promobil Logo
Auch als digitale Ausgabe für iPad und Android-Tablets.
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Leserfrage zu Aufpreisen beim Reisemobil-Kauf

Fragwürdige Unterschiede in den Preislisten

VW T6 von außen Foto: promobil

promobil Leser Jochen Eberhard fragt, wo die Unterschiede zwischen den Preislisten vom Hersteller und dem Anbieter herkommen. ESP ist im Basisfahrzeuge Serie, im Wohnmobil nur gegen Aufpreis möglich.

19.07.2017 2 Kommentare
Ich möchte einen Campingbus auf Basis des VW T6 kaufen. In der Preisliste eines Anbieters fielen mir nun aufpreispflichtige Ausstattungskomponenten auf (z. B. Berganfahrassistent), die beim VW Transporter eigentlich schon serienmäßig eingebaut sind. Was hat es damit auf sich? 

Jochen Eberhard, per E-Mail 

Ob bestimmte Ausstattungskomponenten serienmäßig sind oder nicht, hängt auch davon ab, welcher Verkaufsdruck in den verschiedenen Vertriebskanälen herrscht. Wenn Basisfahrzeughersteller wie VW, Mercedes und Fiat ihre Modelle nicht direkt an den Privatmann, sondern an gewerbliche Großkunden verkaufen, werden andere Prioritäten gesetzt. Dann geht es oft weniger um die umfangreichste Sicherheitsausstattung, sondern mehr um den günstigsten Preis. Den Fiat Ducato als Transporter oder Pritschenwagen bekommen Endkunden in Deutschland zum Beispiel serienmäßig mit ESP. Die Reisemobilhersteller können bei der Bestellung der Fahrgestelle das ESP aber abwählen und stattdessen als Extra in der Aufpreisliste führen. Diese Praxis führt dann zu den beschriebenen Ungereimtheiten der Preislisten. Doch wenn das Basisfahrzeug um den entsprechenden Aufpreis des Ausstattungsdetails günstiger kalkuliert und das Modell dadurch günstiger angeboten wird, haben Sie als Kunde ja nichts verloren, sondern eine zusätzliche Wahlmöglichkeit dazugewonnen – man muss es nur wissen.

Neuester Kommentar

Die Krux bei diesen Unterschieden bewirken ja noch ganz andere Sachen:
bestellt man ein Ducato Untergestell zu einem Wohnmobil nicht mit den entsprechenden Basispaketen, also beispielsweise ohne Klimaanlage, steht man in der Warteliste ganz hinten, weil FIAT die Baureihe ohne Klimaanlage höchstens 1-2 mal im Jahr für ein paar wenige Fahrzeuge übers Fertigungsband laufen lässt. Klimaanlagen gehören heute zur Standartausstattung und wenn man diese nicht haben will...
Mit anderen Worten, man ist gezwungen, diese meist überteuerten Basispakete mit zu ordern, wenn man nicht mehr als 6-8 Monate auf das Fahrzeug warten will.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass, laut einiger Wohnmobilhersteller, FIAT mit der Produktion von Fahrgestellen nicht nachkommt und es von daher zu großen Lieferengpässen kommt.
...und wenn dann noch eine Sonderbestellung ohne Klimaanlage kommt...

boliseiaudo 20. Juli 2017, 15:10 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
pro 06/2017
Heft 07 / 2017 7. Juni 2017 146 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
Fahrzeug-Angebote
Sponsored Section
Stellplatz-Radar