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Test

Renault Master, Opel Movano und Nissan Interstar

Basisfahrzeuge: Das Trio Renault Master, Opel Movano und Nissan Interstar geht aufgefrischt in die nächste Runde.

Bullig zieht der Master die deftige Steigung in den französischen Seealpen hoch. Der 3,5-Tonner lässt, kraftvoll im sechsten Gang bei Tempo 100 und 2000 Touren orgelnd, andere Transporter mühelos hinter sich. Szenenwechsel. Vollbremsung mit dem beladenen Master auf einer Versuchspiste: nach knapp 43 Metern steht die Fuhre aus 100 km/h. Dies auch nach mehreren Versuchen, prima. Und wer sich keine Vollbremsung traut, dem wird in Notsituationen geholfen: Ein Bremsassistent merkt, wenn der Fahrer unvermittelt aufs Pedal tritt, erhöht den Bremsdruck – dank ABS spurt der Renault auch dann. Die Zwillinge Renault Master und Opel Movano, dazu gesellt sich der ebenfalls baugleiche Nissan Interstar, gehen nach einem halben Dutzend Jahren mit vielen Änderungen in die zweite Lebensphase. promobil-Leser konnten einige Neuerungen bereits exklusiv in Heft promobil 10/2003 registrieren.

Optisch treten die drei wie ein Riesen-Kangoo auf: große Scheinwerfer, dazwischen eine Motorhaube mit Bügelfalte. Unter der Frontpartie erfüllt nun ein deftiger Vierzylinder-Turbodiesel mit drei Liter Hubraum die Wünsche nach mehr Dampf. Wichtiger als die Leistung (136 PS) ist das Drehmoment von 320 Nm. Die Nissan-Maschine ist ein etwas ungehobelter, aber offensichtlich robuster Kerl, der sonst urwüchsige Geländewagen vorwärts zieht. Wem er zu ruppig ist: Der 2,5-Liter mit 114 PS ist eine komfortable Alternative. Die Kraftübertragung übernimmt hier wie dort ein Sechsganggetriebe, dessen Bedienhebel Platz sparend und griffgünstig aus dem Armaturenbrett ragt. Mit kurzen Wegen, Leichtgängigkeit sowie ausreichender Präzision gefällt das Schaltwerk. Gleich darüber haben die drei Transporterkollegen unter Führung von Renault die Instrumententafel neu gestaltet. Die Abdeckung erinnert an Trafic und Vivaro; Instrumente und Ablagen sind eher konventionell gehalten, in wohltuenderen Farben als dem früheren Braun.

Renault und Opel versprechen darüber hinaus eine bessere Heizung und Lüftung sowie einen geringeren Geräuschpegel. Subjektiv lässt es sich in den Transportern gut aushalten, auch wenn die Fahrerhaussitze unverändert französisch-weich wirken und das Lenkrad etwas flach steht. Reisemobilurlauber können sich auf spezielle Mehrausstattungen freuen, die das Reisen angenehmer machen: Bordcomputer, Geschwindigkeitsregler und zwei sauber integrierte Navigationssysteme. Sicherheit gibt es serienmäßig: die Top-Bremse mit großen Scheiben rundum, ABS, elektronischer Bremskraftverteilung, Bremsassistent sowie einen Fahrerairbag. Auf eine Fahrdynamikregelung verzichtet die Transportergemeinschaft dagegen ebenso wie auf eine Traktionskontrolle: Im ersten Gang jedoch ist das Drehmoment zurückgenommen, ein Kavalierstart kaum möglich. Der spektakuläre Auftritt ist ohnehin nicht die Sache von Master und Konsorten: Trotz neuer Optik liegt der Schwerpunkt auf inneren Werten.

Technische Daten (Stand: Dezember 2003) Hersteller: Nissan Motor Deutschland, Renault Modell: Master Typ: Campingbus, Teilintegrierter Preis: ab 22156 EUR KW: 73 PS: 99

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