Report: Verbrauchstest Bürstner Aero Van: Vom Winde geprägt - der neue Bürstner Aero Van

Report: Verbrauchstest Bürstner Aero Van Vom Winde geprägt - der neue Bürstner Aero Van

So senken Sie den Sprittverbrauch!

Report: Verbrauchstest Bürstner Aero Van - Sparsam

Mit wenigen Tricks den Dieselverbrauch senken und die Umwelt schonen, das ist besser als Geschwindigkeitsrekorde und nervtötende Tempohatz auf dem Weg in den Urlaub.

1. Motor immer ohne Gas starten, zügig beschleunigen. Geich nach
dem Anfahren hochschalten, dann in der Ebene bei etwa 2000 Touren.
2. Ist die Zielgeschwindigkeit erreicht, runter mit der Drehzahl
und im höchstmöglichen Gang fahren.
3. Schwungspitzen nutzen, in deftige Steigungen so weit erlaubt
mit Übertempo hineinfahren. Motor am Berg ziehen lassen, bei ­drohendem Geschwindigkeitsverlust rechtzeitig zurückschalten.
4. Nach Kuppen frühzeitig hochschalten und vom Gas.
5. Geschwindigkeitsspitzen vermeiden, gleichmäßig und vorausschauend fahren, vor Hindernissen rechtzeitig Gas wegnehmen.
6. Auf Ampeln und Stoppstellen mit eingelegtem Gang zurollen – im Schiebebetrieb verbraucht der Motor keinen Kraftstoff.
7. Unnötiges Laufenlassen des Motors im Stand vermeiden.
8. Auf korrekten Luftdruck in den Reifen achten.
9. Klimaanlage nur bei Bedarf einschalten.
10. Unnötigen Ballast vermeiden.
11. Kompakte Motoren senken den Verbrauch: 2,3 statt 3,0 Liter ­(Fiat), vier statt sechs Zylinder (Mercedes) sparen Gewicht und Sprit.
12. Auf regelmäßige Wartung achten: verstopfte Luftfilter zum Beispiel ­erhöhen den Verbrauch.

Vor Hamburg verdichtet sich der Verkehr. Der Bürstner schnürt unbeeindruckt mit Marschtempo 100 km/h Richtung Lübeck, die Marzipanstadt liegt 80 Kilometer entfernt. Und zwei Säulen der Tankanzeige, am Kreuz Hamburg-Ost ist es nach 654 Kilometern so weit. Die Sonne steht jetzt tief, der Teilintegrierte pfeilt in den späten Nachmittag. Die Autobahn A 1 erinnert an eine Buckelpiste, die rechte Spur ist ausgefahren von schweren Sattelzügen. In Höhe Bad Schwartau verschwindet erneut eine Säule der Tankanzeige, über der verbleibenden blinkt mahnend die Ziffer „0“, auch leuchtet ein Warnsymbol auf. 710 Kilometer sind absolviert. Kurz vor Travemünde schießen links getarnte Pkw vorbei, ein künftiges BMW-Cabrio, ein Mini-Ableger auf dem Weg zu Wintertests im Norden.Für beide nur Zwischenziel, für den Bürstner das Ende der Fahrt: der Skandinavienkai in Travemünde. Nach 723,4 Kilometern steht der Luftikus Aero Van vor dem Kombi-Passagierschiff „Nils Dacke" der TT-Line. Seit Stuttgart ohne Tankstopp.
Danach rollt er auf Samtpfoten nach Travemünde hinein – begleitet von Warnlampen. Umso größer die Überraschung an der Tankstelle: Nach 731 Kilometern fließen exakt 64,31 Liter Diesel in den Tank, macht einen Schnitt von nur 8,8 Liter/100 km. Ein tolles Ergebnis, Hut ab vor den Designern und den Entwicklern des Antriebs. Mit den verbliebenen acht Litern hätte der Aero Van sogar weitere rund 90 Kilometer bis zum Fährhafen Puttgarden auf Fehmarn geschafft.

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