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Bimobil Husky 230 im Test

Die Absetzkabine auf dem bärenstarken Ford Ranger

Bimobil Husky 230 Foto: Ingolf Pompe 15 Bilder

Einfach weiterkommen: Absetzkabinen versprechen die große Freiheit. Auch die kantige Bimobil Husky entfacht spontane Abenteuerlust. Quickcheck des Modells auf dem Ford Ranger.

Ein Hauch von Freiheit und Abenteuer umweht Pick-up-Kabinen. Da macht der Husky 230 von Bimobil keine Ausnahme. Der Ford Ranger gibt mit breitem Chromgrill und Rammbügel den abenteuerlustigen Macho; und Bimobil komplettiert das Gefährt mit einer kantig-rustikalen, aber schick in Silbermetallic lackierten Wohnkabine.

Passanten recken die Köpfe nach diesem Gespann, und man meint, eine große Prise Fernweh in ihrem Blick zu erkennen. Tja, wen wundert’s. Der Husky 230 ist das zweitkleinste Modell von Bimobil. Mit dem Ford Ranger als Doppelkabiner kommt das ganze Mobil auf kompakte 6,10 Meter Länge.

Für 2 Personen ausgelegt

Bimobil Husky 230 Foto: Ingolf Pompe
Der kleine Husky 230 ist ein reines Zwei-Personen-Mobil. Und ein teures: 37. 870 Euro kostet allein die Kabine.

Ausgelegt ist die Wohnkabine auf zwei Reisende. Zwar entsteht ein dritter Schlafplatz, wenn man die Sitzgruppe umbaut, doch es ist besser, wenn man ihn nicht braucht. Die Sitzplätze bleiben auf zwei beschränkt: eine breite Bank links und eine ziemlich schmale rechts – nicht sehr viel Platz, doch dafür hat der Husky ein anderes Highlight: die große Heckklappe, durch die der Blick in die Landschaft schweifen kann und die das Outdoor-Feeling perfekt macht.

Der Tisch ist groß, wackelt aber ein wenig. Für mehr Gemütlichkeit und Ergonomie täte den Rückenlehnen etwas mehr Profil gut. Und mancher Großgewachsene würde sich etwas mehr Kopffreiheit unter den Hängeschränken wünschen.

Hohes handwerkliches Niveau bei Bimobil

Dem traditionell zeitlosen, aber gar nicht konservativen Ausbaustil von Bimobil bleibt auch der Husky treu. Fröhlich grüne Vorhänge, Sitzpolster und Matratzenbezüge, bunte Lehnen und Stoffspiegel geben dem Bimobil eine jugendliche Note, die sich jegliche Effekthascherei verkneift.

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Kanten und Klappenrahmen aus Echtholz veredeln das helle, geradlinige Mobiliar. Die Verarbeitung ist tadellos und wertig. Wo immer möglich und sinnvoll, sind Möbelbretter für hohe Stabilität verzapft montiert und verleimt. Schrankeingriffe sind nicht sägerau, sondern glatt geschliffen, sodass man sich nicht verletzen kann. Möbelverbinder sind nicht zu sehen, offene Verschraubungen selten – auch das zeugt vom hohen handwerklichen Niveau. Scharniere und Verschlüsse sind einfach, aber zweckmäßig. Mancher Aufsteller ruft jedoch quietschend nach einem Tropfen Silikonöl.

Küche und Bad sind sehr kompakt

Kompakt und funktional bringt die Küche alles mit, was zwei Reisende unterwegs benötigen: zwei Kochflammen, viel Stauraum, ein wenig Platz für die Kochvorbereitung auf der überraschend edlen Kunststeinarbeitsplatte. Leider fasst der Absorberkühlschrank nur 60 Liter, und die Spüle ist sehr flach, aber es ist eben auch ein sehr kompaktes Mobil.

Sehr ansehnlich ist der Sanitärraum gestaltet. Das Email-Waschbecken mit ausziehbarer Brausearmatur und das WC drängen sich zwar auf wenig Raum, doch Ablagen, praktische Haken und eine 12-V-Steckdose sorgen insgesamt für hohen praktischen Nutzen. Das Sperrholz ist wasserfest verleimt und die Bodenwanne solide, beim Duschen wird aber die ganze Einrichtung nass. Die Konsequenz: Waschlappen oder Campingplatz-Dusche.

Bimobil Husky 230 Foto: Ingolf Pompe
Ausreichend Platz für zwei im Bett.

Im Bett hingegen kann man sich’s auf komfortablen 1,50 Meter Breite gemütlich machen. Ein kleines Fenster im Bug lässt Licht herein. Dank Tellerfedern liegt man sehr bequem. Die Ausstattung kommt einem mit Ablagen an Fuß- und Kopfende sowie zwei Leselampen entgegen. Als Aufstiegshilfe gibt es eine einzelne kleine Trittstufe; wie bei Alkovenmobilen sollte man eine gewisse Sportlichkeit mitbringen.

Das Fahren mit der Absetzkabine

Beim Fahren erweist sich das Prinzip Absetzkabine als Kompromiss. Dank zuschaltbarem Allradantrieb beweist der Ford Ranger abseits befestigter Wege herausragende Traktion. Der Sechszylinder-Diesel ist bärenstark und tritt jederzeit bullig an. Genügsamkeit zählt allerdings nicht zu seinen Tugenden. Im Test genehmigte sich der Drei-Liter rund 13 Liter auf 100 Kilometer. Doch nicht nur deshalb geht man längere Strecken eher langsam an. Ein ständiges Nicken und Zittern im Fahrwerk begleitet die Reise, trotz komfortabel luftgefederter Hinterachse. In Kurven ist die Seitenneigung beträchtlich, weil der massige Aufbau den Schwerpunkt des Fahrzeugs deutlich nach oben hinten verschiebt. Der Wendekreis ist an sich nicht groß. Wirklich handlich fühlt sich das Gespann aber nicht an. Die Übersichtlichkeit bleibt trotz Zusatzspiegeln bescheiden.

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Bimobil Husky 230 technische Daten und Preise

Gurte/Schlafplätze: 5/3
Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge/Breite/Höhe: 6,10/2,19/2,95 m
Grundpreis ab 71.661 Euro

Aufbau: Sandwichbauweise, außen Aluminium, innen Sperrholz, Bodenverstärkungen aus Alurohr, Isolierung XPS- Schaum, 5 Kunststoff-Isolierfenster mit Rahmen, 2 Dachhauben.
Ausbau:
Möbel aus Sperrholz, Kanten und Klappenrahmen aus Echtholz, Alkovenbett 1920 x 1510 mm, umgebaute Sitzgruppe 2000 x 550–850 mm, Sanitärraum mit Kassettentoilette und integrierter Dusche, Küche mit Zweiflammkocher und Absorberkühlschrank 60 L (Gefrierfach 5 L).
Bordtechnik:
Gas-Gebläseheizung/Boiler Truma Combi 4, Frischwassertank 50 L, Abwassertank 60 L, Innenbeleuchtung mit 3 Transistor- und 4 LED-Lampen, Bordbatterie 60 Ah, Gasflasche 2 x 5 kg.
Basisfahrzeug:
Ford Ranger, zuschaltbarer Allradantrieb, Sechszylinder-Turbodiesel, Hubraum 3198 cm3, Leistung 147 kW/200 PS, Sechsgang-Automatikgetriebe (Serie: 130 PS, Sechsgang-Schaltgetriebe).
Maße und Gewichte:
Länge x Breite x Höhe 6100 x 2190 x 2950 mm, Radstand 3220 mm, zulässiges Gesamtgewicht 3500 kg (Option).
Preise:
Grundpreis Absetzkabine Husky 230: 38.210 Euro, Basisfahrzeug Ford Ranger XLT Limited: 43.370 Euro, Auflastung auf 3,5 t zGG inklusive Extra-Bereifung und Luftfederung 4345 Euro, Wechselsystem mit vier Hubstützen, Plattform zur Abdeckung des Fahrgestells 7.025 Euro, Außenlackierung Kabine in Silbermetallic 665 Euro, große Heckklappe 1290 Euro, 220-Volt-Anlage, FI-Schutzschalter, Ladegerät, Kontrollbord 1375 Euro, Umrüstung Original- zu Wechselpritsche 1290 Euro; Testwagenpreis 102.645 Euro

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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