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Test

Bürstner I Elegance 690

Rein äußerlich macht der neue Integrierte seinem Beinamen Elegance alle Ehre. Mehr Schein als Sein?

Entschlossen schaut er drein, der neue Integrierte von Bürstner. Bereits auf den ersten Blick macht das I-Modell den gestalterischen Anspruch seiner Entwickler deutlich. Zum promobil-Test trat der Elegance in der knapp sieben Meter langen 690-Ausführung an, mit Querbett im Heck und darunter liegender Garage. Mut zum auffälligen Design zeigt vor allem die Bugpartie mit der schwungvollen Motorhaube, den weit außen liegenden, mehrteiligen Leuchten sowie den chromblitzenden Querspangen des oberen Lufteinlasses. Wie die Frontmaske ist auch das Heck aus einem einzigen, um die Fahrzeugecken herumgezogenen GfK-Teil geformt. Abdeckleisten aus Aluminium schaffen die Verbindung zum konventionellen Alusandwich der Seitenwände. Seine praktischen Vorzüge lässt der Aufbau erst bei genauerem Hinsehen erkennen: den beheizten Doppelboden beispielsweise, der die Bordtechnik beherbergt, oder die einteilige Unterwanne aus verrottungsfestem GfK. Solide Fenster, das serienmäßige Heki und die schmale, aber stabile Aufbautür runden das Bild ab. Weniger gelungen: der Motorzugang. Die Öffnung fällt zum Öl Nachfüllen zu knapp aus und wird zudem durch die nicht weit genug aufschwenkende Haube eingeschränkt. Bürstner verspricht für die anlaufende Serie Besserung. Das betrifft ebenso kleine Nachlässigkeiten wie ungleiche Spaltmaße an der Motorhaube.

In Sachen Klappergeräusche hielt sich bereits das getestete Vorserienmodell vornehm zurück. Keinerlei Auffälligkeiten leistet sich die bewährte Ducato-Maxi-Basis. Die serienmäßigen 127 Pferdestärken gehen mit dem Viertonner zwar nicht temperamentvoll, aber achtbar zu Werke. Der Alko-Tiefrahmen tritt hinten breit und sicher auf. Vorn federt der Elegance jedoch etwas hart ein; die Zuladung (siehe Testpass) stößt hier merklich an ihre Grenze. Der relativ kurze Radstand macht den I 690 erstaunlich wendig. Dank des schmalen Bugs und der großen, elektrisch verstellbaren Spiegel wird man schnell mit dem Elegance vertraut. Lediglich das tief hängende Hubbett kann die Sicht auf Ampeln einschränken. Die ab dem 690 serienmäßige Rückfahrkamera macht sich beim Rangieren nützlich. Ohnehin verdient die Grundausstattung Lob. Für das dynamische Heck wurde eigens ein Fahrradträger maßgeschneidert. ABS – Pflicht in dieser Gewichtsklasse –, leicht aufrollende Dreipunktgurte mit verkleideten Umlenkpunkten auf allen Sitzplätzen und Kopfstützen an der hinteren Sitzbank befriedigen die Sicherheitsbedürfnisse von bis zu vier Reisenden. Eine behagliche Atmosphäre prägt den Wohnraum. Die Vielfalt der Möbelgriffe auf den rahmenlosen Sperrholzklappen der Hängeschränke wirkt zwar ein wenig lieblos. Jedoch sorgen farblich harmonierende Wandverkleidungen, Vorhang- und Polsterstoffe für stilvolle Wohnlichkeit – besonders im Bereich des Heckbetts und der Sitzgruppe. Diese integriert die drehbaren Pilotensitze des Fahrerhauses. Die Sitzbank selbst ist breit und bequem, wozu auch die durchgehende Rückenlehne beiträgt.

Bequem schlafen lässt es sich vor allem im großen Heckbett auf der serienmäßigen Latexmatratze. Beim Hubbett gehen die Liegemaße zwar in Ordnung, aber es fehlen Leselampen, und die Cassetten der Faltverdunkelung ragen unverkleidet in die Schlafnische. Der Sanitärraum verfügt über eine separate Dusche mit guter Ellbogenfreiheit und Sitzmöglichkeit. Die Stehhöhe fällt mit 1,90 Meter aber knapp aus. Verstaumöglichkeiten sind im großen Bad reichlich vorhanden. Eine zusätzliche Dachhaube wünscht man sich allerdings ebenso wie einen größeren, tiefer angebrachten Spiegel. Mehrgängige Menüs werden an der schlichten, doch funktionalen Küche wohl kaum entstehen, zumal es ein wenig an Arbeitsfläche mangelt. Spüle und Kocher sind jedoch praxisgerecht, und für zwei- bis vierköpfige Besatzungen reicht der Stauraum allemal. Dagegen bieten ein Kleiderschrank und fünf Hängeschränke im Wohnraum nicht eben viel Platz für Gepäck. Dafür entschädigt die große Heckgarage, ausgerüstet mit Verzurrmöglichkeiten und einer Ablage für Auffahrkeile. Weniger gut nutzbar ist das recht flache vordere Außenstaufach. So bleibt der Zwischenboden hauptsächlich der tadellosen Bordtechnik vorbehalten und macht den Elegance zudem auch im Winter zu einem behaglichen Urlaubsdomizil.

Technische Daten (Stand: Juni 2003) Hersteller: Bürstner Modell: I Elegance 690 Basisfahrzeug: Fiat Ducato Maxi Typ: Integrierter Preis: ab 67760 EUR Sitze mit Gurt: 4 Schlafplätze: 4 Zul. Gesamtgewicht: 4000 kg Länge: 6850 mm Breite: 2280 mm Höhe: 2810 mm Basismotor: Diesel KW: 94 PS: 127

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