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Neuer Stellplatz am Nord-Ostsee-Kanal

Wohnmobilhafen am Kanal-Café

Foto: Hans-JŸrgen Hess 14 Bilder

Grünes Licht für mehr Stellplätze, am Nord-Ostsee-Kanal in Osterrönfeld bei Rendsburg eröffnet, nach achtmonatiger Bauzeit, ein vorbildlicher Premiumplatz. Er bietet auf drei Terrassen einen unverbauten Blick auf den Schiffsverkehr.

11.01.2018 Stefan Weidenfeld, Sophia Pfisterer, Hans-Jürgen Hess

Das Gedränge auf den Plätzen ist – vor allem in der Hauptsaison – an den Orten besonders groß, die über Publikumsmagneten verfügen. Die Lage an Küsten und Ufern ist da besonders gefragt.

Containerschiffe, Tanker und gigantische Traumschiffpaläste durchfahren die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt, den Nord-Ostsee-Kanal. Rund 90 Einheiten pro Tag – Sportschiffe noch nicht einmal mitgezählt. Dieses Schauspiel ist ein wahrer Publikumsmagnet und führt zu Gedränge unter den Besuchern – vor allem in der Hauptsaison. Hier stehen die Wohnmobile an jeder freien Stelle um den Schiffsverkehr zu bestaunen.

Aktion gegen überfüllte StellplätzeAktion für mehr Stellplätze

Das hat Bernd Eichstedt Chef vom Caravaning-Handelsbetrieb Spann…an in Osterrönfeld schon lange erkannt. Schon vor Jahren hatte er den Betrieb des kommunalen Stellplatzes im benachbarten Schacht-Audorf übernommen bis ihn die Kommune nach erfolgreicher Einführung aus dem Pachtvertrag hinaus komplimentierte.

Fortan reifte der Gedanke selbst einen Stellplatz zu bauen. Die Standortsuche rings um die markante Eisenbahnhochbrücke bei Rendsburg war gesetzt, auch wenn die weltberühmte Schwebefähre unter der Brücke nach einem Schiffsunfall im Moment nicht mehr fährt und erst 2019 wieder in Betrieb gehen soll.

Schließlich konnte der Bau im Januar 2017 beginnen. Kurzum, nur acht Monate dauerte die Bauzeit und Bernd Eichstedt zeigt sich erfreut: „Die Kommune hat uns beispielhaft unterstützt, was die Planungen und Genehmigungen angeht.“ Die Anlage ist heute als Reisemobil-Stellplatz genehmigt. Die großzügige Einfahrt und die Ver- und Entsorgungsstation wurde überdacht. Für die Ver- und Entsorgung steht eine moderne Beckmann-Station mit Bodeneinlass zur Verfügung.

33 Mobile finden in der modernen Anlage Platz. Das besondere an der Lage: Jedes Wohnmobil steht quasi in erster Reihe, denn die drei Flächen wurden mit jeweils 1,50 Meter Höhenunterschied terrassenförmig angelegt.

Technikdenkmal erleben in Rendsburg

Wohnmobilhafen am Hafen-Café Foto: Wohnmobilhafen am Hafen-Café
Direkt vom Platz aus sieht man die Eisenbahnhochbrücke.

So kann man direkt von der Parzelle aus Schiffe beobachten und genießt den Blick auf die Eisenbahnhochbrücke, die das Wahrzeichen der Stadt Rendsburg ist und zu den wichtigsten Technikdenkmälern Deutschlands gehört. 99 Jahre lang war sie die längste Eisenbahnbrücke der Republik und ist bis heute Teil der Banhstrecke Neumünster-Fredericia. Für Fußgänger und Fahrzeuge trägt sie eine Schwebefähre, bis zu 60 Fußgänger und vier Pkw kann sie pro Fahrt befördern. Für die Fähre gilt seit der Eröffnung 1913 der gleiche Fahrplan: Im Viertelstunden-Takt wird von 5 bis 23 Uhr übergesetzt.

Vom Wohnmobilstellplatz aus kommt man also entweder via Schwebefähre nach Rendsburg oder kann in zirka 20 Minuten bis in die Rendsburger Innenstadt spazieren. Hier lohnt es sich, die Museen im Kulturzentrum oder das Jüdische Museum zu besuchen oder noch mehr über die Schiffahrt zu erfahren im das Rensburger Schiffahrtsarchiv oder dem Museumsstellwerk. Wer gerne sportlich unterwegs ist: Der Platz liegt direkt an Fernradwanderweg.

Wohnmobil-Tour an der OstseeEntlang der Route der Backsteingothik

Stellplatz am Kanal-Café: Fürs leibliche Wohl ist gesorgt

16 Euro pro Fahrzeug werden für eine Übernachtung auf dem Stellplatz fällig, die Nutzung des modernen Sanitärgebäudes inbegriffen. Nur Duschen kosten einen Euro extra.

Wohnmobilhafen am Hafen-Café Foto: Wohnmobilhafen am Hafen-Café
Das Kanal-Café sorgt fürs leibliche Wohl.

Nebenan liegt das Kanal-Café, nach dem auch der Platz benannt ist. Es wird von den Eheleuten Kromer geführt und bietet auf der sonnigen Terrasse oder dem verglasten Gästeraum regionale und frische Küche. Je nach Saison kann man im Frühjahr Spargel und im Herbst Wildspezialitäten genießen. Gut Frühstücken und gemütlich Kaffeetrinken ist hier ebenfalls möglich: Täglich werden frische Torten und Kuchen zubereitet, montags und sonntags gibt es ein Frühstücksbuffett bzw. einen Brunch.

Zukunftsaussicht

Bernd Eichstedt als Oberhaupt des Familienbetriebs Eichstedt/Asmus: „Für unsere Kunden und die, die es mal werden sollen, haben wir mit dieser Einrichtung unser Portfolio erweitert und werden im Frühjahr 2018 genau gegenüber im Rendsburger Kreishafen einen weiteren Platz am NOK in Betrieb nehmen.“

Der Handelsbetrieb um Bernd Eichstedt hat verstanden: Wenn jeder Caravaning-Betrieb in Deutschland – Hersteller, Händler oder Zulieferer – in seiner Heimatkommune Stellplätze für seine Kunden initiieren oder einrichten würde, wäre das Gedränge auf Stellplätzen spürbar geringer. Das Beispiel sollte Schule machen.

Stellplatz in diesem Artikel
Neuester Kommentar

Schade, dass hier mit der Schwebefähre geworben wird... kommt die Neue doch erst in ein paar Jahren.
Der Stellplatz macht im ersten Anblick auf dem Foto einen tollen Eindruck. Da hat SpanAn etwas tolles geschaffen.
Ich vermute aber, dass die Womos viel zu dicht nebeneinander stehen und man nicht die Markise ausfahren kann. Somit hört man dann auch immer das Gerödel des Nachbarn aus erster Hand. Na gut, wir werden es ausprobieren, sind ja nicht weit weg... und wünsche SpanAn viel Erfolgt!

rennelchberni 18. Januar 2018, 13:13 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 01_2018
Heft 01 / 2018 13. Dezember 2017 146 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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