Entfall der Gasprüfung bei HU

So kommen Sie gut durch die neue Prüfung

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Die Pflicht einer Gasprüfung im Rahmen der Hauptuntersuchung entfällt. Künftig ist sie als eine eigenständige Prüfung unabhängig von der Hauptuntersuchung (HU) verpflichtend – und zwar nicht nur für Wohnmobile, sondern auch für Wohnwagen. Was bedeutet das für WohnmobilfahrerInnen?

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Die Hauptuntersuchung (HU) gehört zu den regelmäßigen Pflichtterminen eines jeden Wohnmobilisten. Bisher war für das erfolgreiche Absolvieren stets auch eine gültige Prüfbescheinigung der Gasanlage notwendig. Ihr Fehlen galt als erheblicher Mangel. Diese Pflicht streicht nun das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) ab dem 1. April 2022. Stattdessen müssen CamperInnen künftig die Gasprüfung unabhängig von der Hauptuntersuchung verpflichtend durchführen lassen.

Wie oft diese unabhängige Gasprüfung stattfinden muss, ist bislang noch unklar. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) ist aktuell dabei, die neue Rechtsgrundlage für eine eigenständige Prüfung von Gasanlagen in Wohnmobilen und Wohnwagen zu erarbeiten. In diesem Rahmen wird das BMDV auch den Prüfungsturnus festlegen.

Bereits am 31. Dezember 2019 wurden die Regeln hinsichtlich der Gasprüfung im Verkehrsblatt, dem offiziellen Amtsblatt des BMDV geändert. Eine neue HU-Richtlinie erschien. Seit Januar 2020 wurde also bereits die Bewertung der Flüssiggasanlagenprüfung nach DVGW-Arbeitsblatt G 607 ausgesetzt. Damit entfiel bereits zu diesem Zeitpunkt die Prüfung der Flüssiggasanlage von Wohnmobilen innerhalb der HU bis zum 1. Januar 2023. Jetzt entfällt sie dauerhaft.

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Bislang war eine erfolgreich absolvierte Gasprüfung für die HU unabdingbar. Ab April 2022 entfällt diese Pflicht. Stattdessen wird eine eigenständige Prüfung für Wohnmobile und Wohnwagen unabhängig von der Hauptuntersuchung verpflichtend.

Unabhängige Prüfer können Check übernehmen

Durch den Wegfall der Pflicht, die Gasprüfungen im Rahmen der HU durchführen zu lassen, erhofft sich der Deutsche Verband Flüssiggas günstigere Preise für den Verbraucher. Denn in Zukunft können unabhängige Prüfinstitutionen die Überprüfung vornehmen. "Sie müssen sich dafür nicht vorab in einem aufwendigen Verfahren für ein spezielles System akkreditieren und können Verbrauchern somit die Serviceleistung günstiger anbieten", sagt Markus Lau, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas (DVFG).

Verband Flüssiggas rät: Gasprüfung trotzdem machen lassen


Bis die neue Rechtsgrundlage final stehe, bleibe es sinnvoll, Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen und Wohnwagen weiterhin nach jeweils zwei Jahren von einem zertifizierten Sachkundigen prüfen zu lassen, so der Verband. Nach erfolgreicher Prüfung – der sogenannten G 607-Prüfung – stellt der Sachkundige eine Prüfplakette aus und notiert den Vorgang in der Prüfbescheinigung zur wiederkehrenden Prüfung. "Durch das korrekt ausgefüllte gelbe Prüfbuch und eine gültige Prüfplakette sind Camper im Schadensfall abgesichert. Zudem verlangen viele Campingplätze bei der Vergabe des Stellplatzes die Vorlage dieser Dokumente", so Lau vom Deutschen Verband für Flüssiggas.

Übrigens: Über die Webseite gaspruefung-wohnwagen-wohnmobile.de finden finden sich Sachkundige in der Nähe.

Fazit

Ab April 2022 ist eine eigenständige Gasprüfung unabhängig von der Hauptuntersuchung (HU)  für Wohnmobile und auch für Wohnwagen verpflichtend. In Zukunft können unabhängige Prüfinstitutionen die Überprüfung vornehmen und somit könnten die Kosten für den Verbraucher sinken.

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