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Carthago Mondial 57 E

Ein schöner Rücken soll künftig Mondial-Käufer entzücken. Bei Carthago wird die Modellpflege an einer eleganteren Heckpartie sichtbar.

Bei Carthago spricht man von einem Facelift. Doch am Gesicht der Baureihe Mondial erkennen nur Eingeweihte die aktuellen Änderungen: Runde Positionsleuchten signalisieren am Alkoven den neuen Jahrgang. Deutlicher sichtbar vollzog sich der Wandel am Heck. Hier haben die Designer aufgeräumt. Ein Edelstahlträger fasst jetzt die runden Rückleuchten formschön zusammen. Ohne unnötige Sicken und Stufen ziehen sich die GfK-Kantenleisten des neuen Modells nach oben, um dort zusätzliche Lampen aufzunehmen. Durch dickere Rohrdurchmesser fügen sich auch Leiter und Dachreling besser in das markentypische Erscheinungsbild handfester Eleganz.
Doch nur wer Carthago nicht kennt, könnte annehmen, dass es bei den Änderungen lediglich um vordergründige Effekte ging. Funktionalität und Stabilität standen bei der Überarbeitung im Vordergrund. Intern sprechen die Ravensburger Entwickler vom Mondial II, so tief griff man in die Gesamtkonstruktion ein. An erster Stelle zu nennen sind hier die Kantenverbindungen des Aufbaus (siehe Download- Kasten).

Erkennen kann man die Änderungen beispielsweise an Schürzen aus Alu statt GfK. Die Verblendungen werden an den neuen Verbindungsprofilen eingehängt und können für Servicearbeiten hochgeklappt werden. Zusätzlicher Nutzwert: zwei neue Fächer hinter den Schürzen als Boden unter dem Doppelboden. Ein solides BKS-Schloss unterhalb des Griffs setzt an der von Carthago eigens entwickelten Aufbautür Zeichen. Die Isolierstärke entspricht der in den Wänden. Mondial-Interessenten finden ebenso ein verbessertes Schließsystem am seitlichen Zugang zur Heckgarage. Statt vier Schlössern genügen künftig zwei, die zusätzlich über einen Griff verfügen. In der Garage wich der zur Auskleidung verwendete helle Teppich einem strapazierfähigen Filzmaterial. Zurrschienen im Boden helfen beim Sichern von Fahrrad oder Roller. Aufgeräumter wirkt der Mondial ebenso beim Blick hinter die übrigen Außenklappen. Die bordtechnischen Installationen verstecken sich nun größtenteils; aus Gründen der Durchlüftung gibt es bei Carthago aber auch in Zukunft keine hermetisch abgetrennten Bodenfächer.

Kaum wahrnehmbar ist der Modellwechsel im Innenraum – sieht man einmal vom obligatorischen Austausch der Stoffe zur neuen Saison ab. Und doch ist es mehr als ein Detail, dass der Fußbereich an der Sitzgruppe mit einer Warmwasserbodenheizung aufwarten kann. Zu den Ritualen eines Saisonwechsels gehört wiederum die Neuordnung des Grundrissangebots. Carthago hat es bei leichten Abwandlungen vorhandener Mondial-Modelle bewenden lassen. Der gezeigte 57 E nimmt den 57 zum Vorbild, kommt aber mit einem Einzelstatt Doppelbett im Heck und damit einem halben Meter weniger Außenlänge aus. 62 D oder L heißen die Variationen des Top-Alkovens von Carthago. Statt des weiterhin lieferbaren diagonal eingebauten Doppelbetts (62 Q) kann man jetzt auch ein Längsbett (62 D) oder Einzelbetten (62 L) ordern. Wie gehabt besteht die Wahl zwischen Fahrgestellen von Iveco und Mercedes. Und wer charakteristischen Carthago- Look auch am Gesicht seines Reisemobils schätzt, bekommt die technischen Neuerungen ebenso am integrierten M-Liner des Jahrgangs 2002.

Technische Daten (Stand: September 2001) Hersteller: Carthago Modell: Mondial 57 BE Basisfahrzeug: Iveco Daily 60 C 17 Typ: Alkoven Preis: ab 100450 EUR Sitze mit Gurt: 6 Schlafplätze: 5 Zul. Gesamtgewicht: 6000 kg Länge: 7750 mm Breite: 2350 mm Höhe: 3430 mm Basismotor: Diesel KW: 115 PS: 156

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