Abenteuer-Tour durch Namibia: Campingplätze und Infos

Selbstversorger-Safari durch Namibia Die Tour im Überblick - Namibia planen, reisen und genießen

Straßenverhältnisse, Tankmöglichkeiten, Zeitbedarf: Eine Namibia-Tour will gut geplant sein – dann wird sie für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis. Die wichtigsten Tipps und besten Camping-Möglichkeiten der Region.

Die Tour ist etwa 4.000 Kilometer lang. Für eine Selbstversorger-Safari sollte man mindestens zwei Wochen einplanen, wer noch mehrtägige Trekkingtouren mit ins Programm nimmt, sollte sich eher drei Wochen Zeit nehmen. Am Tag lassen sich je nach Sitzfleisch gut bis zu 500 Kilometer bewältigen. Straßen und Pisten ermöglichen ein Stundenmittel von 80 Kilometern. Das Netz an Tankstellen ist gut ausgebaut, Miet-Geländewagen verfügen meist über einen zweiten Tank, der dann eine gewaltige Reichweite ermöglicht. Grundsätzlich gilt: wann immer möglich, nachtanken. Folgende Verhaltensregeln sollte man vor allem Kindern nahebringen: nicht auf Bäume klettern, keine größeren Steine aufheben, auf keinen Fall in Felsspalten oder Erdlöcher greifen, denn dort könnten Schlangen, Spinnen und Skorpione ihr Refugium haben.

Tok Tokkie Trail – die Wüste lebt

"Das ist ein Tok Tokkie – unser Namenspatron. Dieser lautmalerische Begriff aus dem Afrikaans passt perfekt zu ihm. Die kleinen Käfer klopfen nämlich mit dem Po auf den Sand – Tock Tock –, um zu kommunizieren. Er ist ein genialer Überlebenskünstler. Wenn morgens der Nebel landeinwärts zieht, klettert er auf den Dünenkamm und reckt sein Hinterteil in die Höhe. Der Nebel kondensiert daran, und er muss nur noch warten, bis ihm ein dicker Tropfen Wasser in den Mund läuft", erklärt unser Guide Richardo. "Die Sanddünen sind wie eine Klatschzeitung", doziert er locker, den Blick fest auf die Düne gerichtet. "Diese Schleifspur gehört zu einer Sandviper, die sich seitlich vorwärts bewegt." Schon wenige Meter weiter entdecken wir die Giftschlange in einem Busch. Mit Respekt und Distanz bleibt auch diese Situation völlig gefahrlos.

Info: Auf dem Tok Tokkie schläft man unter freiem Himmel in luxuriösen Feldbetten. Der Park hat in etwa die Größe Luxemburgs. Es gibt keinerlei Restlicht, und somit toppt der Sternschnuppenhagel jeden "Star Wars"-Film. Leichte 3-Tages-Tour, Etappen um 10 km, Luxus-Camping, Preis ab 386 Euro. www.toktokkietrails.com

Mit dem Mietfahrzeug durch Namibia

Namibias Straßennetz ist eines der am besten ausgebauten in Afrika, selbst die zahlreichen Schotter- und Sandpisten werden ständig gepflegt. Die Hauptrouten sind auch ohne 4x4 problemlos zu meistern. Wer sich offroad bewegen will, wie z.B. am Dead Vlei, hat mit einem Allradfahrzeug aber mehr Spaß. Ein geräumiger Jeep mit Dachzelten hilft Geld sparen und steigert den Abenteuerfaktor – optimal für eine Familientour.

Africa on Wheels hat ein breites Angebot an Reisemobilen und Geländewagen mit stabilen Dachzelten, www.africa-on-wheels.com.

Tipp für Camper: Gute Schlafsäcke mitnehmen. Die Schlafsäcke der Autovermieter sind meist nicht ausreichend für kalte Wüstennächte. Die Campingausrüstung vorab gründlich checken.

  • Asco Car Hire ist einer der größten auf Allradfahrzeuge spezialisierten Anbieter, 4x4 ab 50 Euro/Tag, www.ascocarhire.com
  • Caprivi Car Hire bietet von 4x4 bis hin zu Kleinbussen alles an. Z.B. Toyota Double Cab ohne Campingausrüstung ab 55 Euro/Tag inkl. Versicherung, www.caprivicarhire.com
  • Namibia Car Rental, z.B. SUB light 4x4 ohne Campingausrüstung ab 53 Euro/Tag, www.namibiacarrental.com
  • Odyssey Car Hire, z.B. SUB light, 4x4 ohne Campingausrüstung ab 51 Euro/Tag, www.odysseycarhire.com

Camping

Quivertree Forest Restcamp: M 29, bei Keetmanshoop
Direkt am Köcherbaumwald gelegen. Immer zum Sonnenuntergang, wenn sich die goldgelben Köcherbäume gestochen scharf vor dem tiefblauen Himmel abzeichnen, gibt es viel zu sehen. Der "Giant’s Playground" mit seinen monumentalen Felsen liegt nur 10 Kilometer entfernt. Die angeschlossene Lodge bietet opulente Diners in familiärer Atmosphäre.
Standort: 13 km nördlich von Keetmanshoop, GPS: 26°34’35“S, 18°08’49“O, www.quivertreeforest.com

Canyon Roadhouse: Karas
Das Roadhouse ist zugleich Pforte und letzte Oase vor dem Fishriver Canyon. Ein Muss-Stop, zum einen wegen der Tankstelle und des guten Restaurants mit gemütlichem Biergarten, zum anderen wegen des tollen Automobil-Museums mit echten Raritäten. Die Stellplätze gleich dahinter lassen keine Wünsche offen. Während der Treks im Fishriver Canyon und beim Tok Tokkie Trail steht der Camper sicher an den Start-Lodges.
Standort: Region Karas, GPS: 27°31’28“S, 17°48’52“O, www.gondwana-collection.com

Sossus Oasis Campsite: An der D 826
Der luxuriöse Stellplatz mit eigenem Waschraum und Pool, Tankstelle und Internet-Café liegt direkt am Eingang des Namib-Naukluft-Parks, dem Zugang zu den monumentalen, roten Sterndünen. Tipp: Das Braai, ein typisch namibischer Grillabend, in der nebenan liegenden Sossusvlei Lodge ist ein kulinarisches Fest. www.sossusvleilodge.com
Standort: Nahe der Kreuzung von D 826 und C 19, GPS: 24°29’28“S, 15°48’11“O,
www.sossus-oasis.com

Swakopmund: Hotel Pension A la Mer
Wer keine Zeit mit Zeltauf- und -abbau verlieren möchte, schläft ausnahmsweise im Hotel, mitten im Zentrum. Moderne Zimmer im Safari-Stil, leckeres Frühstücksbuffet.
Standort: 4 Libertina Amathila Ave, GPS: 22°40’51“S, 14°31’23“O, www.pension-a-la-mer.com

Alte Brücke Holiday Resort
36 kleine Stellplätze mit Garten und eigenen Sanitäranlagen, es gibt auch Zimmer. 15 Minuten zu Fuß zum Zentrum, 200 Meter bis zum Strand.
Standort: 477 Strand Street South, GPS: 22°41’11“S, 14°31’32“O, www.altebrucke.com

Mowani Mountain Camp: Route Brandberg
Wundervolle, riesige Stellplätze inmitten gigantischer Granitblöcke. Einbauküche und stilvoller, individueller Sanitärbereich. Die Mowani Mountain Lodge ist bestens für Selbstfahrer geeignet.
Standort: Region Twyfelfontein, GPS: 20°32’40“S, 14°22’05“O, www.mowani.com

Rustig Toko Lodge: In der Nähe von Kamanjab
Es gibt nur eine Handvoll Stellplätze etwas von der Lodge entfernt. Tolle Abendessen und Fotosafaris, Höhepunkt ist allerdings das angeschlossene Himbadorf. Die Bewohner sind an Besucher gewöhnt und auch nicht kamerascheu – weil sie durch die respektablen Eintrittsgelder ihren Lebensunterhalt mitfinanzieren.
Standort: Kamanjab, GPS: 19°22’51“S, 14°51’03“O, www.tokolodgesafaris.com

Etosha-Nationalpark: Okaukuejo-Camp
Zentral im Park gelegen. Das Camp bietet Supermarkt, Tankstelle, Restaurant, schöne Stellplätze und ein umzäuntes "Amphitheater" mit Blick zum Wasserloch, wo sich Löwen und Elefanten die Klinke in die Hand geben. Das Halali-Camp und das Fort Namutoni im Park bieten ähnlich schöne Stellplätze und Komfort.
GPS: 19°10’53“S, 15°55’03“O, www.etoshanationalpark.org

Noch mehr Informationen über Namibia

Namibia Tourism Board: Schillerstr. 42–44, 60313 Frankfurt/Main, Telefon 0 69/1 33 73 60, www.namibia-tourism.com

Klipspringer Mule Trail im Fishriver Canyon: Leichte dreitägige Schluchtwanderung mit Etappen bis zu 14 km, übernachtet wird in Zelten und Hütten, Rundumversorgung inklusive. Preis für 3 Übernachtungen und 2 Tage Hiken: 384 Euro. www.gondwana-collection.com

Namib-Naukluft-Nationalpark: Hier warten die höchsten und schönsten Sterndünen der Welt. Das beste Fotolicht herrscht gleich nach Sonnenaufgang und zum Sonnenuntergang, die Dünen lassen sich auch auf eigene Faust erkunden – genug Trinkwasser und etwas Kondition vorausgesetzt.

Etosha-Park: Er beherbergt 114 Säugetierarten, darunter Nashörner, Löwen und Elefanten. Einer der besten Plätze der Welt, um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten und zu fotografieren. Die Campingplätze sind sehr gut organisiert. www.etoshanationalpark.org

Anreise: Täglich nonstop mit Air Namibia, Flugzeit 9,5 Stunden von Frankfurt, keine Zeitverschiebung, ergo kein Jetlag. Preise für Hin- und Rückflug ab 700 Euro. www.airnamibia.com

Einreise: Keine Visumpflicht für Deutsche, Österreicher und Schweizer, die maximal 90 Tage im Land bleiben. Um Fahrzeuge anzumieten, reicht in Namibia der "normale" Führerschein, man braucht nicht unbedingt einen internationalen.

Das liebe Geld: 1 EUR = 15,15 NAD (Namibischer Dollar). In den größeren Städten kann überall problemlos getauscht, unterwegs auch meist mit Kreditkarte bezahlt werden.

Beste Reisezeit: An sich wäre November bis März (der südafrikanische Sommer) die beste Jahreszeit, aber Familien mit schulpflichtigen Kindern, die länger als 14 Tage reisen wollen, können auch im August, im namibischen Winter, reisen. Dann variieren die Temperaturen von minus 5 Grad in der Nacht bis zu 25 Grad in der Namib.

Impfungen: Schutzimpfungen sind nicht zwingend erforderlich, während der Regenzeit empfiehlt sich aber eine Malaria-Prophylaxe für den Besuch der nördlichen Region (Etosha-Pfanne und Caprivi-Streifen).

Reiseveranstalter: Hauser Exkursionen aus München bietet eine Kinderreise, viele Trekkingtouren inklusive dem Klipspringer-Mule-Trail und dem Tok Tokkie Trail und organisiert auch in- dividuelle Wunschrouten mit Jeep und Dachzelten. Spiegelstraße 9, 81241 München, Telefon 0 89/2 35 00 60, www.hauser-exkursionen.de

Literatur/Karten:

  • Daniela Schetar, Friedrich Köthe: Reise KnowHow, Namibia, ständig aktualisiert, sehr gut recherchiert, 25,00 Euro.
  • Fabian von Poser: Baedeker, Namibia, mit großer Reisekarte, viele gute Tipps vom Landeskenner, 22,99 Euro.
  • Bestens sortiert ist auch www.namibiana.de – ein spezialisiertes Online-Buchdepot.
  • Gute Übersichtskarten gibt es gratis bei den Fremdenverkehrsämtern in Frankfurt und vor Ort, detaillierte Topo-Karten mit GPS-Daten günstiger in Buchläden Windhoeks.
Übersicht: Geländewagen-Tour durch Namibia
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