Tipps für den Wohnmobil-Urlaub mit Kindern Während der Fahrt

Die größte Herausforderung ist meistens die Fahrt, deshalb sollten genügend Pausen eingelegt werden.

Die beliebteste Frage von Kindern während der Fahrt: "Sind wir gleich da?" Jetzt bloß nicht mit einem unmotivierenden "nach der nächsten Kurve" rausreden. Kinder wollen ernst genommen werden. Die passendere Antwort lautet etwa: "Wenn der große Zeiger der Uhr auf der Fünf und der kleine auf der Zwölf steht." Noch besser, die Frage kommt gar nicht erst auf. Kann doch ein Wohnmobil an diesem Punkt viele Stärken ausspielen. Zwar darf man während der Fahrt nicht umherlaufen, die Toilette benutzen oder im Alkoven schlafen. Doch allein die schiere Dimension eines Wohnmobils mit viel Luftraum ist einer Fahrt eher zuträglich. Kinder schätzen darüber hinaus, dass sie auf andere Verkehrsteilnehmer herunterblicken können, wo sie sonst doch immer hochschauen müssen. Und außerdem hat man ja gekühlte Getränke an Bord.

Die Kinder während der Fahrt und den Pausen beschäftigen

Das beste Rezept gegen die Quengelei und Langeweile sind aber immer noch Pausen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, wenigstens alle zwei Stunden einen Stopp einzulegen und frische Luft zu schnappen. Bei der Gelegenheit sollte man auch dem Bewegungsdrang der Sprösslinge nachgeben. Warum nicht Frisbee, Fangen oder Ball spielen, wenn es die Gegebenheiten sicher zulassen? Im Idealfall ist der Nachwuchs danach so müde, dass er schläft und man eine längere Etappe am Stück zurücklegen kann.

Aus diesem Grund schwören einige Wohnmobilfahrer auf Nachtfahrten. Ratsam ist das aber nur für Fahrer, denen der geänderte Rhythmus und die Dunkelheit nichts ausmachen. Es ist auch nicht immer gesagt, dass die Kinder angschnallt sitzend wirklich gut schlafen können. Kleinkinder in Babyschalen haben es  da deutlich bequemer.

Für Staus sollte vorgesorgt werden

Ein Horror jeder Urlaubsfahrt: Stau. Vier Stunden im Wohnmobil und 30 Kilometer gefahren? Wohl dem, der Spielsachen und Bücher für die Kids griffbereit hat. Auch einfache Spiele wie "Ich sehe was, was du nicht siehst" helfen ein bisschen Zeit zu überbrücken.

Bewährt hat sich  ein separater CD- oder Kassettenspieler für die Kinder hinten. Oft sind die Lautsprechersysteme in Wohnmobilen nur für die vorderen Plätze ausgelegt. Außerdem können die Eltern so ihrer eigenen Musik und den Staunachrichten lauschen, die Kinder hingegen Benjamin Blümchen. Auch Desmond und Lenny hören gerne Hörspiele - oder sie  tauschen mit ihren Eltern den Beifahrersitz gegen die Rückbank. Das sorgt für Abwechslung und beugt Spannungen zwischen den Kids vor.

Wird es im Heck verdächtig ruhig, kann Reiseübelkeit ein Grund sein, die häufig Kinder zwischen zwei und sechs Jahren befällt. Kinderarzt Michael Mühlschlegel aus Lauffen am Neckar vergleicht sie mit Seekrankheit, erklärt sie mit unterschiedlichen Signalen, die das Gehirn vom Gleichgewichtsapparat im Ohr und den Augen empfängt. Sein Tipp: "Nicht lesen, sondern zur Windschutzscheibe hinausschauen." Auch auf Unterhaltungsgeräte wie tragbare Spielekonsolen rät er aus diesem Grund allenfalls wohldosiert zurückzugreifen.

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