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Test

Bürstner I Elegance

Fließende Linien charakterisieren das Design der neuen integrierten Reisemobile von Bürstner.

Der Finger folgt unwillkürlich dem eleganten, aufwärts strebenden Schwung der Grenzlinie zwischen Motorhaube und Kotflügel. Startpunkt sind die beiden verchromten Querspangen, die optisch massiv wie Bodyguards den Kühler schützen und mit nostalgischen Anklängen an klassische Automobile einen Akzent setzen.
Gleich einem Zeitsprung passiert der Finger nach kurzer Wegstrecke die modernen, bei neuen Integrierten offenbar unvermeidlichen Rundscheinwerfer, die sich an der Flanke hinaufziehen. Darüber sorgen bekannte Stilelemente für Kontinuität trotz Aufbruchstimmung: Der in der Breite spürbar eingezogene Bug gehört ebenso zu den typischen Duftmarken der Bürstner-Integrierten wie die entsprechend gewölbten Seitenscheiben am Fahrerhaus.

Front und Heck bestehen jeweils aus einem großen Formteil aus Glasfaser-verstärktem Kunststoff. Wer hier Ähnlichkei- ten mit dem jüngst vorgestellten Top-Teilintegrierten Bürstner Avantgarde erkennt, liegt nur zum Teil richtig: Die formale Linienführung und die identischen Heckleuchtenelemente bilden die optische Klammer zwischen den beiden Baureihen. Das täuscht aber darüber hinweg, dass es sich eigentlich um zwei sehr unterschiedliche Aufbaukonstruktionen handelt. Während der neue I-Elegance zwischen Front und Heck mit einer relativ konventionellen Alu- Sandwichbox vorlieb nimmt, verwendet der T-Avantgarde eine neuartige Technik mit GfKFormteilen ringsum, die sich zum Aufbau zusammenfügen. Beiden Bürstner-Topbaureihen gemeinsam ist wiederum die Basis Fiat Ducato plus Alko- Tiefrahmen. Anders als bei dem flachen, sehr schnittigen Teilintegrierten setzt der Hersteller aus Kehl jedoch beim neuen Integrierten erstmals auf einen komfortablen Doppelboden wie bei den A-2-Alkoven des Hauses.

Die Bordtechnik findet darin einen frostsicheren Hort, und obendrein gibt es noch mehr oder weniger zusätzlichen Stauraum – je nach Fahrzeuglänge. Trotz unterschiedlicher Auffassungen in der Kabinenkonstruktion finden die beiden Bürstner-Brüder im Innern wieder zusammen. Der Möbelbau folgt den gleichen runden Linien, und auch die Polsterdekors und Accessoires lassen sich hier wie dort nach eigenem Gusto aus sechs verschiedenen Farbwelten von frech bis eher dezent auswählen. Das kostet keinen Euro extra. Zum Serienumfang gehören ebenso Kabeltrommel und Fahrradträger, ja selbst Auffahrkeile und Campingmöbel. Lediglich zwei Posten der langen Ausstattungsliste kosten Aufpreis: ein Backofen und eine Rückfahrkamera. Und selbst die zählen im längsten Elegance, dem Tandemachser I 820 mit Alde Warmwasserheizung, schon zur Serienausstattung.

Technische Daten (Stand: Oktober 2002) Hersteller: Bürstner Modell: Elegance 590 Basisfahrzeug: Fiat Ducato 15 Typ: Integrierter Preis: ab 59980 EUR Sitze mit Gurt: 6 Schlafplätze: 4 Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg Länge: 5900 mm Breite: 2280 mm Höhe: 2810 mm Basismotor: Diesel KW: 81 PS: 110

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