Test: Grüne Welle

Test Grüne Welle

Der Motor: das abgebrochene Gaspedal

Bekanntlich schlüpft ein Alkovenmobil nicht wie eine Schwalbe durch den Wind.

Der Top-Motor tat indes so, als spielten die mittelprächtige Aerodynamik oder das Gewicht des Levanto keinerlei Rolle.

Und für diese spielerische Kraft­entfaltung, die mächtige Drehmomentwoge, auf der er über Berg und Tal surfte, wurde er von vielen Nutzern geliebt. Kurz vor der Rückgabe, gut eingefahren, nahm sich der Fiat bei Fahrleistungsmessungen im Vergleich zum ersten Versuch mit wenigen Kilometern selbst noch einmal mehr als eine Sekunde beim Sprint von null auf hundert ab.

Vorwärtsdrang entwickelte der Ducato sogar dann noch, als eines Tages das Kunststoffgaspedal abbrach – ein kurioser Defekt, der beim Herausziehen des Fahrerhausteppichs entstand. Der Levanto musste im Standgas in die nahe Fiat-Werkstatt gefahren werden. Das ging problemlos – im Gegen­satz zur Ersatzteilbeschaffung, die gut zwei Wochen in An­spruch nahm.

Für eine Schreck­minute sorgte der Fiat in Kroa­tien, als das Kombiinstrument einen Fehler der Einspritzanlage verkündete. Als der nach wie vor muntere Du­cato zwei Tage später in der Werkstatt stand, hatte er sich auf mysteriöse Weise selbst geheilt. Auch das kostenlose Auslesen des Fehlerspeichers blieb ohne Befund.

Der Verdacht, die Fehlermeldung könnte etwas mit dem Wasser zu tun haben, das sich bei Regen ungehindert über den Motor ergoss, ließ sich nicht erhärten. Allerdings hatten Ventildeckel und Einspritzdüsengewinde mangels Kunst­stoffab­de­ckung bei Testende sichtbar Rost angesetzt.

Übersicht: Bürstner Levanto im Dauertest