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Mercedes V 250 Bluetec

Der etwas andere Van

Mercedes V 250 Bluetec Foto: Dominic Vierneisel 8 Bilder

Mercedes legt die Messlatte hoch. Mehr denn je ist die V-Klasse eine echte Alternative zum Erzrivalen T5. VW hat Hausaufgaben.

Stellen Sie sich vor, Sie steigen aus einem Fiat Panda in einen Rolls-Royce Phantom. Dann kriegen Sie ein Gespür dafür, wie sich die neue V-Klasse anfühlt. Für gusseiserne Nutzfahrzeug-Fans ist sie geradezu ein Kulturschock, mit ihrem skulpturhaften Armaturenbrett, elektrisch belüfteten Klimasitzen und der exzellenten Sprachsteuerung. Das ganze Auto ist eine Demonstration, wie gut der Transfer zwischen Pkw- und Nfz-Entwicklung bei Mercedes funktioniert. Bei Bedienung und Assistenzsystemen setzt die V-Klasse in ihrem Segment inzwischen den Maßstab. Wer mag, überlässt sogar das Einparken den elektronischen Heinzelmännchen. Angenehm bei einer stattlichen Länge von 5,14 Meter und eher mäßiger Übersichtlichkeit.

Noch etwas demonstriert die V-Klasse: Dass nämlich ein Van mit relativ hohem Schwerpunkt durchaus agil bewegt werden kann. Daran hat das souveräne Fahrwerk, das selbst bei Tempo 200 noch das Vertrauen der Passagiere genießt, sogar größeren Anteil als der starke V 250 Bluetec mit 190 PS. Keineswegs übermotorisiert fühlt sich die V-Klasse damit an – trotz stolzem Drehmoment, das beim V 250 serienmäßig die sanfte Sieben-Gang-Wandlerautomatik so effizient bändigt, dass man sich anstrengen muss, um den Verbrauch über zehn Liter zu treiben.

Bei so vielen Pkw-Eigenschaften bleibt der große Benz – und das ist mindestens ebenso erfreulich – ein Auto mit hohem Nutzwert. Und der drückt sich vor allem in viel Platz für Gepäck und Passagiere aus. Gemessen daran ist die V-Klasse – im Vergleich mit einer Mercedes E-Klasse etwa – fast ein Schnäppchen. Aber auch nur fast: Zwar starten die Preise bei 42.899 Euro, doch in der sehr gut ausgestatteten Avantgarde-Ausführung kommt ein V 250 mit dem stärksten Vierzylinder-Diesel bereits auf 56.917 Euro Grundpreis. Mit einigen so begehrenswerten wie keineswegs nötigen Extras liegen schnell noch 20.000 Euro mehr an.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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