Wohnmobil-Fahrwerke optimieren Tipps für die eigene Fahrwerkssanalyse am Wohnmobil

Nehmen wir mal an, Sie haben das Gefühl, irgendetwas stimmt mit dem Fahrkomfort Ihres Reisemobils nicht. Sie denken über eine Optimierung nach. Doch welche ist die beste Lösung?

Bevor Sie sich für eine komplette Fahrwerks-Erneuerung entscheiden, sollten Sie einige Punkte prüfen. Die wichtigsten Tipps für Ihre persönliche Fahrwerksanalyse.

Luftdruck prüfen: Der Reifendruck hat großen Einfluss auf den Fahrkomfort. Zu viel Luft ist ein häufiger Grund für eine zu harte Federung. Der richtige Druck hängt vom Reifentyp, von dessen Größe und vor allem vom Fahrzeuggewicht ab. Wiegen Sie Ihr Reisemobil, und stellen Sie den Druck nach den Empfehlungen des Reifenherstellers ein.

Geräuschpegel prüfen: Die Geräuschkulisse entscheidet maßgeblich darüber, wie komfortabel ein Fahrwerk empfunden wird. Der Stoß durch ein Schlagloch fühlt sich vielleicht nur deshalb so hart an, weil er von lautem Getöse begleitet wird. Eliminieren Sie also so weit möglich Nebengeräusche des Aufbaus – aber nur bei der Probefahrt zur Not mit Oropax.

Hinter- oder Vorderachse: Nehmen Sie während der Fahrt möglichst verschiedene Sitzplätze ein. So finden Sie heraus, ob eher die Vorder- oder die Hinterachse betroffen ist. Außerdem erfahren Sie so, ob sich nur der Fahrer gestört fühlt. Das deutet darauf hin, dass sich das Problem über das Lenkrad mitteilt – in Form von zu viel oder zu wenig Rückmeldung.

Voll- oder Teillast: Tritt das Problem eher beim leeren oder beladenen Fahrzeug auf? Viele Nutzfahrzeugfederungen werden beladen – im Rahmen der Tragfähigkeiten – komfortabler.

Problemanalyse: Fahren Sie verschiedene Manöver. Holpern Sie über Gullydeckel, Querfugen usw. Wann, wie und bei welcher Geschwindigkeit tritt das Problem auf? Ein harter Stoß bei einem Schlagloch deutet darauf hin, dass das Fahrzeug bis auf den Puffer durchschlägt. Eine Erhöhung des Federwegs kann Abhilfe schaffen, bespielsweise durch eine längere Schraubenoder eine Luftfeder. Zittert das Lenkrad – zum Beispiel auf welligem Asphalt – oder sind Vibrationen im Fahrerhaus spürbar? Dann kann das Ansprechverhalten der Stoßdämpfer die Ursache sein. Auch schlecht gewuchtete Reifen können zu Vibrationen führen. Schildern Sie das Fahrverhalten möglichst genau einem Fachmann. Nur so kann der auch die richtige Optimierung empfehlen.

Übersicht: Testfahrt mit neuem Alko-Fahrwerk