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Landvergnügen Stellplatzführer 2017

Gratis übernachten auf dem Bauernhof

Herrmannsdorfer Landwerkstätten Foto: Franz Güntner 16 Bilder

Frische Luft und neue Lust aufs Landleben: Mit dem Landvergnügen-Reiseführer übernachten Wohnmobilisten gratis auf Höfen in ganz Deutschland. Die promobil-Redaktion hat es ausprobiert.

13.03.2017 Franz Güntner

+++ Hier können Sie den Landvergnügen Stellplatzführer direkt bestellen! +++

Kikeriki! Mit seinem schrillen Morgenruf beendet ein Hahn meine Nacht und lässt mich aus dem Heckbett schrecken. Sein Ruf bildet den Auftakt einer tierischen Symphonie: Ein Hund antwortet, dann stimmen zwei Kühe mit ihren bassigen Lauten ein. Draußen erwacht der Bauernhof. Ich öffne ein Fenster, der Duft von Heu und Kuh weht durch die neblige Morgenluft. Und einige Schritte weiter quietscht Esel Dori, den ich bereits gestern bei meiner Ankunft kennenlernen durfte. So wünscht man sich in Bernau am Chiemsee beim Sepp'n Bauer einen guten Morgen.

Stellplatz Bernau Foto: Franz Güntner
Liebevoll gestaltete Höfe gehören zum Landvergnügen dazu, wie hier in Bernau.

Der neue Landvergnügen Reiseführer hat mein Wohnmobil und mich in diese Idylle geführt. Das Besondere an dem Stellplatz-Guide ist die Auswahl der 542 Gastgeber aus ganz Deutschland: Unter ihnen finden sich Brennereien, Milchbauern, Bierbrauer, Weingüter, Pferde- oder Schafzüchter und viele weitere landwirtschaftliche Betriebe. Sie alle stellen einen oder mehrere Stellflächen zur Verfügung, um mobilen Gästen die ländliche Lebensweise und Kultur etwas näher zu bringen. Beim Kauf des Buches liegt eine Jahresvignette bei, die man hinter die Windschutzscheibe klebt – sie berechtigt ein Jahr lang zum Übernachten auf den Stellplätzen dieser besonderen Gastgeber.

Bei Sepp'n Bauer in Bernau

Vor dem Hofladen vom Sepp'n Bauer parken bereits einige Einheimische. Die Landwirte Mariele und Alois verkaufen dort ihre eigenen Erzeugnisse, ergänzt um regionale Produkte. Das machen fast alle Gastgeber des Reiseführers. Die „Bestseller“ beim Sepp'n Bauer sind natürlich die eigenen Fleischwaren.

„Das Geflügel schlachten wir noch selbst. Das andere Vieh kommt zum Metzger und wird hier auf dem Hof weiterverarbeitet“, erklärt mir Landwirtin Mariele in ihrer herzlichen Art, als sie das Frühstück serviert.

Das Morgenmahl ist natürlich nicht im Buchpreis inbegriffen, und nicht jeder Gastgeber bietet solch einen Service an: So vielfältig die Höfe, so unterschiedlich deren Angebot. Manchmal gibt es nur einen Stellplatz ohne Strom und Toilette, manchmal mehrere Freiflächen mit komfortabler Ausstattung und der Möglichkeit, bewirtet zu werden.

Diese Informationen findet man im Buch. Bei allen Anbietern aber gelten gewisse Regeln: „Auf jedem Hof darf man nur 24 Stunden stehen bleiben, und zumindest bei uns müssen sich die Wohnmobilisten telefonisch anmelden“, erklärt Mariele. Anders als Campingplätze leben die Höfe nicht von den Wohnmobilisten. Die Verbindung zwischen Gast und Hof ist daher sehr viel persönlicher, aber auch leichter zu stören: „Wir müssen alle sehr früh aufstehen, da ist es nicht sehr höflich, wenn Gruppen bis Mitternacht eine laute Party feiern.“ Außerdem wird es vor Ort gern gesehen, wenn man in den jeweiligen Hofläden einkauft und sich auf diese Weise für die Gastfreundschaft bedankt.

Sepp'n Bauer Bernau Hofladen Foto: Franz Güntner
Der Hofladen von Sepp'n Bauer verkauft eigene, regionale Produkte.

Beim Blick in die Fleischtheke fällt mir das nicht schwer: Hier gibt es gerade Wild aus der eigenen Jagd – und ein paar Kochtipps von Mariele obendrauf. Für die weitere Reise lasse ich mir ein paar Brote belegen. Auch die stammen vom Hof, denn jeden Freitag wird gebacken.

Verschiedene Betriebe erleben

Dann geht es Richtung Westen. Zwar gibt es in der Nähe noch mehr Stellplätze, die an Landvergnügen teilnehmen, aber man findet hier meist nur Bauernhöfe – typisch für Oberbayern. Ich hingegen möchte nun das Leben auf einem Weingut kennenlernen. Erkenntnis: Wer auf einer Tour verschiedene Betriebe erleben will, muss weite Wege einplanen.

Etwa 400 Kilometer später treffe ich bei Helmut und Dorothee Staib ein, zwei Weinbauern, deren Hof vor den Toren Stuttgarts liegt. So kann man zuerst die Natur genießen und später einen Stadtbummel unternehmen. Auch die Staibs hat das Konzept von Landvergnügen überzeugt: „Genau das stellt man sich unter Campingurlaub vor – neue Orte zu entdecken, die man sonst nie sieht.“ Das Paar hat zwei Stellplätze eingerichtet, mindestens 20 Leute kommen pro Jahr hierher. „Die meisten nehmen ein paar Flaschen Wein mit, und einer hat sogar mal nachbestellt“, erinnert sich Helmut. Für mich geht es nach einer Verkostung und einer Führung durch die Streuobstwiesen und Weinstöcke früh ins Bett: Wer weiß, ob mich morgen früh nicht wieder ein Tier daran erinnert, dass das Hofleben viel spannender ist als das Heckbett.

Landvergnügen

So funktioniert Landvergnügen

Mehr als ein dickes Buch: Wer den Landvergnügen Stellplatzführer kauft, erhält nicht nur ein exklusives Verzeichnis ländlicher Gastgeber mit bis zu drei Stellplätzen, sondern zugleich auch eine Vignette, die zur gebührenfreien Nächtigung dort berechtigt. 542 solche Gastgeber in ganz Deutschland sind derzeit Partner von Landvergnügen. Meist sind Hunde erlaubt, individuell werden Stromanschluss und sanitäre Anlagen vorgehalten, häufig ist eine Bewirtung möglich, und in aller Regel können die vor Ort erzeugten Produkte direkt und günstig erworben werden. Zu den Gastgebern gehören Obst- und Gemüsebauern, Winzer, Braumeister, Imker, Kaffeeröster, Bäcker, Ölmüller, Käser, Fischer, Schaf-, Alpaka-, Ziegen-, Wasserbüffel- und Galloway-Züchter und Betreiber von Pferdehöfen. Der Stellplatzführer Landvergnügen erscheint jährlich. Die Edition 2017 gilt bis zum 31. März 2018. Sie erscheint im März 2017, kostet 29,90 Euro inklusive Vignette und wird Ihnen von promobil in Deutschland versandkostenfrei geliefert.

Landvergnügen erhalten Sie zum Preis von 29,90 Euro beim promobil-Bestellservice, 70138 Stuttgart, Tel. 07 11/89 22 52 00, Fax 07 11/182-25 50, E-Mail bestellservice@promobil.de, oder direkt hier im promobil Online-Shop.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
pro 04/2017
Heft 04 / 2017 15. März 2017 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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