Tipps für den Wohnmobil-Urlaub mit Kindern Vorbereitung der Fahrt

Vor dem Urlaub ist die Planung am wichtigsten. Die Fahrt sollte nicht zu lange dauert, dass es nicht zu anstrengend wird.

Planung ist das A und O für einen entspannten Urlaub. Zweifellos sind Venedig, Florenz und Rom tolle Reiseziele. Aus der Sicht des Nachwuchses sind sie aber: zu weit, zu viele, zu langweilig. Kinder wollen irgendwann ankommen, ein Ziel haben, höchstens zwei.
Feste Orte jedenfalls, die sie für sich erkunden können. Daher empfiehlt es sich, auch Destinationen anzusteuern, die die Kinder vielleicht aus dem Vorjahr bereits kennen. Hier finden sie sich zurecht, hier fühlen sie sich sicher.

Ein wichtiger Tipp für einen gelungenen Familienurlaub lautet: Campingplätze anfahren. Die Areale bilden für sich ein abgeschlossenes Gebiet. Kinder können nicht weglaufen. Es herrscht so gut wie kein Verkehr, dazu eine gewisse Rücksicht und Ungezwungenheit. Auch gibt es Spielplätze, oder es wird sogar für den Nachwuchs ein Animationsprogramm geboten. Kinder finden sich auf den Plätzen zudem gut zurecht und schnell Anschluss an Gleichaltrige. Freundschaften entstehen - noch ein Grund, einen Standort nicht zu häufig zu wechseln. Bevorzugen Wohnmobilfahrer auch mit Kindern Stellplätze, dann empfehlen sich solche, die Campingplätzen angegliedert sind. Vorteil: Man kann die vorhandene Infrastruktur mitbenutzen. Alternativ bieten sich Stellplätze in der Nähe von Bauernhöfen an.

Entscheidend ist die frühzeitige Planung. Vor allem in der Hochsaison sollte man unbedingt vorher reservieren. Camping- und Stellplatzführer helfen, das richtige Ziel zu finden. Sie geben auch Auskunft darüber, was vor Ort geboten wird. Klar ist: ein Campingplatz mit Animation ist teurer. Ältere Kinder sollte man ruhig in die Planungen mit einbeziehen, sie nach ihren Wünschen und Vorstellungen für die Ferien befragen. Desmond und Lenny beispielsweise mögen Sand und Meer und fühlen sich an einsamen Strandabschnitten am wohlsten. Doch auch der jüngere Nachwuchs will durch Erzählungen und Beschreibungen auf den Urlaub vorbereitet werden.

Ein heikles Thema ist das Gepäck - nicht nur wegen der begrenzten Zuladung. Beim  Einpacken der Spielsachen ist schon manche Träne gekullert: "Warum darf ich das  nicht alles mitnehmen, Papa?" Mama oder Papa sind gut beraten, ihrem Nachwuchs die Entscheidung selbst zu überlassen. Am besten, man weist Sohn oder Töchterchen ein Staufach im Wohnmobil zu, das er oder sie bepacken darf. Was rein passt, darf mit. Der Rest bleibt zu Hause. Wer mit Babys ins Ausland reist, sollte sich überlegen, einen gewissen Vorrat an Säuglingsnahrung mitzunehmen. Es ist nicht gesagt, dass dem kleinen Feinschmecker der Babybrei im Gastland mundet.

Der Ausweis muss mit

In jedem Fall mit müssen gültige Ausweispapiere. Trotz freier Grenzen muss man sich auch im Schengen-Ausland jederzeit ausweisen können. Ab 16 Jahren übernimmt dies der Personalausweis, im weiter entfernten Ausland der Reisepass. Unter zwölf Jahren benötigen Kinder bei der Einreise in diverse Länder einen Kinderreisepass. Er ersetzt den früheren Kinderausweis. Reisen Kinder ohne ihre Eltern ins Ausland, etwa Enkel in Begleitung ihrer Großeltern, empfiehlt das Außenministerium neben dem Ausweis eine formlose Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Infos und Vordrucke gibt es in einigen Bürgerbüros.

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