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Campingbus VW T6 im Test

Verbessertes Fahrwerk

VW T6 Foto: Jürgen Bartosch 9 Bilder

Gesehen hat man ihn schon, aber wie fährt sich die Neue VW-Transporter-Generation? Von außen vollzieht sich der Generationswechsel ziemlich unspektakulär. Und was hat sich innen getan?

Nun: Wer den T5 kennt, wird sich auch im T6 sofort zurechtfinden. Doch das ist bei einem Volkswagen keine Überraschung, sondern gelebte Ergonomie-Tradition. Das neue Armaturenbrett strahlt eine hohe Wertigkeit aus. Erstmals gibt es drei Varianten, mit identischer Linienführung: Die Nutzfahrzeugversion macht mit ihrer Zweifarbigkeit, die sich bis in die Türverkleidungen zieht, gleich deutlich, dass die untere Hälfte speziell auf Robustheit getrimmt ist. Die Mittelkonsole ist schmal, um auch bei Wahl der Doppel-Beifahrersitzbank genügend Knieraum zu bieten.

Die Optik im Campingbus

In den einfacheren Pkw-Varianten ist das ganze Cockpit schwarz gehalten und die Mittelkonsole verbreitert sich, um darin eine Handyablage, zwei Becherhalter und ein gekühltes Flaschenfach unterzubringen. Vor dem Beifahrer finden sich – analog zur Nutzfahrzeugvariante – neben dem Handschuhfach vor allem offene Ablagen. Den teureren Ausstattungslinien ist dagegen ein Armaturenbrett mit mattsilbernen Blenden, edlen Hochglanzflächen und mehr geschlossenen Fächern vorbehalten.

Sobald man den Zündschlüssel umlegt, bemerkt man, was neu ist

Nach dem Motorstart macht sich als Erstes die verbesserte Geräuschdämmung bemerkbar. Eine Maßnahme dafür zeigt sich etwa im Motorraum: Vom Aggregat ist vor allem der oben aufgebaute Ladeluftkühler zu sehen, der so als Nebeneffekt die Geräusche der Einspritzdüsen besser abschirmt.

Das sechsgängige Getriebe lässt sich gewohnt leichtgängig und präzise schalten. Der 150-PS-Motor zieht den etwas schwerer gewordenen Dreitonner souverän vom Fleck, auch weil das Anfahrverhalten nochmals verbessert wurde. Beim Gewicht schlägt vor allem die Euro-6-Abgastechnik mit dem 13-Liter-Ad-Blue-Tank zu Buche – die Multifunktionsanzeige im Kombiinstrument informiert auch hier über die verbleibende Reichweite. Zur Gewichtseinsparung wurde im Gegenzug der Dieseltank auf 70 Liter verkleinert – angesichts der für alle vier Aggregate versprochenen Verbrauchsreduzierung um rund einen Liter pro 100 km akzeptabel.

VW T6: Spürbar optimiert zeigt sich das Fahrwerk

Das Feintuning etwa durch zweifachprogressive Spiralfedern zahlt sich insbesondere beim Anfedern durch eine verbesserte Sensibilität aus. Die Steifbeinigkeit des Vorgängers wurde dem T6 weitgehend aberzogen. Nochmals komfortabler wird die Fahrt mit dem neuen adaptiven Dämpfungssystem (DCC, ab 1041 Euro), das nach Vorwahl einer Stufe – Normal, Komfort oder Sport – die Dämpfung an Fahrbahn, Tempo und Fahrverhalten anpasst.

Den höchsten Antriebskomfort bietet das bekannte Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) in Verbindung mit dem 4Motion-Allrad und dem neuen Biturbo-Top-Motor mit 204 PS. Dank der variablen Schaufelgeometrie eines der beiden Lader steht das maximale Drehmoment schon früh und über ein breites Drehzahlband zur Verfügung. Resultat ist eine souveräne Elastizität.

Neue Extras wie der Abstandsregel-Tempomat, moderne Multimediageräte auch mit Rückfahrkamera oder die elektrisch bedienbare Heckklappe kommen noch hinzu. Gute Argumente also, um vom T5 auf den T6 zu wechseln, auch wenn der Nachbar den Neuen vor der Tür kaum bemerken wird ­– doch dafür dürfte ein weiterhin hoher Verkaufspreis für den alten entschädigen.

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