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Basiswissen Assistenzsysteme

Assistenzsysteme können Leben retten

Nasse Fahrbahn, Seitenwind und andere Schikanen sind deutlich leichter zu handeln, wenn das Reisemobil über Sicherheitsassistenten verfügt. Foto: Fotos: Archiv 9 Bilder

Assistenzsysteme sorgen für mehr Fahrsicherheit und Komfort. promobil erklärt die wichtigsten elektronischen Helfer. Was in Pkw Standard ist, gilt aber leider noch nicht für Reisemobile.

16.06.2017 Anne Mandel

Assistenzsysteme machen das Fahren komfortabler und vor allen Dingen sicherer. Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein neues Reisemobil anzuschaffen, sollte über die elektronischen Helferlein daher Bescheid wissen. Denn im Reisemobilbereich sind längst nicht alle Assistenten Serie. Man muss die meisten ab Werk mit bestellen, denn nachrüsten ist in den meisten Fällen nicht möglich. Manche Assistenzsysteme, die man von modernen Pkw kennt, zählen bei Reisemobilen noch lange nicht zum Standard. 

Welche Sicherheits- und Assistenzsysteme gibt es für Reisemobile?

Das gilt beim Fiat Ducato zum Beispiel für das elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Dieses ist zwar inzwischen Serie, kann vom Reisemobilhersteller aber abgewählt werden. Zum ESP gehört neben der Antriebs-Schlupf-Regelung, der Berganfahrhilfe und dem Bremsassistenten auch eine beladungsabhängige Überschlagsvermeidung, die die Schlingerbewegungen beziehungsweise die Seitenneigung des Reisemobils reduziert. Für mehr Fahrsicherheit bei Gefälle kann man die Traction-Plus-Option wählen, die auch eine Bergabfahrhilfe umfasst. Ist sie zugeschaltet, hält sie ein konstantes Tempo – vorausgesetzt, die Strecke hat mehr als acht Prozent Gefälle und man fährt mit weniger als 30 km/h. 

Aufbauend auf dem ESP gibt es den Seitenwindassistenten, z. B. für Mercedes Sprinter, Ford Transit und den neuen VW Crafter. Hymer bietet ihn als erster und bislang einziger Reisemobil-Hersteller in der ML-Reiheauf Mercedes-Basis serienmäßig an. Das System registriert, ob und wie Seitenwind auf das Reisemobil einwirkt. Es korrigiert und stabilisiert, indem es die dem Wind zugewandten Räder abbremst.

Dem Schutz vor einem ungewolltem Verlassen der Fahrspur dient der Spurhalteassistent, der über eine Kamera oben an der Windschutzscheibe die Fahrbahn überwacht. Fährt man ohne zu blinken über die Seitenlinie, interpretiert das System das als Ermüdung und warnt den Fahrer optisch und akustisch. Eine weitere nützliche Option ist die Verkehrszeichen-Erkennung, die Überholverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen im Display darstellt. Ebenfalls praktisch ist eine Abblendautomatik, die bei Gegenverkehr von Fern- auf Abblendlicht umschaltet. Hilfreich ist auch eine Reifenluftdruckkontrolle. Sensoren in den Reifen überwachen den Fülldruck und melden dem Fahrer gegebenenfalls, welches Rad einen Druckverlust aufweist. 

Generell gilt: Die meisten Assistenzsysteme sind für Kastenwagen erhältlich, für den Großteil der aufgebauten Reisemobile nur bedingt. Was die flächendeckende Verbreitung bei Reisemobilen bremst: Viele Regelsysteme müssen individuell an den Mobiltyp angepasst werden.

Hätten Sie’s gewusst? 

Eine neue Funktion gibt es beim Tempomat des Fiat Ducato. Er kann nun alternativ auch als Geschwindigkeitsbegrenzer eingesetzt werden, etwa wenn man ein Tempolimit keinesfalls überschreiten möchte. Zuerst war diese Option auf die 130- und 150-Multijet-Motoren begrenzt, inzwischen gibt es sie aber auch für die beiden anderen Aggregate.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
pro 06/2017
Heft 06 / 2017 10. Mai 2017 154 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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