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Basiswissen Gasvorrat im Wohnmobil

So viel Gas muss mit auf Camping-Tour

Basiswissen Gasvorrat im Wohnmobil Foto: promobil 3 Bilder

Ohne Gas wird es beim Camping schnell ungemütlich. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man den Vorrat im Blick behalten. Wir verraten Ihnen alles zum Thema Gasvorrat an Bord.

Duschen mit kaltem Wasser, zu essen gibt’s nur Rohkost, und das Bier ist auch noch warm: Ein Campingurlaub ohne Gas ist – frei nach Loriot – möglich, aber sinnlos. Kühlschrank, Heizung, Herd: Bei einem klassischen Sommerurlaub mit warmen Außentemperaturen hält sich der Verbrauch in Grenzen. Wer mit zwei vollen Elf-Kilo-Flaschen startet, kommt damit locker zwei Wochen über die Runden. Der Gasverbrauch von Kühlschrank und Kocher ist überschaubar.

Im Winter ist der Gasverbrauch im Wohnmobil höher

Die Heizung ist viel stärker im Verbrauch. Das macht sich im Winter bemerkbar: Je tiefer die Außentemperatur, umso schneller geht das Gas zur Neige. Bei minus 5°Celsius braucht man nach zirka drei Tagen eine neue Flasche, bei minus fünfzehn Grad schon nach zwei Tagen. Faustregel: Bei minus zehn Grad Außentemperatur verbraucht man rund 5 Kilogramm Gas pro Tag, was allerdings auch stark von der Isolierung des Reisemobils abhängt.

Wem das Flaschenwechseln im Winterurlaub zu stressig ist, der kann auf manchen Campingplätzen auch große 30-Kilo-Flaschen nutzen. Noch komfortabler ist der Gas-Festanschluss, den einige Plätze anbieten. Hier wird man direkt mit der Gasversorgung des Campingplatzes verbunden und zahlt nach Verbrauch. Die Preise können allerdings höher sein als bei einer vergleichbaren Menge Flaschengas.

Um zu überprüfen, wie viel Gas noch in den Flaschen ist, kann man sie wiegen: Eine leere Elf-Kilo-Stahlflasche wiegt etwa elf Kilo, eine leere Aluflasche etwa sechs Kilo, die Differenz von gewogenem Gewicht und leerer Flasche ergibt die Füllmenge. Bequem wird das Wiegen mit der eingebauten Waage von Caracontrol, die den Füllstand auf ein Display im Wohnraum sendet. Wer keine Waage hat, kann einen Füllstandsanzeiger nutzen. Diese kleinen Geräte zeigen an, bis zu welcher Höhe noch Flüssiggas in der Flasche ist. Füllstandsmesser gibt es zum Beispiel von Dometic, Gaslock und Truma. Sie sind bereits ab zehn Euro zu haben, teurere Modelle können auch über hundert Euro kosten.

Tipps: Gasversorgung im Wohnmobil

  • Mitnehmen: sowohl das Europa-Füll-Set als auch das Europa-Entnahme-Set für ausländische Flaschen, kostet jeweils etwa 20 Euro.
  • Nachrüsten: Eine Umschaltautomatik wechselt von der leeren auf die volle Flasche. So kann nicht plötzlich die Heizung ausfallen.
  • Beachten: Das Gewicht der leeren Gasflasche ist am Griff eingeprägt. Dadurch kann man leicht die exakte Füllmenge bestimmen.
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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