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Test

HRZ Holiday Travel

Außen vornehm zurückhaltend, innen überraschend nobel: „Holiday Travel" nennt HRZ seine feine Freizeitadresse.

Mehr Sein als Schein: Der Holiday Travel von HRZ pflegt rein äußerlich vornehme Zurückhaltung. Dahinter steckt Absicht: Weder das handwerklich perfekt aufgesetzte GfK-Hochdach noch das dezente Außendekor weisen ihn auf Anhieb als Reisemobil aus. Wer HRZ fährt, der travelt fast inkognito und fällt nicht auf. Die flotte Gangart des Mercedes Sprinter 313 CDI mit 129 PS macht die Tour mit dem HRZ zum Vergnügen. Auch der Komfort und das Fahrverhalten sprechen für den Stern im Grill, ebenso die praktische Schalthilfe Sprintshift (Aufpreis 1023 Euro). Noch größer wäre der Fahrspaß, wenn die Lenkung um die Mittellage mehr Präzision und Rückstellkräfte böte.
Ein Szenenwechsel findet beim Betreten des HRZ-Innenraums statt.

Feine Polsterstoffe aus Alcantara und der wieder in Mode gekommene Linoleum- Bodenbelag prägen das Ambiente. Beides kostet freilich Aufpreis, HRZ nennt diese Innenoptik „Business Travel“. diesem Zusammenhang liest sich die Sonderausstattungsliste von HRZ ebenso umfangreich wie das Pendant der Mercedes- Basis – ein HRZ ist individuell und beileibe nicht billig. Der nicht übertrieben üppig bestückte Testwagen kostete gut 60 000 Euro. Doch der Gegenwert stimmt: Da wäre zum Beispiel, typisch HRZ, das präzise gebaute Mobiliar mit einem hohen Echtholzanteil. Silberne Rollladentüren an den Hängeschränken vermitteln eine Spur Business-Atmosphäre. Eine weitere Raffinesse ist unter dem relativ flachen Dach des HRZ zu entdecken, dort versteckt sich ein einzigartiges Hubbett. Auf Knopfdruck senkt sich die Liegefläche leise nach unten. Der solide Elektroantrieb (Aufpreis) arretiert in jeder Höhe, schränkt aber die Bettgröße ein. Die Liegefläche fällt durchschnittlich groß aus, ein Lattenrost fehlt.

Mit ihren festen, vielfach verstellbaren Polstern gefällt die Sitzbank in der zweiten Reihe. Damit eine Viererrunde entsteht, müssen die Stühle im Fahrerhaus mit einiger Mühe gedreht werden. Nachts wird aus der Bank nach Umlegen der Polster und Umsetzen der Kopfstützen zusammen mit dem gedrehten Fahrersitz ein Bett. Weil sich die Fläche aus mehreren Elementen zusammensetzt, lässt der Komfort naturgemäß zu wünschen übrig. Die Front des kompakten Bads links im Heck verleiht dem Wohnraum dank der eleganten, runden Tür einen besonderen Pfiff. Mit Geschick installiert HRZ dahinter Toilette, Duschwanne und Waschbecken auf engstem Raum. Zum Duschen ist der Platz in der Praxis jedoch ein wenig knapp. Wie die meisten Kastenausbauten darf auch der Holiday Travel kräftig zuladen. Die Auflastung auf 3,5 Tonnen schafft noch mehr Reserven. Zum Einladen stehen viele Staufächer bereit. Praktisch ist der über rechte Heckflügeltür zugängliche Gepäckraum unter der Küche. Hier ruht auch der Frischwassertank. Die linke Hecktür gibt den Blick auf einen Teil Bordtechnik frei. Rund um Truma- E-Heizung und Cassettenschacht der Toilette geht hier zwar knapp zu, aber die Installation war beim Testwagen tadellos ausgeführt. Der HRZ Holiday Travel überzeugt mit inneren Werten. Das elektrische Hubbett ist tolles Zubehör; die gewählte Aufteilung passt prima für mobile Paar. Der hochwertige Ausbau schlägt sich freilich Preis nieder. Was reizt, ist Mischung: außen dezent und zurückhaltend gestaltet, innen fein in Schale.

Technische Daten (Stand: März 2002) Hersteller: HRZ Modell: Holiday-Travel Basisfahrzeug: MB Sprinter 211 CDI Typ: Campingbus Preis: ab 51076 EUR Sitze mit Gurt: 3 Schlafplätze: 4 Zul. Gesamtgewicht: 2950 kg Länge: 5640 mm Breite: 1930 mm Höhe: 2700 mm Basismotor: Diesel KW: 80 PS: 109

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