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Solaranlage am Wohnmobil

Zur Sonne, zur Freiheit

Montage Solaranlage Foto: Andreas Becker 17 Bilder

Mancher Camper träumt davon, nie mehr zum Laden der Batterie an die Steckdose zu müssen. Mit Solarmodul und Ladebooster kommt man dem Traum näher. promobil verrät, wie es funktioniert.

15.09.2015 Benjamin Büchner

Viele Reisemobilisten träumen von romantisch gelegenen Übernachtungplätzen in der Natur, direkt am Meer oder mitten in der Wildnis. Fernab vom nächsten 230-Volt-Anschluss funktioniert völlig autarkes Reisen aber nur mit zusätzlichen Stromerzeugern. Am häufigsten eingesetzt werden Solarmodule, die Sonnenenergie in Strom für die Bordbatterie umwandeln. Ihre Leistung allein reicht aber nicht, um immer einen vollen Akku zu haben.

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Was auch an der verfügbaren Fläche liegt. Bei wendigeren Wohnmobilen wie Kastenwagen sind freie Stellen auf dem Dach und damit der Platz für größere Solarmodule eher knapp. Deren Leistung ist noch dazu begrenzt, weil sie nur im Stand laufen und die Sonne nicht immer stark scheint.

Der Booster für noch mehr Unabhängigkeit

Eine gute Ergänzung zur Solaranlage ist daher ein Booster, der die Akkuladung während der Fahrt optimiert und so für mehr Unabhängigkeit sorgt. Die Einzelkomponenten mussten sich Reisemobilisten bisher selbst zusammenstellen. Seit dem Frühjahr bietet Büttner Elektronik aber die sogenannten Power-Packs an. Das Power-Pack 1 wird ab 1489 Euro mit einem 90-Watt-Solarmodul verkauft. Im Testwagen von promobil muss das System beweisen, wie viel Freiheit es wirklich ermöglicht.

Der Booster bricht den Ladekreislauf aus Lichtmaschine und Ladegerät praktisch auf. Denn letzteres schafft, so wie es von vielen Herstellern eingesetzt wird, oft keine optimale Ladung der Bordbatterien. Die Geräte – wie das EBL von Schaudt – laden oft nur nach Kennlinie und berücksichtigen dabei etwa die Witterungsbedingungen nicht – bei Kälte wird eine höhere Ladespannung gebraucht. Zudem ist der Ladekreislauf auf die Ladung der Starterbatterie ausgerichtet. Ist die voll, regelt die Lichtmaschine ihre Leistung runter, sodass die Bordbatterie nur langsam geladen wird.

Genau an diesem Punkt setzen Geräte wie der Batterie Control Booster BCB 20/20 aus dem Power-Pack ein und steigern die Ladeleistung während der Fahrt auf 20 Ampere. Vom BCB werden auch Werte wie die Batterietemperatur überwacht. Damit ist das Gerät in der Lage, die Ladespannung bei niedrigen Temperaturen zu erhöhen. Zudem hat es einen Schalter, bei dem der Batterietyp eingestellt werden kann. Auch für AGM-Batterien, was vielen Ladegeräten fehlt, die ab Werk eingebaut werden. Diese Einstellmöglichkeit ist wichtig, weil AGM-Batterien idealerweise 14,7 Volt Ladespannung brauchen, die Standardelektronik aber nur auf 14,3 Volt eingestellt ist.

Booster verbessern die Akkuladung auch bei Landstromanschluss. Standardladegeräte leisten rund 15 bis 20 Ampere, auf die der BCB 20/20 nochmals 20 Ampere drauf packt. Ein Wert, der in der Regel weit über den empfohlenen zehn Prozent der Akkukapazität liegt, und vor allem dafür sorgt, dass die Batterien deutlich schneller aufgeladen werden.

Doch auch Reisemobilisten, die selten am Landstrom hängen, hilft das Power-Pack. Im Stand übernimmt...

Mehr über Power-Packs und Alternativen zu Solarenergie und die Stromversorgung im Wohnmobil erfahren Sie in unserem 16-Seiten-Download "Strom Spezial" (siehe oben).

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
promobil Heft 08/2015
Heft 08 / 2015 8. Juli 2015 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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