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Rückruf-Aktion von Fiat

18.000 Fiat Ducato in Deutschland zurückgerufen

180 PS und 400 Nm Drehmoment Foto: Hersteller, Martin Schou, Thomas Gerhardt


Eventuell muss auch ihr Wohnmobil zurück in die Werkstatt: Fiat ruft zum zweiten Mal im Jahr 2017 eine Charge Ducato-Transporter zurück. Dieses Mal sind rund 18.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen.

27.10.2017 4 Kommentare

Betroffen durch den Rückruf Ende Oktober 2017 mit der Kennzahl 6152 sind weltweit über 38.233 Fiat Ducatos. Es handelt sich dabei um die neuen Euro-6-Modelle, die sich alle noch im Garantiezeitraum befinden. Die Modelle mit dem 2,3-Liter-Multijet-Diesel stammen aus dem Bauzeitraum Februar 2016 bis Juli 2017.

Der Rückruf ist keine Service-Aktion, sondern eine technisch notwendige Prüfung der EGR-Leitung. Das Rohr für die Abgasrückführung kann in den betroffenen Fiat-Ducato-Modellen brechen. Wenn dieses dann in Kontakt mit der Lichtmaschine kommt, könnte im schlimmste Fall dadurch ein Kurzschluss entstehen.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um sogenannte Low-Pressure-EGR, das heißt Ducato-Dieselfahrzeuge ohne Adblue-System. Da im Pkw-Bereich der Transporter meist Motoren mit zusätzlicher Adblue-Einspritzung genutzt werden, sind von dieser Rückruf-Aktion tatsächlich großteils Wohnmobile betroffen. Aufgrund baulicher Vorteile und des Gewichts verzichten viele Reisemobil-Ausbauer häufig auf die Adblue-Technik. Welche Vorteile diese Einspritz-Technik in puncto Abgaswerte hat, hat promobil erst kürzlich in einem Abgas-Real-Test herausgefunden.

Wie ein Sprecher von Fiat bestätigt, dauert die Prüfung rund 25 Minuten. Falls die Leitung getauscht werden muss, benötigt die Werkstatt noch weitere 45 Minuten. Dabei wird eine neue Rohrleitung eingebaut und ein Halter nachgerüstet, was Schwingungen minimieren soll. Für Kunden entstehen dabei keine Kosten. Das KBA schreibt alle Fahrzeughalter dieser Ducatos an.

Rückruf-Aktion für Fiat Ducato im Januar 2017


Bereits Anfang des jahres gab es eine Rückruf-Aktion von Fiat Professional Ducatos. Es handelte sich um Fahrzeuge, die im Januar 2017 hergestellt wurden. Die Fiat Rückruf-Aktion 6106 ließ alle Halter der betroffenen Fiat-Ducato-Fahrzeuge via KBA anschreiben. Diese wurden aufgefordert sich an einen Fiat-Professional-Vertragspartner zu wenden.

Bei den Fiat Ducatos des ersten Rückrufs 2017 muss die Nockenwelle getauscht werden. Da es bei der Herstellung anscheinend zu einer Abweichung kam, könnte sonst der Motor Schaden nehmen.

Fiat Ducato als Wohnmobil-Basis

Der Fiat Ducato ist das beliebsteste Basisfahrzeug für Reisemobile in Deutschland, daher könnten auch einige Wohnmobil-Besitzer von Ducato-Rückrufaktionen betroffen sein. Wer sich unsicher ist, ob sein Fahrzeug auch in die Werkstatt muss, kann sich an die Fiat Camper Assistance wenden. Der Kundendienst ist kostenfrei unter 00 800 342 811 11 erreichbar oder via der gratis App Fiat Ducato Camper, die im Apple Store und auf Google Play heruntergeladen werden kann.

Neuester Kommentar

Danke - bei mir stellt sich jetzt die Frage:
Wer genau sollte denn die betroffenen Fahrzeughalter informieren?
Das KFZBA, der Womo Händler, der Fiat Händler, Fiat Professional Services oder gar der Womo Hersteller?
Genauer - Wer hat euch informiert?

jumper12 5. November 2017, 18:22 Uhr
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