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Verkehrsvorschriften für Wohnmobile in Europa

So vermeiden Sie Bußgelder im Ausland

Ratgeber: Vorschriften Foto: Shutterstock/Tim Roberts Photography, fotolia/reeel, fotolia/B. Wylezich, fotolia/photo 5000, Vierneisel 13 Bilder

In Europa gelten die verschiedensten Vorschriften für Wohnmobile. Ob Parken, Stellplätze, Vorfahrtsregeln, Promillegrenze oder Handy-Verbot: promobil hat die wichtigsten Verkehrsregeln im Ausland im Überblick.

  1. Bußgeld-Alarm: Handy und Alkohol am Steuer
  2. Wo darf man mit dem Wohnmobil parken?
  3. Im Straßenverkehr: Ampeln, Vorfahrt, Beladung
  4. Ungewöhnliche Regeln
  5. Wie schnell darf man mit dem Wohnmobil fahren?

Die eigene Fahrschulzeit liegt für die meisten Wohnmobilisten schon eine Weile zurück. Viele der Verbote, Vorschriften und Verhaltensregeln, die auf deutschen Straßen gelten, hat man verinnerlicht, manche sollten vielleicht wieder aufgefrischt werden. Doch wie sieht es mit den Verkehrsvorschriften im restlichen Europa aus?

1. Handy und Alkohol: Das wird teuer

Geldbußen bei Handy am Steuer

Handy am Steuer Telefon Foto: TÜV Nord

Seit dem 1. Februar 2018 gilt auch in Schweden Handyverbot am Steuer. Insgesamt 30 europäische Länder haben dieses Verbot ebenfalls verhängt mit zum Teil hohen Bußgeldern. In Deutschland gibt es seit dem neuen Punkte System aus Flensburg, neben einer Geldstrafe von 100 Euro sogar einen Punkt. Großbritannien ist mit bis zu 1.100 Euro Geldstrafe der Spritzenreiter. Die meisten anderen Länder in Europa fordern bei der Missachtung des Verbots zwischen 15 und 200 Euro.

Promillegrenzen in Europa

Viele europäische Länder haben eine Promillegrenze von 0,5 für Autofahrer aufgestellt. Strenger sind da Tschechien und Ungarn die einen Wert von 0,0 Promille festgelegt haben. Bei Verstößen drohen in Tschechien Geldstrafen von 100 Euro und in Ungarn bis zu 970 Euro. Richtig teuer wird es in Großbritannien, da kann zu starker Alkoholkonsum mit einem Bußgeld von bis zu 5.710 Euro bestraft werden. Alle Länder, die eine Promillegrenze sowie Bußgelder beim Verstoß verhängen, finden Sie hier.

2. Wo darf man mit dem Wohnmobil parken in Europa?

Zum Thema Parken finden sich in Europa die unterschiedlichsten Vorschriften. So dürfen beispielsweise in Belgien Kraftfahrzeuge nicht an Bordsteinen mit einer durchgezogenen gelben Linie sowie auf Fahrbahnen mit weißen Zickzacklinien geparkt werden.

Gerade 3400 km hat der Wagen auf der Uhr. Ein Wunder, dass VW das Schätzchen für die Campingtour überhaupt rausrückte. Tempolimit und Verkehrsregeln Bald Tempo 80 in Frankreich

In Frankreich gibt es die sogenannten „Zones Bleues“: In diesen mit blauen Markierungen auf der Straße oder am Bordsteinrand gekennzeichneten Bereichen darf mit einer Parkscheibe eine Stunde kostenlos geparkt werden. Gelbe Streifen am Fahrbahnrand bedeuten hingegen Parkverbot. Kurzparkzonen sind durch Verkehrszeichen gekennzeichnet und gebührenpflichtig. Weiß-gestrichelte Linien zeigen Parkplätze an, für die ein Ticket gelöst werden muss. In Wohngebieten in Frankreich ist das Parken oft nur auf einer Straßenseite erlaubt, ohne dass eine Beschilderung in den betreffenden Straßen angebracht wird. Dabei kann es sein, dass die Straßenseite im Zweiwochenrhythmus gewechselt wird.

In der Schweiz gibt es wie in Frankreich die „Blauen Zonen“, in denen man mit Parkscheibe parken darf. Gelbe Kreuze am Fahrbahnrand, die mit einer gelben Linie verbunden sind, bedeuten hingegen Parkverbot. Generelles Halteverbot besteht auch an gelben Linien am Fahrbahnrand.

In Italien bedeuten schwarzgelbe Bodenmarkierungen Parkverbot. An einem weißen Bordstein darf kostenlos geparkt werden. Gebührenpflichtige Parkzonen werden durch eine entsprechende blaue Beschilderung gekennzeichnet.

In Griechenland bedeuten gelb markierte Straßenränder ebenfalls Parkverbot, während blau markierte gebührenpflichtige und weiß gebührenfreie Parkzonen anzeigen. Eine Besonderheit sind die Halteverbotsschilder: diejenigen mit einer senkrechten Linie gelten an ungeraden, die mit zwei Linien an geraden Tagen.

3. Straßenverkehr: Ampeln, Vorfahrt, Beladung

Rot-Gelb-Grün – Funktionieren alle Ampeln in Europa gleich?

Auch die Ampelphasen unterscheiden sich in den einzelnen Ländern. So springen beispielsweise in Bulgarien und Rumänien die Ampeln sofort von Rot auf Grün, die Gelbphase fehlt. Dafür wird oft durch Sekundenzähler angezeigt, wie lange die entsprechende Rot- oder Grünphase noch dauert.

In Estland entspricht blinkendes Grün unserem Gelb. Wenn die Ampel auf Gelb steht, darf nicht mehr gefahren werden. Für Verwirrung bei ausländischen Touristen sorgt in Deutschland hingegen manchmal der grüne Pfeil: Bei manchen Ampelanlagen zeigt ein grüner Pfeil auf schwarzem Grund nach rechts an, dass bei Rot für die Geradeaus-Richtung nach einem Stopp vorsichtig nach rechts abgebogen werden darf.

Temporäre Fahrverbote in Frankreich
Umweltzonen in Europa

Vorfahrtsregeln im Ausland

Vorfahrtsregeln wie „rechts vor links“ gelten in den meisten europäischen Ländern, dennoch gibt es auch hier Besonderheiten. So verliert man zum Beispiel in Belgien sein Vorfahrtsrecht, wenn man trotz Vorfahrt anhält.

In Irland und Griechenland haben im Kreisverkehr grundsätzlich die einfahrenden Fahrzeuge Vorfahrt.

Ebenfalls gut zu wissen ist, dass in Dänemark bei Autobahnzufahrten in der Regel entsprechend der Beschilderung beide Seiten gleichberechtigt sind und sich gegenseitig einfädeln lassen müssen.

In der Slowakei haben abbiegende Straßenbahnen Vorfahrt.

In Luxemburg muss zwischen zwei Fahrzeugen, die in einem Tunnel im Stau stehen, ein Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern eingehalten werden.

Warntafel bei Ladung mit Überhang

Wer in Italien unterwegs ist, muss jede Ladung, die nach hinten überragt – zum Beispiel Surfbretter oder Fahrradträger –, mit einer reflektierenden Warntafel kennzeichnen. Diese muss 50 x 50 cm groß und rot-weiß-rot gestreift sein. Überdies darf keine Ladung die vordere Kante des Fahrzeugs überragen. Wenn eine Ladung die gesamte Fahrzeugbreite abdeckt, braucht man zwei Tafeln, die quer an den beiden äußeren Enden der Ladung anzubringen sind.

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Überladung von Wohnmobilen

Ein Überladenes Wohnmobil ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch richtig teuer werden. Das zulässige Gesamtgewicht des Wohnmobils darf nicht überschritten werden. Bei viel Gepäck und mehreren Personen kann dies aber schnell passieren. In Österreich kann das mit bis zu 2180 Euro Bußgeld richtig teuer werden. Auch in der Schweiz sind bis zu 250 Euro fällig. Oft gibt es noch eine minimale Toleranz, die nicht strafbar ist. Unter 5 Prozent Übergewicht zahlt man in Deutschland und Italien beispielsweise noch nicht. Der Höchstsatz in Deutschland liegt bei 235 Euro bei über 30 Prozent Überladung.

Sonderregeln für Fahranfänger

Nicht nur Fahrradfahrer, sondern auch Fahranfänger müssen mancherorts gesonderte Regeln befolgen. So gilt beispielsweise in Estland für Personen, die ihren Führerschein weniger als zwei Jahre besitzen, eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h.

In Italien gilt Tempo 90 km/h auf Schnellstraßen sogar ganze drei Jahre für Fahranfänger. Auf der Autobahn dürfen sie immerhin 100 km/h schnell fahren.

In Frankreich dürfen Fahrer in ihren ersten drei Jahren im Straßenverkehr außerorts nur 80 km/h, auf Schnellstraßen 90 km/h und auf Autobahnen nur 110 km/h schnell fahren.

4. Anders als in Deutschland: Ungewöhnliche Regeln

In der Schweiz muss man auch tagsüber mit Licht fahren, in griechischen Kreisverkehren gelten andere Vorfahrtsregeln als hierzulande und jugendliche Radfahrer in Kroatien müssen einen Helm tragen? Auch wenn die elementaren Verkehrsvorschriften in Europa weitestgehend identisch sind, gibt es im Detail doch erhebliche Unterschiede.

Licht in vielen Ländern Pflicht

In vielen europäischen Ländern muss tagsüber das Abblendlicht eingeschaltet sein. Bei Verstößen droht ein Bußgeld. In manchen Ländern, wie Italien, Rumänien oder Ungarn gilt diese Licht-Pflicht nur auf Autobahnen und außerorts. Eine vollständige Liste mit allen Länder, in denen das Abblendlicht Pflicht ist finden Sie beim ADAC: https://www.adac.de/der-adac/rechtsberatung/verkehrsvorschriften/ausland/lichtpflicht-tag/

Wildunfälle im Ausland

Wildunfall
Was tun beim Wildunfall?

In ländlichen Gegenden oder in Gebieten mit großen Waldflächen kommt es immer wieder zu Wildunfällen. Besonders die skandinavischen Länder Schweden, Norwegen und Finnland sind davon betroffen. Passiert ein Wildunfall, sollte man in Finnland den Notruf 112 wählen, denn Wildunfälle sind dort meldepflichtig. Dasselbe gilt in Norwegen, hier wendet man sich bei Unfällen mit Wild an das Norwegische Informationszentrum für den Straßenverkehr (Telefon: 175).

In Schweden meldet man sich bei der nächsten Polizeidienststelle oder beim Forstamt. In Italien muss man bei einem Unfall mit Tieren ebenfalls anhalten und die Polizei verständigen. Wer weiterfährt, begeht Unfallflucht und wird mit 200 bis 400 Euro bestraft.

Unabhängig davon, ob Wild oder Personen in einen Unfall verwickelt sind, ist in der Slowakei nach einem Unfall die polizeiliche Unfallaufnahme nur dann kostenlos, wenn ein hoher Sach- oder Personenschaden vorliegt. Anderenfalls muss der Unfallverursacher die 170 Euro (5000 SKK) Kosten für den Polizeieinsatz selbst tragen.

Helmpflicht für Fahrradfahrer

Fahrradfahren rangiert auf der Liste der beliebtesten Freizeitaktivitäten bei Reisemobilisten ganz weit vorne. Wer mit Kindern oder Enkeln unterwegs ist, sollte allerdings im Blick behalten, dass es in manchen europäischen Ländern eine Helmpflicht gibt. So müssen zum Beispiel in Kroatien Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre beim Radfahren einen Helm tragen.

In Österreich betrifft die Helmpflicht alle Radfahrer bis zwölf Jahre, außer in Niederösterreich, dort müssen Radfahrer bis 15 Jahre einen Helm tragen.

In Tschechien gilt das für alle Radfahrer unter 18 Jahren, und in der Türkei besteht generelle Helmpflicht für alle Fahrradfahrer.

Skurrile Regeln weltweit

  • Frankreich: Wer sich am Steuer durch Aktivitäten (z.B. Essen, Schminken, Herumkramen im Handschuhfach) ablenken lässt, kann mit einer Geldbuße von 75 Euro bestraft werden. Auch zu lautes Musik hören oder fahren mit Flip Flops kann mit 75 Euro Bußgeld beanstandet werden.
  • Italien: Hier gilt eine 0,5 Promille Grenze beim Autofahren, bei Missachtung drohen 530 Euro Strafe und das Fahrzeug kann beschlagnahmt werden. Verstöße wie überhöhte Geschwindigkeit kosten in Italien zwischen 22 und 7 Uhr ein Drittel mehr.
  • Schweiz: Seit Anfang 2016 sollten es Autofahrer in der Schweiz möglichst vermeiden, rückwärts zu fahren. Durch überdurchschnittlich häufiges Rückwärtsfahren kam es dort öfter zu tödlichen Unfällen.
  • Spanien: Während des Tankens müssen alle elektrischen und elektromagnetischen Geräte, wie Mobiltelefone und Radios, abgeschaltet werden. 
  • USA: In den USA dürfen keine alkoholhaltigen Getränke im Fahrzeug geöffnet werden. Geöffneter Alkohol darf ausschließlich im Kofferraum transportiert werden. Unter 21-Jährige dürfen generell keinen Alkohol im Auto transportieren.
  • Kuba: Wer in Kuba in einen Verkehrsunfall verwickelt ist, darf das Land bis zum Ende des Gerichtsverfahrens nicht verlassen. Verkehrsunfälle werden von Straf- und nicht von Zivilgerichten abgehandelt. Bis zum Abschluss des Verfahrens können Monate vergehen.
Maut-Bestimmungen in Europa
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5. Wie schnell darf ich mit dem Wohnmobil fahren?

In jedem europäischen Land gelten andere Regeln. Hier können Sie eine Übersichtstabelle downloaden:

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