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Dethleffs Esprit I 7870

Der will erster sein

Das künftige Dethleffs-Programm zeugt von Ehrgeiz – die Allgäuer streben die Pole-Position an.

Sportliche Bilder haben derzeit Hochkonjunktur. Der Ball ist rund, das Spiel dauert neunzig Minuten. Oder wie wäre es damit: Das Doping des Erfolgreichen ist das Risiko. Alles passt perfekt im Jahr von EM, Tour de France und Olympia, alles lässt sich auch auf die Wirtschaft übertragen. Besonders auf Dethleffs. Getreu dem Motto „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr" zeigt das Isnyer Team um Coach Thomas Fritz, wohin es 2005 gehen soll – ganz nach oben in der Tabelle. Gelingen soll das durch Wachstum im Modellspektrum, durch eine bei Dethleffs bislang so nicht bekannte Vielfalt an Basisfahrzeugen sowie diverse Detailverbesserungen im Möbelbau. Indes: War die Dethleffs-Produktpalette schon bisher nur mit etwas Mühe zu überblicken, wird es 2005 eher noch ein bisschen schwieriger. Denn die Modellpalette wächst entgegen dem allgemeinen Trend bei anderen Herstellern. 2005 haben Dethleffs-Kunden so die Wahl zwischen zehn Baureihen und 68 Modellen. Aktuell teilt Dethleffs sein Programm in elf Klassen mit 62 Varianten ein. Eine Klasse entfällt also: Die sechs Integrierten der Premium Class müssen weichen.

Damit ist das Thema Integrierte für die Allgäuer jedoch keineswegs erledigt, vielmehr tummelt sich Dethleffs künftig verstärkt im Segment der günstigeren Esprit-Integrierten. Mit den Modellen I 7270 DB und 7410 EB rollen neue Einzel- und Doppelbetten-Grundrisse mit Halbdinette an, bei denen die Fahrzeuggesamtlänge auf 7,73 und 8,38 Meter reduziert werden konnte. Preise von knapp 66 000 Euro für den 7270 und 67 000 Euro für das größere Einzelbettmodell machen auch Premium-Class-Kunden den Umstieg einfacher – zumal der Esprit bald nicht nur mit den hellen „Tessiner Apfel“-Möbeln zu haben sein wird, sondern noch in einer dunkleren Variante „Piemontkirsche" sowie mit hellen Sitzbezügen. Die größte Dethleffs-Baureihe aber heißt Advantage. 35 Modelle gibt es in der Einsteigerkategorie, verteilt auf 17 Alkovenmodelle, vier davon mit Doppelboden, zehn Teilintegrierte sowie acht Integrierte.

Äußerlich bis auf Dekor-Varianten unverändert, liegen die Fortschritte beim Advantage innen: Bereits die günstigste Alkovenversion A 5251 für 31 399 Euro gefällt durch die neuen gewölbten Möbelklappen und die hellen Oberflächen im „Tessiner Apfel“-Design. Gegen Aufpreis bietet Dethleffs für die Advantage-Modelle eine Elegance-Ausstattung mit Möbeln in dunklem „Mollebusch" und Rahmenklappen an. Der Advantage-Interessent kann 2005 zwischen vier Möbel- und zehn Textilvarianten wählen. Neu zum Advantage-Programm stoßen die beiden Teil-integrierten T 6441 mit Längsdoppelbett (ab knapp 39 000 Euro) und T 6571 B mit Querdoppelbett im Heck (ab etwa 40 000 Euro). Sorgte Dethleffs mit dem neuen Globebus bereits für Schlagzeilen (siehe promobil 6/2004), so kommt mit dem Esprit RT auf Renault Master der nächste Knaller. Vier Grund-risse des auch außen stimmig gestalteten RT werden Isny in den nächsten Wochen verlassen, etwa der RT 7014, ein Einzelbettmodell mit über die Fahrzeugbreite verlaufender Hecktoilette. Die Preise für die 6,40 bis 7,27 Meter langen Hoffnungsträger liegen zwischen 44 000 und 46 000 Euro. Ein sportlicher Preis. Und der Ball ist rund.

Technische Daten (Stand: August 2004) Hersteller: Dethleffs Modell: Esprit I 7870 Typ: Integrierter Basismotor: Turbodiesel

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