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Terracamper Tescout auf VW T6 und Mercedes Vito

Weltpremiere des Campervan ab 47.000 Euro

Terracamper Tescout (2018) Foto: Terracamper 5 Bilder

Terracamper zeigt auf der CMT 2018 mit dem Tescout eine Neuentwicklung bei den alltagstauglichen Campervans. promobil zeigt ein erstes Fotos und eine Konstruktionszeichnung.

05.12.2017 Sophia Pfisterer 1 Kommentar

Terracamper bringt 2018 den Tescout auf Basis des VW T6 und Mercedes-Benz Vito. Der Clou an dem kompakten Campervan: ein herausnehmbarer Möbelblock, der im Heck montiert ist. Dieses modulare Ausbau-Konzept ist einzigartiges in der Terracamper-Modellpalette.

Außerhalb der Reisezeit kann man die Möbel ausbauen und das Fahrzeug auf VW-T6- oder Mercedes-Vito-Basis flexibel nutzen. Entweder kann der Campervan als klassicher Transporter fungieren – oder mit drei weiteren Dreipunkt-Gurt-Sitzplätzen als Großfamilien-Wagen. Die Sitze lassen sich laut Hersteller ohne großen Werkzeugeinsatz auf den Schienen verankern.

Tescout (2018): Campervan für Freizeit und Alltag

Als Camping-Mobil ist der Terracamper Tescout für Paare gedacht. Besonders für die Fahrzeugklasse Campervan ist das recht großzügige Doppelbett, das über die komplette Fahrzeugbreite reicht. Es hat eine Liegefläche von 160 x 200 Zentimeter und ist laut Hersteller sehr schnell aufgebaut.

Terracamper Tescout Foto: Terracamper
Konstruktionszeichnung des Tescout-Möbelmoduls

Im Fahrzeug befindet sich genügend Stau- und Lebensraum für zwei, insgesamt sechs Auszüge bietet das Möbelmodul. Im oberen Teil bietet es zwei Schubladen-Staufächer, die man sowohl vom Innenraum als auch vom Heck öffnen kann. Die unteren Auszüge lassen sich nur von Innen bedienen und auf halber Höhe arretieren. Darin kann man beispielsweise eine Kompressor-Kühlbox oder ein WC unterbringen. Legt man Polster darauf, verwandeln sich die Auszüge in eine Sitzecke.

Die Bordtechnik im Tescout setzt auf das bereits bekannte Terracamper-Technikmodul im Heck, das bis zum Fahrersitz vorreicht. Hier befindet sich neben weiterem Stauraum ein Wassersystem mit 40 Liter Frischwasser-Vorrat und einem 12-Volt-betriebenem Warmwasserboiler. Optional kann man in einen der unteren Auszüge eine Duschtasse installieren. Somit kann man auch fern von Campingplätzen im Fahrzeug duschen.

Terracamper setzt im Tescout auf eine holzfreie und wasserfeste Bauweise. Alle Möbel sind aus Aluminium und Verbundwerkstoffen gefertigt. Dadurch sollen sie leicht und gleichzeitig robust, korrosionsfrei und stabil sein. Erstmals kombiniert Terracamper im Tescout den Möbelbau mit Echtholz, die Möbelfronten tragen eine edel wirkende Eiche Dreischichtplatte.

Die Kosten für den Ausbau betragen zirka 17.000 Euro. Der Preis für das Komplett-Fahrzeug geht bei 47.000 Euro los.

Neureuther Multicamper vs. Terracamper TecampOffroad-Camper im Vergleichstest

Terracamper Tecamp auf Mercedes Vito 4x4 (2015)

Terracamper Tecamp auf Mercedes 2015
Terracamper Tecamp 2:26 Min.

Terracamper hat bereits in der Vergangenheit Erfahrung mit dem Ausbau von Mercedes-Campingbussen. Das Modell Tecamp war 2015 der erste Campingbus, der auf dem neuen, allradbetriebenen Mercedes Vito aufgebaut wurde.

Bis dato baute Terracamper seinen Tecamp auf Basis des VW T5. Seine Weltpremiere auf der CMT 2015 feierte der Terracamp Tecamp in der Version mit dem aufstellbaren Schlafdach. Neben 190 PS und 7-Gang-Getrieben bringt der Allrad-Campingbus auch viele kleine Raffinessen im Wohnraum mit, unter anderem eine Lichtsteuerung via Tablet-PC.

Neuester Kommentar

Wo kommt das hier vorgestellte Konzept eigentlich her? Gab es das schon mal, sodass eine derartige Form der Geheimhaltung ev. eher ein kleines Marketingmittelchen darstellt?

Eventuell ja, es gab und gibt die QUQUQ Campingbox. Als Formulierung 'eventuell', da man bislang das finale Design der Terracamper Lösung nicht kennt. Die hier beschriebenen Eigenschaften aber als grundsätzlich neu zu benennen oder einen derartigen Geheimaufriss zu veranstalten, wirkt etwas merkwürdig - selbst wenn es hier um QUQUQ 2.0 ginge.

Man kann auch aus Kundensicht durchaus empfindlich reagieren, wenn sich andere Hersteller mit den Federn von Erstlingstätern und Wegbereitern schmücken. Es ist allerdings gut, wenn auch weitere Hersteller in dieses Segment vorstoßen.

Was hier nun am ehesten zutreffen wird, kann man erst nach der CMT sagen.

Der Gedanke der QUQUQ Campingbox ist als Absatzmodell ein reiner Ansatz: es geht nur um den Aufbau der Box, die in ihren Versionen für verschiedene Fahrzeuge passend angeboten werden kann - auch und vor allem für bereits gebraucht vorhandene Familienpanzer.

Terracamper kündigt hier ebenfalls eine Heckmodullösung an, allerdings mit dem Unterschied, dass der Kunde hier auch gleich für das Konzept eines Terracamper Fahrzeuges gewonnen werden muss.

Ob also der Weg in Richtung QUQUQ Konzept helfen wird, den Absatz von Terracamper Fahrzeugen zu erhöhen, bleibt fraglich.

Terracamper Fahrzeuge sind von Hause aus mit dem Label 'Qualität' und 'Leistungsfähigkeit' gekennzeichnet. Klar kann man den 4x4 weglassen, aber am Ende kann man dann auch überlegen, wo überhaupt Kernunterschiede zu vielen anderen guten Anbietern verbleiben.

Denn: Im Bereich der Bulli / California Derivate & Ausbauvarianten wird es langsam eng - alle gehen mehr oder weniger gleich weit in Idee und Konzept.

Einzig Westfalia bietet auf der 'Bulli Schiene (VW & Mercedes)' wirklich bis heute einzigartige Grundrisse: Club Joker und Club Joker City haben Dusche und oder Toilette an Bord, den Rest auch und beide sind mit 4x4 erhältlich. Darüber hinaus gibt es auch noch den Ford Nugget, der mit seinem Raumgefühl, großer L-Küche auf unter 5m Länge und 3er Sitzbank für immer Maßstäbe setzt.

Wenn dann ein Terracamper mit individuellen Kreuzchen in der Liste der Optionen am Ende mindestens so teuer wird wie ein Westfalia Club Joker, dann muss man das technisch spezielle Konzept des Terracamper schon unbedingt wollen - bislang war das vermutlich nicht leicht.

Denn in Wahrheit ist der Wunsch nach der echten Expeditionsklasse nicht einfach mit dem Kauf eines Terracamper erledigt. Dummerweise bieten dann genau da auch noch weitere Anbieter wie Neureuther etc. vergleichbare Leistungsfähigkeiten an.

Ob dann nun ausgerechnet der Weg zur Implementierung einer Kompakt-Heckboxlösung auf Terracamper die Lösung sein soll, mit der man Kunden gewinnen will, scheint heute schwer festzustellen zu sein.

Wir sagen mal etwas Mutiges:

Die Art wie sehr sich ein Ford Nugget von anderen California Derivaten bei gleicher Länge absetzt / unterscheidet, wäre das eigentliche Ziel eines jeden Bulli Ausbauers, um Identität in Kaufkraft ausreichend wandeln zu können - nicht als Nachbau des Nugget, sondern in dem Maß des 'Anders-seins'.

Bis auf einen fernreisetauglichen Möbelbau einfachster Geometrie mit Aluprofilen bleibt bislang nicht viel Identität, die Besucher des Terracamper Messestandes auf dem CSD 2017 spontan aufzählen könnten - der Wettbewerb ist ja nicht untätig, oder?

Terracamper hat für 2017 ein eigens entwickeltes Alu-Aufstelldach vorgestellt, um sich unter anderem auch von SCA zu lösen.

Dass aber allein diese neue Dachlösung preislich in Regionen eines neuen Kleinwagens vorstößt, ist im Grundsatz bereits mehr als grotesk. Irgendwann landet man einfach in einer Klasse, wo man auch was anderes kaufen kann. Der Zweck heiligt nicht alle Mittel. Auch nicht im Umgang mit Kundenwünschen. Würde dieses Unternehmen zu uns zählen, gäbe es Änderungen im Kurs.

Kritische Betrachtungen können mit Argwohn oder mit Motivation aufgenommen werden. Wer es zulässt, der nutzt den Input rechtzeitig.

Derzeit werden im Kastenwagensegment verschiedene Grenzen ausgelotet. Die Preisgrenze nach unten ist eine davon (z.B. Sun Living, Roadcar etc.). Hochwertiges Innenraumdesign und Premiumanspruch mit 4x4 ist eine weitere (Hymercar Sprinter, Knaus Crafter).

Die Bereiche positionieren sich und werden in eine Phase übergehen, wo dieses unglaubliche Wachstum im Kastenwagensegment nachlassen wird.

Und genau dieser nachlassende Trend wird sich ab 2019 besonders schwer für den Bereich teurer Bulli Ausbauten zeigen. Es kommt zu eine Konsolidierung.

Daher wäre es nicht verkehrt zu wissen, wie man sich einen Nugget ausdenkt, den es noch nicht gibt.

Diana van Heide 6. Dezember 2017, 10:25 Uhr
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Heft 01 / 2018 13. Dezember 2017 146 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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