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Technik-Caravane-Rallye

52 Wohnmobile gemeinsam unterwegs

Technik-Caravane-Rallye Foto: Ingo Wagner, Technik Caravane 16 Bilder

Die zweite Technik-Caravane-Rallye rund um das Südsee-Camp lockte 52 Reisemobile in die Lüneburger Heide. promobil war als inoffizieller Teilnehmer mit am Start – und musste noch ganz schön viel lernen.

11.12.2016 Ingo Wagner

Das Gebetbuch macht nicht viele Worte: Neben zehntelgenauen Gesamtkilometer- und Teilstreckenangaben und Wegpunkteskizzen müssen Anmerkungen wie "Richtung Center Parcs" oder "Outlet-Center rechts liegen lassen" genügen. Wer die letzte Anweisung bereits als Prüfung empfunden hat, sollte sich noch wundern.

Das professionell erstellte und gestaltete Roadbook, im Rallye-Jargon Gebetbuch genannt, kann getrost als Sinnbild für die gesamte zweite Technik-Caravane-Rallye herangezogen werden: Was die Organisatoren und Technik-Caravane-Gründer Nick Hirsch (Linnepe), Nils Ihsen (Thule), Christian Reisch (Alde) und Kay Fischer (E&P-Hydraulics) gemeinsam mit befreundeten Partnerfirmen und dem Premium-Partner Mercedes-Benz Vans auf die Beine gestellt haben, erfüllte alle Erwartungen, die man als Rallye-Teilnehmer an eine zweieinhalbtägige Veranstaltung haben kann. 

Bereits am Anreise-Freitag bildete die Marktmeile der Caravane-Partner (Transwatt, Concorde, LMC, Teleco, Thetford, Peggy Peg und Dekalin) ein imposantes Spalier vor dem weithin sichtbaren Start- und Zielbogen, unter dem fleißige Helfer des Orga-Teams alle Teilnehmer registrierten, mit edlen Softshell-Jacken und Roadbooks ausstatteten. 

Zu einer professionellen Rallye gehört das eingehende Briefing aller Teilnehmer, um sie mit Roadbook und Regularien vertrautzu machen und den ein oderanderen Kniff zu verraten. Darumhieß es am Samstagmorgen: Schulbankdrücken im Veranstaltungszelt. Pünktlich um 13.01 Uhr fiel die Flagge für die Startnummer 901. Der Autor dieser Zeilen durfte mit dem Hymer ML-T und einer erfahrenen Navigatorin auf dem Beifahrersitz an Position zwei starten und war, obwohl außer Konkurrenz startend, schneller auf Betriebstemperatur als der 2,2-Liter-Diesel des Sprinter. Das muss Rallyefieber sein! 

Worauf man alles achten muss! Abzweige, stumme Zeugen (kleine Nummern-Schilder, die am Fahrbahnrand stehen und in die Bordkarte eingetragen werden müssen). Einfach? Pah! "Verlassen Sie den Kreisverkehr an der fünften Ausfahrt", souffliert das Roadbook – an einem Kreisverkehr mit drei Ausfahrten. Und wo steht der stumme Zeuge? Sie ahnen es. 

Auf den Wertungsprüfungen wird schnell klar: Mit fahrerischem Geschick allein ist kein Blumentopf zu holen. Einmal sind es Wissensfragen, das andere Mal Schätzungen, welche Achslast das eigene Mobil hat (und dabei dem Nebensitzer nicht zu nahe treten!) und was ein riesiger Berg Zubehör wohl wiegt. Ein paar Kilometer weiter soll der Fahrer eine Dosenpyramide treffen, später der Copilot Gummibälle aus dem Seitenfenster hängend in Eimern versenken. Natürlich sind auch Rallye-Klassiker dabei: Strecken in einer vorgegebenen Zeit absolvieren – wobei jede zehntel Abweichung Strafpunkte gibt. Doch sie alle sind beim großen Rallye-Ausklang mit feudalem Büffet schnell vergessen. Außer bei den Siegern, die neben vielen Erlebnissen wertvolle Sachpreise mit nach Hause nehmen durften. 

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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