Reise-Tipp Italien Die schönsten Orte im Piemont im Überblick

Sechs schöne Stippvisiten im Piemont: Bei all den vielen Köstlichkeiten dürfen ausgiebige Stadtspaziergänge nicht fehlen: Diese sechs Orte bezaubern mit Barockfassaden, Kathedralen, Schlössern, Türmen, Traditionsgeschäften und Märkten, die feinste Leckereien aus der Region bieten.

Turin: Trotz Fiat ist Piemonts Hauptstadt kein hässlicher Industriestandort, sondern eine wunderschöne Barockstadt mit schattigen Platanenalleen, vornehmen Palazzi und Plätzen. Hier steht das nach Kairo bedeutendste Ägyptische Museum der Welt und mit der Mole Antonelliana ein origineller Turm mit einem Kino-Museum. www.turismotorino.org

Asti: Das mittelalterliche Stadtbild im Zentrum bezaubert mit Patrizierhäusern, Türmen und gotischen Kirchen. In der Heimatstadt des weltberühmten Liedermachers Paolo Conte sollte man die Kathedrale und das Battisterio di San Pietro besichtigen, das nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbaut wurde. www.comune.asti.it

Alba: Im Mittelalter eine mächtige Stadtrepublik, heute Treffpunkt von Gourmets aus aller Welt im Herzen des wichtigsten Weinbau- und Trüffelgebiets Italiens. Spaß machen ein Besuch des Samstagsmarkts und des -Traditionsgeschäfts Tartufi Ponzio mit seinen Trüffel-Souvenirs sowie die Besichtigung der rund 20 Türme. www.comune.alba.cn.it

Barolo: Das Dörfchen mag mit seinen rund 700 Einwohnern zwar klein anmuten, aber es verlieh den großartigen Rotweinen der Region seinen Namen. Im Castello di Barolo, dem Schloss, in dem offiziell der erste Barolo entstand, gibt es heute ein spannendes Weinmuseum – und verkostet werden darf auch. www.wimubarolo.it; www.comune.barolo.cn.it

Cuneo: Am Fuße der mächtigen Seealpen liegt das hübsche Städtchen, dessen zentrale Piazza zu den größten Plätzen Piemonts zählt. Dienstags und freitags ist Obst- und Gemüsemarkt! Sehenswert sind auch die portici, die Bogengänge, die die Hauptstraße Via Roma und ihre Nebengassen säumen. www.cuneoholiday.com/de

Alassio: Ein besonders hübscher Ort für eine Stippvisite ist das Badestädtchen Alassio mit seinem langen Sandstrand. Spazieren kann man auch im budello, der hübschen, vom Verkehr befreiten Altstadtgasse,in der sich Geschäfte, Restaurants und die typischen, bunt gestrichenen Fischerhäuser aneinanderreihen. www.alassio.eu

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Heißes Nationalgericht: Bagna Cauda - Wenn im Herbst und Winter kalte Nebelschwaden durchs Piemont ziehen, halten sich die Einheimischen gerne mit einer Bagna Cauda bei Laune. "Heiße Soße" heißt dieses kräftig duftende, piemontesische Nationalgericht übersetzt: Knoblauch, Sardellen und Olivenöl werden zu gleichen Teilen miteinander gekocht, bis sie einen sämigen Brei ergeben. Jeder Gast bekommt davon etwas ins eigene Tonschälchen geschöpft, das von einem Teelicht warm gehalten wird. Dann taucht man allerlei rohes und gekochtes Gemüse ein: Kartoffeln und Zwiebeln, rote Bete und Paprikaschoten, Fenchel und Cardi, bittere Distelstangen. Dazu gibt es Brot und einen kräftigen Rotwein, in der Regel Barbera. Ein geselliges Vergnügen, das wegen seiner ausgeprägten Knoblauchnote jedoch möglichst nicht am Tag vor einem romantischen Date oder Zahnarztbesuch stattfinden sollte.

Backstein-Barock: Auf nahezu jeder Hügelkuppe im Monferrato liegt ein hübsches kleines Dorf, und in beinahe jedem Dorf prangt eine Barockkirche. Die Savoyer hatten Turin im 16. Jh. im Barockstil erneuert, und als Piemont zum Königreich wurde, breitete er sich auch in der Provinz aus. Der piemontesische Barock zeichnet sich – dem Charakter der Einheimischen entsprechend – durch Zurückhaltung aus. Statt Prunk und Putten dominieren unverputzte Backsteinfassaden. Ein Stilmittel, das den bewegten Linien des Barocks eine gewisse Geschlossenheit verleiht. Und richtig gut aussieht.

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