Test: Grüne Welle

Test Grüne Welle

Marokko: Bedienung, Chassis und Gewichte

Weiter ging’s durchs wilde Marokko, das schöne Italien, das kultivierte Frankreich.

Die anfangs hakelige Schaltung wur­de im Lauf der Zeit geschmeidi­ger. Der Fiat selbst blieb von An­fang bis Ende so unkompliziert zu bedienen wie eine Kaffeetasse.

Manche Fahrer wünsch­ten sich praktischere Ablagen oder ein verlässlicheres Radio, das CDs, mit denen man es gefüttert hat, auch wieder ausspuckt. Andere ein etwas bes­seres Kur­venverhalten. Der hohe und wenig steife Aufbau wankte (und knarzte) doch beträchtlich. Was auch mit der schmalen Spur zu tun haben mag, mit der Bürstner den Flachrahmen des Levanto einst orderte.

Das Chassis ist überhaupt ein Thema. Wer den großen Levanto A 576 bestimmungsgemäß als Familienmobil nutzen möchte, tut gut daran, ins tragfähigere Maxi-Fahrwerk zu investieren. Nicht so sehr mit Blick auf den Fahrkomfort, sondern wegen der Zuladung. 265 Kilogramm Nutzlast beim 3,5-Tonnen-Testwagen wollten sehr umsichtig ausgereizt werden, besonders wenn noch Luft bleiben sollte für ein, zwei Kisten Côte du Rhône als Mitbringsel. Auch die Vorderachse operierte bei Vollbesetzung mit zwei ausgewachsenen und zwei halbwüchsigen Zweibeinern stets am Limit.

500 Kilo mehr Gesamt- und 100 Kilo mehr Vorderachszuladung würden die Situation deutlich entschärfen.

Übersicht: Bürstner Levanto im Dauertest