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Wohnmobil-Tour Hochsteiermark

Natur, Kunst und Geschichte zuhauf

Hochsteiermark Foto: Stefan Spath 11 Bilder

Zwischen Semmering und Gesäusebergen im Herzen Österreichs erstreckt sich die Hochsteiermark. Es locken Outdoor-Aktivitäten, die Fahrt über den Erzberg und die weltgrößte Klosterbibliothek.

Die schönste Zeit im Jahr in der Hochsteiermarkt verbringen, ist auf jeden Fall eine gute Idee. Die fünf größten Highlights der Region haben wir hier für Ihre nächste Wohnmobil-Tour zusammengefasst – plus die schönsten Stellplätze in der österreichischen Region.

1. Geschichte und sakrale Bauten

Obwohl zu Österreichs einsameren Ecken gehörend, verblüffen Hochsteiermark und Gesäuse ihre Besucher mit sakralen Kunstschätzen von Weltruf. Mit ihrer dreitürmigen Fassade fängt die gotisch-barocke Wallfahrtskirche von Mariazell den Blick von weitem. Katholiken von nah und fern – über eine Million im Jahr – huldigen der Mariazeller Gottesmutter. Gold, Silber und Edelsteine blitzen aus den Vitrinen im Schatzhaus der Basilika.

Hochsteiermark Foto: Stefan Spath
Die 1776 fertiggestellte barocke Klosterbibliothek von Admont im Gesäuse gilt als eine der schönsten der Welt. Licht durchflutet den Saal, die Decke ist mit barocken Fresken ausgestattet.

Generationen von Pilgern statteten mit Votivgemälden Dank für Hilfe in höchster Not ab. Weihrauch hängt in der Luft, die Aura ist mystisch. Über Neuberg an der Mürz thront der „Dom im Dorf“, eine mit Gold und Marmor opulent ausgestattete Zisterzienser-Kirche, die heute viele Nummern zu groß für die kleine Gemeinde ist. Und in Admont lässt die größte Klosterbibliothek der Welt staunen. 72 Meter lang und 13 Meter hoch ist der barocke Büchertempel. Weiß-golden leuchten die Bücherschränke, in den Gewölbekuppeln wogt ein Meer von Fresken.

2. Wandern – gemütlich oder knackig

Hochsteiermark Foto: Stefan Spath
Die Basilika Mariazell ist das spirituelle Zentrum der Hochsteiermark und ganz Österreichs.

Es schwingen sich die Alpen in der Hochsteiermark noch einmal über die 2.000-Meter-Marke auf und bieten Wandertouren für jeden Geschmack. Aussichtsreich, aber nicht allzu schwer – dafür steht die Raxalpe. Von der Passhöhe Preiner Gscheid erschließt der Schlangenweg das Hochplateau. Alpenblumen tupfen die Bergwiesen in Rot, Gelb und Blau. Am höchsten Punkt, der Heukuppe, reicht die Fernsicht vom Dachstein bis zum Neusiedler See. Genießer kommen im Karl-Ludwig-Haus, Österreichs erster biozertifizierter Schutzhütte, auf ihre Kosten. Schweinsbraten und Kaiserschmarren lassen den Gaumen jubeln, und Hüttenwirt Gerold Hubmer verwöhnt seine Gäste auch mal mit einem Gams-Curry auf Basmati-Reis.

Für knackigere Bergtouren ist der Nationalpark Gesäuse 100 Kilometer westlich die richtige Adresse. Als Ende des 19. Jahrhunderts Kletterpioniere die Steilwände von Hochtor und Co. mit Hanfseilen und genagelten Schuhen attackierten, sprach man vom Gesäuse ehrfurchtsvoll als „Universität des Bergsteigens“. Am Bergsteigerfriedhof in Johnsbach erinnern Dutzende Grabsteine an jene Alpinisten, die ihre große Leidenschaft mit dem Leben bezahlten.

Ein besonderer Tipp: Ein Besuch in Mariazell ohne Souvenir? Undenkbar! Ein Evergreen unter den Mitbringseln ist der Mariazeller Magenlikör. 33 Kräuter fließen in den Wundersaft ein, wie man in der Likörmanufaktur Arzberger erfährt. Eine Wohltat, wenn man bei der Wuchtlwirtin am nahen Hubertussee eine Portion Buchteln zu viel geschlemmt hat.

Hochsteiermark Foto: Stefan Spath
Hier im Hochsteiermark fließt einer der letzten naturbelassenen Wildflüsse der Ostalpen.

3. Die Wasserschätze der Steiermark

Es stürzt von den Bergen und aus Wäldern, es sprudelt allerorts: Kein anderes Element prägt die Hochsteiermark so stark wie das Wasser. Südlich von Mariazell lädt die Salza zum Tanz auf den Wellen. In den Neoprenanzug geschlüpft, Helm auf, Sicherheitsinstruktion – und los geht’s auf einem der letzten naturbelassenen Wildflüsse der Ostalpen.

Auch auf der Enns, die die Salza aufnimmt, gibt es geführte Rafting-Touren. Viele Veranstalter bieten auch gleich Quartier auf malerischen Campingplätzen am Fluss.

Für Erholung und Auszeit an heißen Sommertagen steht der Erlaufsee bei Mariazell. Sein hellblaues Wasser kontrastiert mit dem Dunkelgrün der Wälder ringsum, auf einer Lichtung versteckt sich ein idyllischer Campingplatz.

Dass von den steirischen Wasserschätzen auch die Wiener profitieren, erfährt man im Museum „HochQuellenWasser“ im einsamen Wildalpen. Hier nimmt die II. Wiener Hochquellenleitung ihren Ausgang, die Österreichs Hauptstadt seit 1910 mit köstlichem reinem Gebirgswasser versorgt.

4. „Glück auf!“ – das Bergbau-Gegenwart-Schauspiel

Hochsteiermark Foto: Stefan Spath
So sieht der „steirische Brotlaib“ – der Erzberg – von etwas weiter oben aus. Mit Sprengungen arbeiten sich die Kumpel immer weiter vor. Die Eisenerzer Alpen im Hintergrund sind beliebt bei Wanderern.

Mit „Glück auf!“ werden die Besucher am Erzberg empfangen. Der traditionelle Bergmannsgruß ist der Auftakt zu einer spektakulären Tour über den größten Eisenerz-Tagbau Mitteleuropas. Gut 900 PS bewegen den Monster-Lkw „Hauly“, der als Vehikel für die Offroad-Tour adaptiert worden ist und 62 Besuchern Platz bietet. Über haushohe Terrassen arbeitet sich der Truck empor. Dem Auge präsentiert sich eine gigantische Stufenpyramide in Rot-, Braun- und Ockertönen.

Seit Jahrhunderten liefert der Erzberg den Rohstoff für Österreichs Schwerindustrie. Diese Tradition rufen zwar auch Schaustollen und Museen in Erinnerung, etwa im Städtchen Eisenerz am Fuß des 1465 Meter hohen Berges. Doch erlebnisreicher als mit dem „größten Taxi der Welt“ gestaltet sich die Erkundung nirgendwo. Am Donnerstag kann man auf der Hauly-Tour sogar eine Sprengung mitverfolgen. „Drei, zwei, eins, brenna tuat’s!“: Dem Countdown folgt ein dumpfer Knall, der Boden erzittert, dann geraten riesige Gesteinsmassen ins Rutschen und verschwinden hinter einer Staubwolke.

5. Der märchenhafte Grüne-See

Hochsteiermark Foto: Stefan Spath
Wenn die unterirdischen Speicher voll sind, tritt der See über die Ufer, überflutet Wiesen, Wege und Bänke.

Eine der schönsten Sackgassen der Steiermark bildet der Grüne See bei Tragöss am Südfuß des Hochschwab-Massivs. Im Frühjahr sickert Schmelzwasser durch den löchrigen Karst. Wenn die unterirdischen Speicher voll sind, tritt der See über die Ufer, überflutet Wiesen, Wege, Bänke und die Wurzeln der knorrigen Nadelbäume ringsum.

Fünf Grad beträgt die Wassertemperatur – zum Baden viel zu kalt! Doch auf einem Spaziergang lassen sich die Details dieses „alpinen Mini-Atlantis“ gut ausmachen. Wie flüssiges Grün schillert der See in seinem Bett. Im Mai und Juni ist das Naturschauspiel am bezauberndsten. Dann geht die Sturm-und-Drang-Phase allmählich zu Ende, der See ruht – bis zur nächsten Schneeschmelze.

Tipps für die Region Hochsteiermark

Hochsteiermark Foto: Stefan Spath
Gut gelegen: der Stellplatz beim Vitalbad in Eisenerz.

Anreise: Von München über Salzburg und die A 1 bzw. von Passau via A 8 zum Knoten Voralpenkreuz, dann nach Süden (A 9). Abfahrten Ardning, Trieben, Traboch oder St. Michael. Die Täler der Hochsteiermark erschließt von Süden aus auch die Semmering-Schnellstraße (S 6).

Sehenswertes/Info:
Rax-Wanderungen: www.karlludwighaus.at
Naturpark Mürzer Oberland mit Neuberg/ „Dom im Dorf“: www.muerzeroberland.at
Wallfahrtskirche Mariazell: www.basilika-mariazell.at
Museum „HochQuellenWasser“ in Wildalpen: geöffnet Mai–Okt., www.wildalpen.gv.at
Klettern und Wandern im Nationalpark Gesäuse: www.nationalpark.co.at
Klosterbibliothek und Sammlungen Admont: www.stiftadmont.at

Auskunft: Tourismusregionalverband Hochsteiermark, Wiener Straße 46, A-8600 Bruck an der Mur, Telefon 00 43/3 86 25 50 20,
E-Mail tourismus@hochsteiermark.at, www.hochsteiermark.at. Tourismusverband Gesäuse: www.gesaeuse.at

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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