem futuristischen Konzerthaus.

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Costa Cálida Kathedrale Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker
Die mächtige Kathedrale der Provinzhauptstadt Murcia – allein der Bau des Turms hat rund 200 Jahre gedauert.

Wer nun genug hat von Strand und Meer, der steuert landeinwärts zu einem weiteren Highlight dieser Region. Die Provinzhauptstadt Murcia, um 825 von Mauren gegründet und heute fast eine halbe Million Einwohner groß, lockt mit einer bildschönen Altstadt. Die mächtige Kathedrale mit barocker Fassade und einem knapp 100 Meter hohen Turm, das opulente Rathaus mit seinen Blumenrabatten am Rio Segura, die Fußgängerzonen, Shops und Tapas-Bars ohne Ende – Murcia steckt voller Sehenswertem und hat sich doch eine heitere Gelassenheit bewahrt.

Weiter geht es in Richtung Norden, die Landschaft wird immer karger, wüstenähnlich. Die Straße führt durch Kalksteinbecken, hier und da dürres Buschwerk, ausgetrocknete Flussbetten. Dann der kleine Thermal-Badeort Los Baños de Fortuna, mehr als 50 Grad heiße Mineralquellen sprudeln hier aus der Erde. Im öffentlichen Balneario Leana ziehen die Besucher im großen Thermalpool ihre Runden unter der Wüstensonne, das soll gut sein gegen Stress, Rheuma und andere Zipperlein. Zwei Campingplätze gibt es hier auch – Orte, an denen der Reisende gerne verweilt und wo man zur Ruhe kommt.

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Die besonderen Tipps

Die gute Stube von Murcia

Costa Cálida Speisesaal Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker
Ein feiner Speisesaal wie aus vergangenen Tagen mit Säulen und großen Kronleuchtern: der Salón de Té.


Die schöne Fassade von Haus Nummer 18 in der schmalen, autofreien Calle Trapería im Zentrum von Murcia lässt schon ahnen, dass sich hinter dem schweren Portal etwas Besonderes verbirgt. Der Schriftzug „Real Casino de Murcia“ deutet nicht etwa auf eine Spielhalle, sondern auf einen gediegenen Treffpunkt hin, gedacht für in der Regel ältere und eher wohlhabende Einwohner der Stadt. Gegen eine Jahresgebühr treffen sich die Mitglieder hier zum Studieren der aktuellen Zeitungen im plüschigen Lesesaal, zum gediegenen Speisen oder zu Veranstaltungen. Etliche der Räume des Gebäudes mit üppigen Kuppeln, Deckenmalereien, neobarocken und maurischen Elementen sind für die Öffentlichkeit zugänglich, etwa die zentrale Galerie, der opulente Tanzsaal oder die Bibliothek. Absolut lohnend! Mehr unter www.realcasinomurcia.com

Kultur ohne Ende

Costa Cálida Vasen Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker
Fein drapiert – historische Relikte im Castillo de la Concepción.


Cartagena bietet Kulturfreunden eine tolle Möglichkeit, das reiche Angebot an historischen Sehenswürdigkeiten zu genießen. Unter dem Motto „Cartagena – Puerto de Culturas“ sind die wichtigsten Museen zusammengefasst, zwischen denen ein Bus pendelt. Es werden verschiedene Sammeltickets angeboten, am umfangreichsten ist der Wochenend-Pass (derzeit 22 Euro), der Zugang zu allen Einrichtungen ermöglicht. Eingeschlossen ist sogar das Tourist Boat, das eine einstündige Hafenrundfahrt macht. www.carta genapuertodeculturas.com

Die Region im Überblick

Die Orte an der Costa Cálida sind von höchst unterschiedlichem Charakter, in der Nebensaison aber allesamt eher ruhig. Das Hinterland verwöhnt mit Kontrasten, vom quirligen Murcia bis hin zur Stille der Wüste um Fortuna.

Costa Cálida Águilas Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker
Die Bucht von Águilas

1 Águilas Dieses gemütliche Städtchen mit rund 35.000 Einwohnern im Süden der Costa Cálida wird überragt vom Castillo de San Juan de las Águilas, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Heute finden sich hier ein Museum und im Sommer eine Bar, per Fahrstuhl kommt man bequem hoch. Schöne sichelförmige Bucht! www.murciaturistica.es/de/aguilas/

2 Puerto de Mazarrón Der kleine Hafenort der gleichnamigen, rund fünf Kilometer im Landesinneren gelegenen Stadt bietet eine ansehnliche, von Palmen beschattete Promenade mit guten Cafés und Restaurants sowie einen netten Yachthafen. Direkt am Ort gibt es zudem ein paar schöne Strände. www.murciaturistica.es/de/mazarron/

Costa Cálida La Manga Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker
La Mangas kleiner Hafen.

3 La Manga Die rund 20 Kilometer lange, schmale Landzunge beginnt beim Ort Cabo de Palos, der einen kleinen Hafen, eine schöne Promenade mit Restaurants und den Leuchtturm hat. Die Landzunge selbst ist mit Hochhaus-Hotels und Apartmentblocks zugebaut, hat aber viele lohnenswerte Strände. www.murciaturistica.es/de/la_manga/

4 Cartagena Ein großer Hafen, der auch Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe ist, dazu ein interessantes Zentrum – die 215.000-Einwohner-Stadt lohnt einen ausgiebigen Besuch. Schon anno 227 v.Chr. von den Karthagern gegründet, bietet die Altstadt jede Menge Museen, Ausstellungen und historische Relikte. www.murciaturistica.es/de/cartagena/

5 Murcia Mit gut 440.000 Einwohnern ist Murcia Hauptstadt sowie wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der gleichnamigen Provinz. Rund 50 Kilometer im Landesinneren gelegen, bietet die kleine Kapitale eine wunderschöne Altstadt mit großer Kathedrale, opulentem Rathaus, Plätzen und Palästen. http://turismodemurcia.es/de

Costa Cálida Los Banos de Fortuna Foto: Silke Tokarski, Thomas Zwicker
Mitten in der Wüste liegt das Thermalbad Leana Balneario Mineromedicinal.

6 Los Baños de Fortuna Dieser kleine Ort mit dem großartigen Thermalbad Leana Balneario Mineromedicinal liegt in der Wüste von Murcia. In herrlich temperiertem Heilwasser schwimmt man hier im großen Pool, während der Blick weit über die karge Landschaft geht. Etliche Dauercamper auf den beiden Plätzen. www.murciaturistica.es/de/fortuna/

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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