Reise-Tipp: Lombardei Stille Tage am Idrosee

Ein Geheimtipp, nicht nur wegen des milden Klimas

Reise-Tipp: Lombardei

Eiszeitgletscher haben dem See ein tiefes Bett gegraben. Doch seit dieser Frostperiode vor vielen tausend Jahren hat sich einiges gewandelt.

Die Wassertemperaturen sind mehr als komfortabel. Im Sommer erreicht der See bis zu 25 Grad – viel wärmer wird es nicht mal in der Karibik. Ein Sprung ins Wasser ist also Pflicht, am besten am breiten, sonnigen Strand von Anfo an der Westküste. Nichts wie rein ins herrlich klare Badewasser, ein paar Züge in Richtung Seemitte kraulen, dann auf den Rücken drehen, in die Sonne blinzeln und sich treiben lassen. Bedrohlich heranwummernde Fähren, Ausflugsdampfer oder Motorbootflitzer gibt es nicht. Alles, was mehr als 10 PS hat, ist auf dem Idrosee verboten. Nur Ruderboote verkehren. Eine beschauliche Art der Fortbewegung, die viel besser zum leicht verschlafenen Charme des Sees und seines Hauptortes Idro passt, der trotz romantisch enger Gassen, Uralt-Natursteinhäusern und kopfsteingepflastertem Italien-Charme noch nicht vom Massentourismus entdeckt worden ist.

Zum Glück. Es herrscht auch so schon genug Bewegung am See – in den Mittagsstunden allerdings nur, wenn pünktlich die Ora einsetzt, der auflandige Wind, der im Frühjahr und Herbst regelmäßig zwischen drei und sechs Windstärken erreicht und Surfer und Kite-Surfer wie bunte Papierfetzen über das Wasser treibt.

Farbige Punkte schmücken auch die Felswand Corna di Fenere, die am Ostufer bei Vesta dramatisch aus dem Wasser ragt: Hier hangeln sich Kletterer hinauf, die die rund 30 verschiedenen Routen schätzen. Oder doch die schöne Aussicht? Denn auch von oben betrachtet gilt: Der Idrosee ist ein echter Geheimtipp.

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