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30 Jahre promobil 1983-1993

Die Wohnmobile der 80er Jahre

Zeitreise mit promobil 33 Bilder

30 Jahre promobil – das sind drei Jahrzehnte Wohnmobil-Geschichte. Begleiten Sie uns auf einer Zeitreise entlang von Kuriositäten, Innovationen und Bestseller. Der erste Teil: 1983-1993.

Über einen Mangel an Themen konnte sich die Redaktion von promobil noch nie beklagen. 1983 reicht die Bandbreite des Wohnmobilangebots vom Bischofberger Family auf Basis eines Audi 100 bis zum Clou Liner.

Wohnmobil-Klassiker aus den achtziger Jahren

Was man nicht ahnt: Viele der neu erschienenen Modelle werden Klassiker. So etwa Bürstner T-Modelle, Dethleffs Globetrotter, Hobby 600, Hymer B-Klasse oder Knaus Traveller. In ganz Europa geben die Hersteller Gas. Mitte der 1980er Jahre kann man bereits Integrierte von Elnagh und Pilote kaufen. In der Luxusklasse mischen US-Mobile mit. Winnebago ist bis heute ein Begriff.

Andere Namen der Frühzeit geraten in Vergessenheit. Wer kann sich noch an Allcar, Eurec, Gall oder Luna erinnern? Wieder andere finden rasch ihre Nische, die sie bis heute ausfüllen, wie Bimobil, Heku oder Tischer. Die Aufbauarten sind in den 80er Jahren so vielfältig wie heute, allerdings sieht die Beliebtheitsskala etwas anders aus. Teilintegrierte gelten als Exoten, Alkovenmobile als Renner. Über Design spricht man selten.

Die Form folgt der Funktion

Im Wohnmobil-Innenraum der achtziger Jahre wird es funktionell: Vierer-Dinetten machen Platz für die Familie. Die Möbel sorgen mit ihrer Kastenform für gute Raumnutzung. Ebenso schlicht wirken die nicht zu hellen, nicht zu dunklen Holzdekore. Zum Hingucker werden grob gemusterte Velourspolster. So ähnlich sieht es seinerzeit auch in deutschen Wohnzimmern aus. Das Wohnmobil wendet sich nicht mehr nur an wenige Enthusiasten, sondern an ein breiteres Publikum.

1983: Der erste Fiat Ducato als Basisfahrzeug

Dazu trägt auch ein mehrheitsfähiges Fahrgestell bei. 1983 tritt der Fiat Ducato erstmals als Basisfahrzeug an, zunächst bei Concorde, Dethleffs, Frankia, Heku und Weinsberg. Als Fahrgestellalternativen bleiben vor allem Ford Transit und die Mercedes-Modelle MB 100 und T1. 1990 hält ein umfangreiches Facelift den Ducato frisch. Kurz zuvor erscheint die Kurzform Talento, die trotz Minimalmotorisierung als Basis von Einsteiger-Alkoven herhalten muss.

1990: VW T4 löst den T3 ab

Eine Revolution findet 1990 beim beliebtesten Basisfahrzeug für Campingbusse statt. VW schickt den betagten T3 in den Ruhestand. Der T4 mit Frontmotor läutet erfolgreich die Moderne ein.

An der VW-Dominanz bei den Kompakten ändert auch ein Ausbau des Fiat Talento nichts, den Hymer 1993 für nur 38.950 Mark ins Rennen schickt. Mit Kampfpreisen reagieren die Hersteller auf die Markteintrübung. Nach dem ersten Wohnmobil-Boom gehen die Zulassungszahlen Anfang der 90er Jahre deutlich zurück. 1993 kostet der billigste Alkoven des italienischen Herstellers Ci 37.300 Mark.

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