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Test

Carthago M-Liner

Mit neuem Gesicht, aber unschwer als Carthago erkennbar, geht der M-Liner in die zweite Generation.

Vorbild Range Rover. Die aktuelle Fassung des britischen Edel-Offroaders ist wuchtig und elegant zugleich, mit Rundungen versehen, aber nach wie vor auch kantig, in die eckige Scheinwerferkontur integrieren sich modisch runde Lampensysteme – ein Klassiker der Moderne. Der Range Rover ist und bleibt ein Range Rover, ein Unikum, ein Markenartikel. Nicht jedermanns Geschmack, aber mit einer potenten Fangemeinde, akzeptiert und respektiert.

Nicht von ungefähr kommt Carthago-Chef Karl-Heinz Schuler dieser Vergleich in den Sinn, wenn er von seinem neu aufgelegten M-Liner spricht. Sein Flaggschiff kann zwar noch nicht auf eine ähnlich lange Historie zurückblicken wie der Range Rover, ist aber auf dem besten Wege dazu. Eckig und kantig ist er geblieben, versagt sich dabei aber nicht aktuellen Gestaltungstrends. Die Scheibenkonturen rings um die Fahrerkanzel sind deutlich runder geworden und stehen in spannungsvollem Kontrast zur kastenartigen Grundform der Kabine, die lediglich durch den M-Liner-typischen Knick in der Dachlinie gebrochen wird. Aktueller Techniken bedient sich Carthago, um die Cockpitfenster so markant als Gestaltungselement zu nutzen: Bündig aufgeklebte, schwarz hinterlegte Glasflächen rund um die eigentlichen Scheiben verschmelzen die einzelnen Seitenfenster optisch zu einem Gesamtelement. Genauso entstehen auch die Rundungen an der im Grunde rechteckigen Frontscheibe.

Klarer in der Formensprache wurde auch das Gesicht des M-Liner. Der fein ziselierte Stoßfänger mit integriertem Grill wich einem freundlich grinsenden Bugteil. Die Rundscheinwerfer sind nun oberhalb der Gürtellinie platziert. Eine markante Sicke setzt sie optisch von der vergrößerten Motorklappe ab. Die alte Front ist übrigens mit dem neuen M-Liner noch nicht gestorben: Der kleine Bruder Opus wird in dieser Form weitergebaut. Die Ähnlichkeit zu dieser im letzten Jahr eingeführten günstigeren Integrierten-Baureihe war nicht zuletzt ein Grund für den Handlungsbedarf beim M-Liner.

Technische Daten (Stand: September 2003) Hersteller: Carthago Modell: M-Liner 52 BBH Basisfahrzeug: Iveco Daily 60 C 17 Typ: Integrierter Preis: ab 118000 EUR Sitze mit Gurt: 3 Schlafplätze: 4 Zul. Gesamtgewicht: 6000 kg Länge: 7700 mm Breite: 2350 mm Höhe: 3420 mm Basismotor: Diesel KW: 115 PS: 156

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