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Knaus Van I 600 MG im Dauertest

Zwischenfazit nach über 20.000 Kilometern

Ungewöhnliche Erfahrung: Auf Sardinien führte die offizielle Straße den Knaus durch Furten. Foto: Bartosch, Breid, Köbler-Linsner, Wagner, Kohstall 17 Bilder

Mehr als die Hälfte der Testdauer hat der Knaus Van I 600 MG inzwischen absolviert. Nach der Leichtigkeit des Sommers muss er sich nun auch bei Winterkälte bewähren.

21.02.2017 Jürgen Bartosch

Rückblende: Als der Knaus im Mai 2016 seinen Dienst in der Redaktion antritt, beginnt sich gerade die Wärme von Süd- nach Mitteleuropa auszubreiten. Die erste größere Tour führt ihn auch gleich ins frühsommerliche Sardinien. Das Konzept des schlanken, kompakten Integrierten, der trotzdem Platz für vier Personen bietet, kann dabei vom Fleck weg überzeugen, mit familientauglichem Stau- und Lebensraum und der nötigen Handlichkeit, um auch entlegene Ecken der Mittelmeerinsel anzusteuern. Auf den folgenden Touren nach Frankreich, in die Dolomiten und in die Schweiz verdichten sich in den Kommentaren im Fahrtenbuch aber auch ein paar kritische Punkte.

Fahrgeräusche und Schwierigkeiten mit den Türen

Etwa die Geräuschkulisse während der Fahrt wurde bemängelt und dafür zwei Ursachen ausgemacht: das relativ präsente Motorgeräusch und das quietschende und pochende Hubbett. Ärgerlich war auch, dass die Funkfernbedienung der Fahrertür beim Öffnen und Schließen immer gerade den falschen Befehl gab.

Auch die verzogene Aufbautür im Knaus Van I 600 MG sorgte für Verdruss, weil sie nur widerwillig schloss. Die Werkstatt des konsultierten Knaus-Händlers zeigte daran ihr fachkundiges wie praktisches Können. Die Türen ließen sich anschließend deutlich besser bedienen, und das Hubbett konnte beruhigt werden, durch Sperrholzbrettchen an den seitlichen Führungen.

Kleinere und ein großes Problem mit dem Knaus Van I

Ein anderes Problem trat dagegen ganz unverhofft auf. Als allererste Campingerfahrung wollte eine Familie mit dem Knaus nach Italien fahren. Doch die Reise endete fast schon, bevor sie begann: Denn beim Volltanken vor dem Start floss der Diesel plötzlich unten wieder raus. Die engagierte Iveco-Werkstatt bei München konnte zumindest für eine provisorische Lösung sorgen, sodass der Knaus – einen Tag verspätet – dann doch gen Süden rollte. 

In der Knaus-Werkstatt wurde hinterher der komplette Tankzulauf erneuert, der tatsächlich ein Loch aufwies. Die Ursache für das Leck ließ sich nicht mehr ermitteln.

So bewährt sich der Knaus in der kalten Jahreszeit

Weitere Kurztrips im Herbst, die in die Pfalz und die Fränkische Schweiz führten, brachten dem Knaus Van I 600 MG neben Lob für das praktische Servicefach und die bequemen Betten auch Tadel ein, für die hakelige Bedienung der Dachhauben und die etwas schwache Warmluftversorgung des Heckbetts. Bei einer Jahresendtour ins schneefreie, aber kalte Allgäu, bevorzugte die Zwei-Personen-Besatzung darum das besser beheizte Hubbett vorn. 

Als der Schnee im Januar dann kam, zeigten sich die aufgezogenen Goodyear Cargo Ultragrip von ihrer besten Seite. Auf trockener Piste neigt ihr grobstolliges Profil jedoch zum Wummern. Die kürzlich aufflammende Ölkontrollleuchte mahnte zum Schmierstoffnachfüllen – was im engen, winterlich verschmutzten Motorraum keine angenehme Pflicht ist.

Ihre Erfahrung ist gefragt

Ein Jahr lang testet promobil den Knaus auf Herz und Nieren. Fast pausenlos tourt der Kompaktintegrierte durch halb Europa mit wechselnden Besatzungen und Reisezielen. Wenn auch Sie einen Knaus Van I oder TI fahren, interessieren wir uns sehr für Ihre Erfahrungen damit. Schreiben Sie uns, worin für Sie die Vorzüge Ihres Fahrzeugs liegen und wo Sie Mängel entdeckt haben, an Redaktion promobil, Stichwort Dauertest Knaus, 70162 Stuttgart oder an dauertest@promobil.de

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 03/2017
Heft 03 / 2017 15. Februar 2017 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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