Reise-Tipp Toskana Die schönsten Orte in der Toskana

Von stillen Piazzi am Abend, einer ganzen Metropole voller Kunst, von einem Manhattan mitten in Italien und Bäumen auf breiten Mauern - und von mittelalterlichen Städten, in denen man sich gern verläuft.

Lucca: Hier kann man lange zählen: 99 Kirchen und Kapellen gibt es in Lucca - und bestimmt mindestens genauso viele Cafés und Restaurants. Den besten Überblick hat man von der Stadtmauer, auf der man rund um Lucca spazieren kann. Das gelingt auch nicht schwindelfreien Besuchern: Die Mauer ist so breit, dass Bäume auf ihr wachsen.

Florenz: Vielleicht ist das ja die bedeutendste Kunstmetropole der Welt: Wer will, kann Tage - und Wochen! - in den Museen, Palästen und Kirchen verbringen. Für die berühmtesten organisiert man sich die Eintrittskarten am besten schon online zu Hause, damit vermeidet man langes Anstehen. Man hat ja besseres zu tun in Florenz, oder?

San Gimignano: Meistens haben Städte ja ganz schlimme Beinamen - zu San Gimignano aber passt „Das Manhattan der Toskana" ziemlich gut. Die vielen Türme waren einst Statussymbole der mächtigen Patrizierfamilien. Und weil die sich untereinander gar nicht mochten, wurden viele Türme zu kleinen Privatfestungen ausgebaut.

Volterra: Schon die Anfahrt ist spektakulär: Volterra thront wie eine gewaltige Herrscherfeste über einer toskanischen Bilderbuchlandschaft. Und es gehört zu jenen Städten, in denen man sich gerne mit Absicht verläuft - weil man weiß, dass in jeder uralten Gasse und um jede mittelalterliche Ecke neue Fotomotive auf einen warten.

Monteriggioni: Vielleicht der schönste Ort der Toskana. Jedes Haus und jede Kirche schmiegt sich hinter die alte, turmbewehrte Stadtmauer, und wenn man Monteriggioni durch eines seiner mittelalterlichen Tore betreten hat, mag man nicht mehr weg. Der Ort ist übrigens Kulisse im populären Computerspiel „Assassin’s Creed“.

Siena: Abends entfaltet Siena seinen ganzen Charme: Dann haben die Menschen Zeit für einen Plausch, einen Espresso oder ein Glas Wein, und selbst auf der Piazza del Campo wird es so still, dass man die Flügelschläge der Tauben von den Mauern schallen hört. Dieser Platz allein ist übrigens die Reise in die Toskana wert. Bestimmt!

Der Stolz von Siena

Egal, wann man nach Siena kommt: Es wird immer vom Palio die Rede sein. Entweder vom letzten und wer den gewonnen hat und wer ihn eigentlich hätte gewinnen sollen oder müssen. Oder eben vom kommenden Palio, schließlich gibt es das berühmte Rennen auf der Piazza del Campo jeden Sommer zweimal - am 2. Juli und am 16. August. Und das schon seit dem Mittelalter.

Der Palio ist ein Pferderennen zwischen zehn von Sienas 17 Stadtteilen, den Contraden. Die teilnehmenden Viertel werden dabei ebenso ausgelost wie die Pferde, auf denen die Reiter antreten dürfen - wobei natürlich jedes Viertel versucht, den besten Reiter für sich zu gewinnen.

Das Rennen - dreimal um den Platz - dauert dann in der Regel meistens nur etwa 100 Sekunden. Das siegreiche Viertel feiert nach dem Sieg meist mehrere Wochen lang. Stolz ist man noch länger: bis zum nächsten Palio. Mindestens.

promobil-Tipp für die Toskana: Die Kunst des guten Weins

Üppiger Brunello, feiner Vino nobile und voller Chianti Classico - die Winzer der Toskana verstehen sich nicht nur auf edle Weine, sondern auch auf die gebührende Inszenierung ihrer Produkte. Installationen bereichern hochtechnische Gärkeller, Maler gestalten die Weinetiketten zu Kunstwerken. Neben den schönen Gemäuern entstehen Bauten mit aufsehenerregender Architektur wie das Castello di Ama von Winzer Marco Pallanti oder die Kellerei Petra in Suvereto. So ist eine der besten Anbauregionen der Welt zum Pilgerziel für Architektur- und Weinliebhaber gleichermaßen geworden. Und natürlich wollen alle probieren. Aber gern! Schnuppern, schwenken, kosten - alla salute!

Übersicht: Mit dem Wohnmobil in die Toskana