Alles zur Wasserhygiene im Wohnmobil: Sauberes Wasser

Alles zur Wasserhygiene im Wohnmobil Sauberes Wasser

Tankreinigung: die Basis für sauberes Wasser

Kalk und Biofilm setzen sich mit der Zeit in Tank und Leitungen ab. Im Campingfachhandel gibt es spezielle Reiniger, die beidem den Kampf ansagen. Ob mit Aktivsauerstoff, Zitronensäure oder auf Chlorbasis: Der Kunde hat die volle Auswahl. Neben professionellen Mitteln schwören viele Wohnmobilfahrer auf Hausmittel wie zum Beispiel Essigreiniger oder Gebissreinigertabs. Gerade Letztere sorgen immer wieder für hitzige Diskussionen. Während die einen von ihrer Wirksamkeit überzeugt sind, zweifeln andere daran. Sicher ist, dass eine Menge Tabs nötig sind, um einen 100-Liter-Tank zu reinigen, wenn man bedenkt, dass die normale Dosierung für Gebissreiniger bei einer Tablette pro Wasserglas liegt. Über die Langzeitwirkung, insbesondere die Auswirkungen von Gebissreinigertabletten auf Dichtungen und Schläuche im Wohnmobil, gibt es zudem keine gesicherten Erkenntnisse.

Unabhängig von der Art des Tankreinigers sollte man beachten, dass man Tank und Leitungen nach der Reinigung gründlich mit Frischwasser durchspült, um Rückstände und eventuell damit einhergehende Geschmacksbeeinträchtigungen des Trinkwassers loszuwerden. Zu einer gründlichen Reinigung gehört auch, das Wasser restlos aus dem System zu entfernen. Das ist schwierig, weil vor allem an tiefliegenden Stellen gerne Reste zurückbleiben. Um lästiges Restwasser aus den Schläuchen zu entfernen, kann man Druckluft benutzen. Speziell dafür wurden beispielsweise das Floë- und das Drainpower-System entwickelt. Bei der Nutzung von Druckluft sollte man beachten, wie viel Druck das Wassersystem verträgt und mit wie viel Bar der Kompressor arbeitet.

Wasserkonservierung: keine Chance den Keimen

Trinkwasserqualität behält gelagertes Wasser auf längere Sicht nicht von selbst. Um einer Verkeimung vorzubeugen, eignen sich zum Beispiel Präparate auf Chlor- oder Silberbasis. Letztere sind geschmacksneutral und werden nach Herstelleranweisung dosiert direkt ins Frischwasser gegeben. Dort sollen sie Viren, Bakterien und Algen bekämpfen, die sich sonst vor allem bei warmen Temperaturen rapide vermehren würden. Wer ohne Chemie auskommen möchte, sollte sich einmal mit Ionisation befassen.

Mittels einer chemischen Reaktion soll hierbei das Wasser von Keimen befreit werden. Auf dieser Technologie basiert beispielsweise der Aquasmarter: Bei Kontakt mit Wasser werden Kupfer- und Silberionen aus einer kleinen Spule freigesetzt, diese ist mit einer Metalllegierung aus Kupfer, Silber, Zink und Palladium überzogen. Je nach zu reinigender Wassermenge kostet das Gerät ab 55 Euro, nach zwölf Monaten Betriebszeit muss es ausgetauscht werden.

Eine weitere Möglichkeit der Wasserkonservierung ist der Einsatz von UV-Licht. Systeme wie das UV-Entkeimungsgerät von Reich werden nach dem Tank an die Wasserleitung angeschlossen. Das durchfließende Wasser wird dann durch das UV-Licht gereinigt. Reich verspricht schon nach einem Wasserdurchlauf eine Entkeimung von über 99 Prozent. Allerdings eine Zahl, die man in Relation zum exponentiellen Wachstum von Keimen sehen muss.Ganz billig ist so ein System übrigens nicht: Knapp 525 Euro muss man dafür investieren.

Der Einsatz von Filtern verspricht ebenfalls Erfolg. Dabei muss man zwischen den Filtern unterscheiden, die an der Armatur angebracht werden, und jenen, die bei der Wasseraufnahme aus der Zapfstelle zwischengeschaltet sind. Vorteil von Filtern: Es kommt zu keiner Umweltbelastung durch Chemikalien. Die Filter von Aqua free können sogar wieder aufbereitet werden - ein weiterer Pluspunkt in Sachen Umweltschutz.

Übersicht: Alles zur Wasserhygiene im Wohnmobil
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