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VW Caddy Beach (2016) im Test

Neuer Name - bewährter Aufbau

Lehnen um-, Bett ausklappen beim VW Caddy Foto: VW/S. Lindloff 5 Bilder

Anfangs belächelt, inzwischen eine feste Größe: der Beach ist der kleinste Camper von VW mit Caddy-Basis. Innen hat sich das bewährte Konzept kaum verändert. Was ist neu an der vierten Generation?

Neu ist vor allem der Name. Der bekannte Tramper läuft mit der vierten Generation des Caddy aus. Vorhang auf also für den VW Caddy Beach, der sich damit noch deutlicher an den bekannten California anlehnt.

An den Talenten des kleinen Fernweh-Mobils ändert das nichts – die dem Campingurlaub dienliche Zusatzausstattung wurde nur in homöopathischen Dosen verändert. So kommen jetzt Magnetvorhänge zum Einsatz, während die im Heck befindliche Bedienung für die Zentralverriegelung und das Öffnen der Heckklappe serienmäßig an Bord sind.

Wirklich grundlegende Änderungen waren am pfiffigen Konzept aber auch nicht nötig. Immerhin werden die begrenzten Platzverhältnisse ideal ausgenutzt – auch ohne Aufstelldach, das VW für den Caddy nach wie vor nicht anbietet.

Knapp 900 Tramper verkaufte VW bislang pro Jahr. Beliebt ist der Reise-Zwerg vor allem im Heimatland, was nicht sonderlich verwundert, aber eben auch in Spanien. Vielleicht liegt das an den flotten 4000 Kilometern Küste, die die Iberische Halbinsel zu bieten hat. Wer weiß?

Kaum ein Auto wird seinem Namen so gerecht wie eben der Caddy Beach, der sich für den Spontanausflug zum Meer regelrecht aufdrängt. Mit ihm kleine Wege in die Pampa zu suchen, das fällt leicht: Wer also gerne unerkannt reist und campt, der ist hier richtig beraten.

Sehr verlockend ist auch die Allrad-Ausführung. So macht der Beach auch abseits befestigter Straßen richtig Spaß. Ganz egal, ob man sich für den regulären Radstand oder die knapp 50 Zentimeter längere Maxi-Version entscheidet.

Die hat auch im Alltag so ihre Vorteile, spielt doch der Beach unter der Woche den unaufgeregten Fünfsitzer. Nur eben mit einem Faltbett, während die seitlichen Stofftaschen griffbereit auf ihren Einsatz warten. Idealerweise bereits mit Klamotten und Waschzeug bestückt. Im Falle spontaner Reisesehnsucht dauert es nur Sekunden, um die Taschen, die zugleich für Privatsphäre im Schlafgemach sorgen, in die Halterungen zu clipsen.

Für "Beach-Schub" sorgen zwei Benziner, vier Diesel und ein 110-PS-Erdgas-TGI. Den Einstieg markiert ab 22 366 Euro der 1.2 TSI mit 84 PS, die 125 PS starke Variante hat 1,4 Liter. Im November soll zudem im Caddy ein Dreizylinder-Benziner mit 102 PS folgen, hoffentlich dann auch im Beach. Alle Diesel haben zwei Liter Hubraum, vier Zylinder und 75 bis 150 PS, wobei es den 122 PS starken Ölbrenner ausschließlich mit Allrad gibt.

Neu ist auch die Stickstoff-Bremse der Dieselmotoren, beispielsweise mit AdBlue aus dem Tank hinter der Frontschürze. Immerhin wurde der Tankstutzen so dimensioniert, dass man auch an die Lkw-Zapfsäule fahren kann, die das acht Liter fassende Behältnis in Sekunden vollballert.

Spritzfläschchen-Gefummel bleibt einem also erspart – auch hier machen sich die Gene eines echten Nutzfahrzeugs bemerkbar, das der Caddy im Herzen noch immer ist. Wobei die mit lastabhängigen Dämpfern versehene Starrachse im Heck – und nicht nur die – deutlich komfortabler abgestimmt wurde: Die vierte Generation des Caddy fährt entsprechend formidabel. Und eben – besonders als Beach – gerne auch zum Strand. Also los … !

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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