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Ci Elliot 40 im Test

Sieben auf einen Streich

Ci Elliot 40 Foto: Uli Regenscheit 9 Bilder

Ein Alkovenmobil mit Platz für sieben Reisende macht neugierig. Zudem hat Ci die Aufbautechnik deutlich aufgewertet. Was also kann das neue Modell Elliot 40 aus der Günstigklasse?

Kinderreiche Familien sind auch in Italien rar geworden. Doch wer seinem Nachwuchs mal erlaubt hat, die Freunde mit auf Reisen zu nehmen, macht eine interessante Erfahrung: Mit mehreren Kindern geht es oft entspannter zu als mit ein, zwei gelangweilten Sprösslingen.

Der Elliot 40 bringt für solche gelegentlichen Gruppenreisen gute Voraussetzungen mit. Er ist für die drei- bis vierköpfige Familie noch nicht unnötig groß, bietet aber dennoch Sitz- und Schlafplätze für bis zu sieben Personen. Grundlage ist die Viererdinette mit zusätzlicher kleiner Seitensitzgruppe.

Tisch und Bänke lassen sich verlängern, damit sich die große Runde tatsächlich zum Essen versammeln kann. Der Einzelsitz in Fahrtrichtung kann zudem ein Stück nach hinten in den Einstieg verschoben werden. Ein Kniff, um bei Nichtgebrauch etwas Platz zu sparen, in der Praxis jedoch eine etwas hakelige Angelegenheit. In der Dinette summieren sich je zwei Dreipunkt- und Beckengurte zu vier Gurtplätzen, zusammen mit dem Fahrerhaus also sechs.

Den siebten Platz steuert der Einzelsitz gegen die Fahrtrichtung bei - ebenfalls mit Beckengurt. Um den Platz guten Gewissens besetzen zu können, fehlt aber eine vernünftige Rücken- und Kopfpolsterung.

Das größte Bett steht mit 2,12 mal 1,70 Meter im Alkoven bereit. Hier können ohne Weiteres auch mal drei Kinder nächtigen. Ablagen, Beleuchtung, Belüftung und Absturzschutz - für all das ist gesorgt. Sogar einen Heizungsausströmer findet man serienmäßig, dem jedoch nur ein laues Lüftchen entweicht. Wer Wintereinsätze plant, investiert in einen isolierten Abwassertank.

 Eine Unterlüftung  oder gar -federung sucht man unter der großen Alkovenmatratze indes vergeblich. Gleiches gilt für die Etagenbetten im Heck. Länge, Breite und Kopffreiheit sind aber auch hier untadelig. Die untere Liege lässt sich zur Vergrößerung des Stauraums hochklappen. Wehe aber, wenn dabei die Halogenlampe am Bett brennt: Sie kann sich in die Matratze schmoren. Besser wäre sie an der Heckwand angebracht, so hätte man auch eine Gepäckraumbeleuchtung.

Steht der Heckstauraum in voller Höhe zur Verfügung, passen sogar ein bis zwei Fahrräder hinein. Braucht man das Bett als Liegefläche, wird es dar-unter jedoch knapp - eine Heckabsenkung würde helfen. Aus Gewichtsgründen ist die Stauraumbegrenzung aber nur konsequent. Deshalb taucht auch der wuchtige Dreilitermotor erst gar nicht in der Optionsliste auf. Weitere Kniffe, um das ehrgeizige 3,5-Tonnen-Ziel zu erreichen, finden sich bei der Bordtechnik. Der Gaskasten ist im Serienzustand nur für eine große Flasche eingerichtet, und der Frischwassertank soll für die Fahrt von 105 auf 50 Liter reduziert werden. Stets auf 60 Liter beschränkt ist der Dieseltank, der ebenfalls die Heizung speist.

Dagegen lässt sich der Kühlschrank in der respektablen Küche optional von 104 auf 140 Liter vergrößern. Als Arbeitsbeleuchtung ideal ist die Transistorleuchte, hilfreich auch die klappbare Arbeitsplattenverlängerung. Das kompakte Bad gefällt mit seiner festen Duschabtrennung - der Spiegel duscht allerdings immer mit. Weniger geschickt auch, dass kleine Kinder nicht an den Lichtschalter kommen.  

Aufhorchen lässt das Material der Aufbautechnik. Die Wände sind mit Styrofoam isoliert und rundum mit haltbarem Kunststoff versteift und versiegelt. Dach- und Bodenplatte bleiben zwar bei der konventionellen Technik, dennoch verlängert Ci die Dichtigkeitsgarantie auf sechs Jahre - das könnte Eltern überzeugen, schließlich kennen sie sich mit Zukunftsinvestitionen aus.

Die Baureihe

Ci Elliot

Preise: 39 590 - 46 990 Euro
Basis: Fiat Ducato, Ford Transit
Längen: 6,26 - 7,23 m
Gesamtgewicht: 3500 - 3850 kg
Modelle: Sechs Alkovenmodelle bietet die Elliot-Baureihe, drei auf Ford Transit und drei auf Fiat Ducato. Alle setzen auf Etagenbetten- oder Garagengrundrisse. Bei rund 40 000 Euro geht es los mit dem Elliot Easy 599 auf Ford.

Fazit

Sieben Personen im 3,5-Tonner? Das schafft der Elliot 40 so gerade eben - streng nach Norm und mit üblichen Tricks. Rechnet man mit Kindergewichten, kann es auch praktisch funktionieren, der knappe Stauraum lässt ohnehin wenig Beladung zu. Ärgerlich sind einige ungeschickte Details, auf der Habenseite steht die verbesserte Aufbautechnik.

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